Viel Potential
Kantar sieht großes Wachstumspotential bei Streaming-Diensten
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Die Studie stützt sich dabei auf Daten, die zwischen April und Juni 2024 von Streamern in Großbritannien, den USA, Australien, Deutschland, Spanien und Frankreich erhoben wurden.
Weiteres Wachstum möglich
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Musikstreamingdienste insgesamt ein Wachstum verzeichnen, was auch auf die Erweiterung des Angebots auf nicht-musikalische Inhalte wie Podcasts und Hörbücher zurückzuführen ist.
Kantar sieht die Ausdifferenzierung des Angebots als Schlüssel zu mehr Wachstum: Dadurch könnten insbesondere ältere Hörer für den Abschluss eines Abos gewonnen werden. Schlüssel sei aber auch, den Fokus darauf zu legen die richtigen Inhalte für die jeweiligen Altersgruppen anzubieten, so Craig Armer von Kantar:
"Jüngere Hörer zeigen ein größeres Interesse an den Empfehlungen, die die Algorithmen des Dienstes generieren, während ältere Hörer vorgefertigte Playlists nutzen. Dienste, die den Bedürfnissen unterschiedlicher Zielgruppen gerecht werden und gleichzeitig attraktive Inhalte jenseits der Musik anbieten, werden auf diesem dynamischen Markt nachhaltig erfolgreich sein."
Weiteres Wachstumspotential
Kantars Studie zeigt weiterhin, dass 85 Prozent der Personen, die keine Musik streamen, Interesse am Musikhören zeigen, was auf Wachstumspotenzial von Streaming-Diensten hindeutet.
Jedoch sind 42 Prozent der Befragten nicht bereit, Gebühren für ein Abo zu zahlen. Dies zeigt sich auch darin, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis der wichtigste Faktor für den Abschluss neuer Premium-Abonnements in allen demografischen Gruppen ist. Dazu erneut Craig Armer:
"Da viele Nicht-Streamer zwar an Musik interessiert sind, aber aus Kostengründen zögern, sollten sich die Dienste darauf konzentrieren, Empfehlungen von zufriedenen Nutzern zu nutzen, um diese unerschlossene Zielgruppe zu gewinnen."
Ausnahmen und weitere Entscheidungsfaktoren
Eine Ausnahme stellt dabei Gen Z dar, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurden. Bei dieser Gruppe war die Nutzung der gleichen Streaming-Plattform wie ihre Freunde der entscheidende Faktor.
Weitere wichtige Einflüsse, die zum Abschluss eines Abos führen, sind kostenlose Testversionen und Empfehlungen von Freunden und Familie.
Youtube und Spotify wachsen
YouTube Music hat laut Studie im zweiten Quartal 2024 die Spitzenposition als "meistgenutzter Musik-Streaming-Dienst" eingenommen. Bereits im Jahr 2023 verzeichnete YouTube Music ein starkes Wachstum.
Auch Spotify erzielte im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 2 Prozent. Dabei ist Spotify die bevorzugte Streamingplattform bei den über 55-jährigen, die durch Empfehlungen ihrer Bekannten ein Abo abschließen. Craig Armer von Kantar erklärt dazu:
"Die Hälfte der Spotify-Premium-Abonnenten wird den Dienst wahrscheinlich an Freunde und Verwandte weiterempfehlen. Dies deutet darauf hin, dass Nichtnutzer in zufriedene Abonnenten umgewandelt werden können, wenn es einem Dienst gelingt, sie davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, für sein Angebot zu zahlen."
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