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Zukunftsfähigkeit und Sicherheit

Die Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft fordert Maßnahmen für eine zukunftsfähige Eventbranche

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 09.12.2024

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Die Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft fordert Maßnahmen für eine zukunftsfähige Eventbranche

© Sebastian Haenel

Ende November fand in Berlin zum vierten Mal die Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft statt. Die Teilnehmer diskutierten gemeinsam über die Herausforderungen der Veranstaltungswirtschaft und besprachen konkrete Lösungsansätze.

Die Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft bot Gelegenheit zum Austausch der Veranstaltungswirtschaft mit der Politik. Wichtiges Thema dabei war die Aufbereitung der Corona-Pandemie.

Die "Post-Pandemie Ära"

In einer Paneldiskussion unter dem Namen "Post-Pandemie Ära – Lehren für zukünftige Krisen" befasste sich die Konferenz mit Fragen wie "Wo steht die Veranstaltungsbranche nach vier schwierigen Jahren?" und "Wie lassen sich Maßnahmen und Unterstützungen bei zukünftigen Pandemien planungssicherer und verlässlicher gestalten?"

Im Zuge dieser Diskussion gab der Rechtsanwalt Johannes Voß-Lünemann (Fieldfisher) einen Überblick über die rechtlichen Herausforderungen und Fristen bei den Schlussabrechnungen der Corona-Hilfen. Die Kanzlei Fieldfisher betreut Unternehmen bei Einsprüchen oder Klagen gegen Bescheide zu diesen Schlussabrechnungen. Außerdem wies er auf die Besonderheiten im Bundesland Hessen hin, wo Unternehmen direkt, ohne Möglichkeit auf Einspruch, klagen müssen. Das Prüfen von Anträgen würde wohl noch bis 2030 andauern.

Aus den Gesprächen ging ein Verlangen nach landes- und bundesweit einheitlichen und verständlichen Regelungen, finanzieller Unterstützung für die Veranstaltungsbranche und einem Branchenpapier für Krisenprävention und Notfallmanagement hervor.

Eine sichere Zukunft für die Veranstaltungswirtschaft 

In einer zweiten Paneldiskussion stand die Zukunftsfähigkeit der Veranstaltungsbranche im Mittelpunkt. Die Teilnehmer forderten eine Berücksichtigung der unregelmäßige Arbeitszeiten, die in der Veranstaltungswirtschaft notwendigerweise vorkommen.

Auch bei den Regeln für Scheinselbstständigkeit und bei den rechtlichen Unsicherheiten bei der Beauftragung von Solo-Selbstständigen forderten die Teilnehmer "branchenspezifische und praxisnahe Regelungen" von der künftigen Bundesregierung.

Forderungskatalog verabschiedet

Im Zuge der beiden Diskussionen wurden vier Schwerpunkte festgelegt, denen sich die Politik im kommenden Jahr widmen sollte:

1. Zukunftsfähigkeit und Resilienz der deutschen Veranstaltungswirtschaft stärken

2. Rahmenbedingungen für Wachstum in einer stagnierenden Wirtschaft schaffen

3. Politische Maßnahmen zur Entbürokratisierung und Flexibilisierung

4. Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil: Die Transformation vorantreiben

Für die Umsetzung dieser Schwerpunkte stellten die Teilnehmer*innen der Konferenz ebenfalls konkrete Forderungen. Zum einen soll eine Enquette-Kommission die Schutzmaßnahmen der Pandemie bewerten und einen Leitplan für die Zukunft entwickeln. 

Weiter sollen finanzielle Mittel für das Wachstum der Veranstaltungsbranche bereitgestellt werden. Sie sollen beispielsweise die Digitalisierung vorantreiben oder in Förderungsmaßnahmen wie Weiterbildung oder neue Geschäftsmodelle investiert werden. Außerdem fordert die Konferenz Entbürokratisierung. Diese soll für einfache und faire Abrechnungsprozesse sowie für klare und sichere Regelungen bezüglich der  Beschäftigung und Arbeitslosenversicherung von Solo-Selbstständigen sorgen.

Sichere Zukunft für die Veranstaltungswirtschaft

"Jetzt ist die Zeit für entschlossenes Handeln", sagt Mike P. Heisel, Mitglied im Rat der Vertreter*innen für 2025, "Mit klaren politischen Regelungen und mutigen Lösungen können wir die Veranstaltungswirtschaft widerstandsfähiger und nachhaltiger machen – und so langfristig ihre Rolle als unverzichtbaren Teil der deutschen Wirtschaft sichern."

Das Ziel der Maßnahmen ist es, der Veranstaltungswirtschaft, die immerhin der sechstgrößte Wirtschaftszweig Deutschlands ist, eine sichere Zukunft zu gewährleisten.

Neuer Vertreter*innen-Rat für 2025

Im Rahmen der Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft 2024 wurde außerdem ein neuer Vertreter*innen-rat gewählt. Der Rat, der für ein Jahr gewählt wird, soll sich auch im nächsten Jahr für die Interessen und Belange der Veranstaltungswirtschaft einsetzen.

2025 setzt er sich zusammen aus folgenden Mitgliedern: Justus Benedikt Brand, Alexander Ostermaier, Jens Langner, Marcel Fery, Ellen Kamrad, Björn Kempe, Mike P. Heisel, Christian Eichenberger.

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