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Für musikalische Vielfalt 

Deutsche Jazzunion startet Kampagne zum Erhalt des Jazz im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 01.08.2024

deutsche jazzunion radio

Deutsche Jazzunion startet Kampagne zum Erhalt des Jazz im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

© Cottonbro Studio via pexels.com

Die Deutsche Jazzunion hat eine Kampagne ins Leben gerufen, um die Rolle des Jazz und der improvisierten Musik im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu stärken und dem drohenden Bedeutungsverlust entgegenzuwirken.

Im Herbst 2023 stellte die ARD Pläne zur Rundfunkreform vor, die unter anderem eine Zusammenlegung der Abendprogramme der Kulturwellen zur Folge haben wird. Die Deutsche Jazzunion zeigt sich besorgt über die Auswirkungen der Reform auf die Stellung des Jazz im ÖRR.

Eine weitere Neuerung ist die digitale Plattform ARD Jazz, die im Mai 2024 vorgestellt wurde. Die Deutsche Jazzunion fragt sich jedoch, ob diese Plattform lediglich als Mediathek für die gekürzten linearen Angebote dienen wird, oder ob sie auch vielfältige, journalistisch fundierte Inhalte bieten wird. 

Infoblatt und Entwicklungen 

Die Deutsche Jazzunion hat zudem ein Informationsblatt veröffentlicht, das die genauen Auswirkungen der Programmreform auf die Jazzszene erläutert. 

So soll zum Beispiel ab September 2024 an zwei Abenden in der Woche das gleiche Jazzprogramm zu hören sein. An zwei weiteren Abenden werden zwei Sender kooperieren. Manche Sender werden dadurch mehr Jazzprogramme zeigen, bei anderen Sendern wie WDR und NDR wird diese Neuerung jedoch zu einer massiven Reduzierung führen.  

Durch die Streichung der Jazzredaktionen vor drei Jahren, wie bei rbbkultur (jetzt radio 3), fehlen den Sendern außerdem die Ressourcen, um die geforderten Sendungen für den ARD-Verbund zu produzieren. Aus diesen Gründen befürchtet die Deutsche Jazzunion, dass die musikalische Vielfalt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verloren gehen könnte. 

Forderungen der Jazzunion

Die Deutsche Jazzunion fordert von den Entscheidungsträgern der Rundfunkanstalten daher:

  • Keine Kürzung des Jazzbudgets, und keine Kürzungen der Produktions- und Mitschnittbudgets bei den Landesanstalten

  • Keine Kürzungen der Programmvielfalt bei der Transformation vom Linearen ins Digitale

  • Eigene, journalistisch fundierte digitale Formate

  • Abbildung regionaler und musikalischer Vielfalt

  • Langfristig gesicherte journalistische Fachexpertise innerhalb aller Sendeanstalten

  • Erhalt der rundfunkeigenen Big Bands

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