Vage Zukunftsaussichten sorgen für Skepsis
CTS Eventim: Aktienkurs bricht trotz positiver Geschäftszahlen massiv ein
Klaus-Peter Schulenberg, CEO von Eventim. © Eventim
Der Konzernumsatz von CTS Eventim stieg um 9,6 Prozent auf 3,079 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA legte um 7,7 Prozent auf 584 Millionen Euro zu. Für diese Entwicklung sind vor allem ein starkes Schlussquartal und die anhaltend hohe Nachfrage nach Live-Events verantwortlich
CEO Klaus-Peter Schulenberg betont die strategische Kontinuität: Neben dem Ausbau der Plattform investiert das Unternehmen gezielt in Technologie, Daten und KI sowie in das Live-Entertainment- und Venue-Geschäft.
Ticketing als Profitmotor, Live-Segment wächst weiter
Das margenstarke Ticketing-Segment bleibt zentraler Ergebnistreiber. Mit einer EBITDA-Marge von über 46 Prozent zeigt sich die strukturelle Stärke des Ticketgeschäfts.
Parallel dazu wächst das Live-Entertainment-Segment international weiter. Große Festivalformate wie Rock am Ring und Rock im Park waren erneut ausverkauft. Zudem baut CTS Eventim seine Infrastruktur aus, etwa mit dem neuen Unipol Dome Milano Santa Giulia, der 2026 eröffnet wurde.
Börse reagiert deutlich negativ
Unter dem Strich fiel der Nettogewinn jedoch niedriger aus als im Vorjahr: Er sank von 319 Millionen auf 277 Millionen Euro. Belastend wirkten vor allem Währungs- und Finanzeffekte. Entsprechend soll auch die Dividende auf 1,44 Euro je Aktie sinken.
Aufgrund dieser Entwicklungen und wegen der relativ vagen Prognosen für das aktuelle Geschäftsjahr geriet die Eventim-Aktie an der Börse massiv unter Druck und verlor zeitweise rund ein Fünftel ihres Wertes.
Insgesamt hat die Eventim-Aktie im vergangenen Jahr mehr als 50 Prozent verloren und notiert aktuell bei 51,55 Euro – der tiefste Stand seit Ende 2022
Ausblick mit Risiken
Analysten sehen insbesondere die Prognose für 2026 kritisch. Das Management stellt lediglich moderates Wachstum bei Umsatz und operativem Ergebnis in Aussicht, allerdings ohne konkrete Zahlen oder Zielvorgaben zu nennen.
Gleichzeitig verweist Eventim auf externe Unsicherheiten wie konjunkturelle Schwäche, geopolitische Risiken und mögliche Veränderungen im Konsumverhalten.
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