Wegen zu geringer Förderung
Jazzclubs in Baden-Württemberg stehen vor einer unsicheren Zukunft
© Jan Kopřiva via pexels.com
Jazzclubs in Baden-Württemberg werden größtenteils ehrenamtlich verwaltet. Während die steigenden Kosten für Gagen, Energie und GEMA-Beiträge die Clubs vor große Herausforderungen stellen, kommt vom Land zu wenig Hilfe und Unterstützung, kritisiert der Jazzverband Baden-Württemberg.
Zu großer Aufwand, zu wenig Förderung
Besonders für Ehrenamtliche ist es ein enormer Aufwand, neben der gesamten Verwaltungsarbeit der Jazzclubs auch noch die Beantragung von Fördergeldern zu übernehmen.
Hinzu kommt, dass die zur Verfügung stehenden Gelder seit acht Jahren nicht erhöht wurden und nicht ausreichen, um Jazzclubs eine nachhaltige Zukunft zu sichern. Auch eine einmalige Erhöhung für 2024 hilft wenig gegen die Schließungen, die vielen Jazzclubs drohen.
Mehr als nur Kulturverlust
Jazzclubs und Spielstätten veranstalten trotz Kostendruck ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm, so der Jazzverband Baden-Württemberg. Schließungen würden einen enormen Kulturverlust für das Land bedeuten.
Auch Musiker und Musikerinnen würden, mehr als ohnehin schon, unter den Schließungen leiden. Besonders im ländlichen Raum spielen Jazzclubs eine große Rolle. Sie bieten als wichtiger Kulturstandort nicht nur für Nachwuchstalente eine Auftrittsmöglichkeit, sondern sind auch für viele Musikerinnen und Musiker zur Lebensgrundlage geworden.
Eine Schließung würde somit nicht nur die Kulturvielfalt, sondern auch die Existenz vieler Künstler*innen bedrohen.
Ähnliche Themen
Für Zukunftssicherheit im Jazz
Deutsche Jazzunion stellt Forderungen an neue Bundesregierung
veröffentlicht am 28.02.2025 1
Dringender Appell
Deutsche Jazzverbände fordern Rücknahme der Kürzungen und höhere Investitionen in Kultur
veröffentlicht am 13.12.2024
Jazz mit allen Sinnen
ARD erweitert digitales Kulturangebot um vielfältiges Jazzprogramm
veröffentlicht am 11.11.2024 2