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Deutschland bleibt weltweit größter Markt für elektronische Musik

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 07.05.2026

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Deutschland bleibt weltweit größter Markt für elektronische Musik

© Yan Krukau via pexels.com

Der kürzlich veröffentlichte IMS Electronic Music Business Report 2025/26 zeigt, wie die globale elektronische Musikindustrie ihren Wachstumskurs fortsetzt. Dabei behauptet Deutschland seine Spitzenposition als weltweiter Marktführer.

Mit einem globalen Gesamtvolumen von 15,1 Milliarden US-Dollar erreicht der Umsatz elektronischer Musik laut IMS Report einen neuen Höchststand, was ihre enorme Bedeutung innerhalb der internationalen Musiklandschaft unterstreicht. 2025 wuchs der Umsatz der elektronischen Musik um 7 Prozent nach 6 Prozent im Jahr 2024.

Gesamte Branche im Wachstum

Zu diesem Wachstum trugen Labels, Publisher, Streaming-Dienste und der Live-Sektor gleichermaßen bei. Insgesamt tragen sie rund 92,1 US-Dollar der Branche. Der Live-Anteil verdoppelte im Vergleich zum Vorjahr sein Wachstum, eine immer noch bemerkbare Auswirkung nach der Corona-Pandemie.

Das Wachstum des Streaming-Bereiches ist vor allem durch Nutzer:innen des globalen Südens bedingt, aus denen die Mehrheit der neuen Abonnent:innen stammten.

Deutschland als Kernmarkt der Elektro-Musik

Im Ländervergleich ist der Anteil deutscher Elektronik-Fans aktuell am größten, die allein bei Spotify kumuliert 604 Millionen Hörer:innen monatlich ausmachen. Sogar der weitaus größere US-Musikmarkt erreicht nur 402 Millionen Hörer. Dabei handelt es sich wohlgemerkt nicht um Einzelpersonen, sondern um den Gesamtkonsum elektronischer Musik nach Ländern.

Der Bericht identifiziert Deutschland, die Niederlande und Australien als die drei Märkte, in denen die Zahl der kumulierten Streams mehr als das Fünffache der Gesamtbevölkerung erreicht. Elektronische Musik ist in Deutschland stärker und tiefer verankert als anderswo.

Elektronische Musik im Mainstream

Die globale Reichweite digitaler Plattformen sorgt dafür, dass elektronische Tracks besonders stark performen, denn elektronische Musik benötigt oft keine Sprache. Elektronische Musik wächst daher besonders stark in Ländern mit vergleichsweise junger Bevölkerung.

Fans elektronischer Musik sind echte Szene-Liebhaber. Nach Zahlen des IMS Berichts gaben 66 Prozent an, ihnen sei es innerhalb der Szene besonders wichtig, sie selbst sein zu können. Fans anderer Musik vertraten diese Aussage nur mit 55 Prozent. Auch die Verbindung über gemeinsame Interessen hat eine besondere Bedeutung. 

Zudem hören Liebhaber elektronischer Musik diese durchschnittlich mehr als Liebhaber anderer Genres und geben zudem mehr Geld dafür aus.

Geschlechterungleichheit zwischen DJs

Laut dem Report ist der Unterschied der Repräsentation zwischen männlichen und weiblichen DJs in der Szene immer noch groß. Obwohl der Anteil weiblicher DJs in den letzten Jahren jeweils um einen Prozentpunkt gestiegen ist, liegt er 2025 immer noch bei nur 15 Prozent. 

Frauen seien zwar öfter Headliner und haben mehr Vorbilder als früher, dennoch müsse die Industrie Jahrzehnte an strukturellen Verhaltensmustern sowie Vorurteilen abbauen. 

Entwicklung der Sub-Genres

In den letzten Jahren hielten Tech House und House ihren Platz in den Top 3 Genres der elektronischen Musik. Zuletzt löste Melodic House and Techno Drum and Bass ab. Besonders auffallend ist der Anstieg von Afro-House.

Auf SoundCloud waren House, Hardcore, Trance, Dupstep und Techno die fünf beliebtesten Genres. Die App ist eine Plattform für die Entwicklung von Nischen und Underground-Kultur. Bei einer unsicheren Weltlage würden laut IMS schnellere und härtere Sounds populärer, daher sei dort auch zukünftig ein fortschreitendes Wachstum zu erwarten.

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