Eine Säule der Kultur
Deutscher Kulturrat fordert stärkere Unterstützung für Ehrenamtliche im Kulturbereich
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Die Studie, die von der Maecenata Stiftung im Auftrag der Kulturstiftung der Länder durchgeführt wurde, zeigt zunächst vor allem eines: Der Kultursektor lebt vom ehrenamtlichen Engagement. Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, erklärt:
"Die Bürgerinnen und Bürger sind selbst künstlerisch tätig [...]. Darüber hinaus werden viele Kultureinrichtungen von Bürgerinnen und Bürgern getragen."
Weiter geht aus der Studie hervor, dass erst zivilgesellschaftliches Engagement den Erhalt der deutschen Kulturlandschaft in einer solchen Breite an Aktivitäten ermöglicht. Die Abhängigkeit von freiwilligem und ehrenamtlichem Engagement zeige erneut, dass nachhaltige Unterstützung und Finanzierung des Kultursektors notwendig sind.
Mangel an Nachwuchs
Das Problem bestehe nicht nur darin, dass beispielsweise Fördervereine die Kulturfinanzierung nicht alleine tragen können, wie Ulrike Petzold, Geschäftsführende Vorständin des DAKU Dachverband der Kulturfördervereine in Deutschland e.V., erklärt.
Neben finanzieller Sicherheit fehlt Nachwuchs, besonders in ehrenamtlichen Führungspositionen, denn ältere Menschen engagieren sich in der Kultur häufiger und stärker als jüngere.
"Gute Rahmenbedingungen" nötig
Olaf Zimmermann fordert im Hinblick auf die große Rolle, die die Zivilgesellschaft bereits für den Kultursektor spielt:
"Der Kulturbereich braucht keinen Anstoß aus der Politik, sich für bürgerschaftliches Engagement zu öffnen. Das machen wir längst! Aufgabe der Politik ist es, für gute Rahmenbedingungen für die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger und die Vereine zu sorgen. Eine bessere Förderpolitik ist notwendig."
Wie diese aussehen soll, wurde ebenfalls mit den Ergebnissen der Studie veröffentlicht.
Fokus auf Nachwuchs und Vereinen
Außerdem fordert der Deutsche Kulturrat gezielte Maßnahmen zur Nachwuchsförderung und Qualifizierung, um dem Mangel an Nachwuchs entgegenzuwirken.
Weiter sollen Vereine gezielt und langfristig finanziell unterstützt werden, da diese die häufigste Form von zivilgesellschaftlichem Engagement darstellen, wie die Studie zeigt.
Zuletzt fordert der Deutsche Kulturrat, dass informelle Initiativen nicht nur anerkannt, sondern auch in die kulturpolitische Strategie integriert werden. Informelle Initiativen zeichnen sich besonders durch hohe Flexibilität und die Möglichkeit, schnell auf kulturelle Bedürfnisse zu reagieren, aus.
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