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"Urinlachen und Lärmbelästigung" als Ursache?

Keine Kooperation seitens der Vermieter: Die Rockfabrik Ludwigsburg muss wahrscheinlich Ende 2019 schließen

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 27.06.2019

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Keine Kooperation seitens der Vermieter: Die Rockfabrik Ludwigsburg muss wahrscheinlich Ende 2019 schließen

Blutengel live in der "Rofa" (2011). © Eric C. Späte via Flickr (https://flic.kr/p/qdqoT1) / Lizenz: CC BY-NC 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/)

Es scheint, als müsse die Ludwigsburger Konzert- und Partylocation Rockfabrik Ende 2019 schließen. Trotz zahlreicher Appelle zeigt der Vermieter der Spielstätte keinerlei Bereitschaft, den Mietvertrag erneut zu verlängern.

Im April 2019 hieß es, der Mietvertrag für die Rockfabrik Ludwigsburg (Rofa) würde verlängert. Im Juni 2019 wurde bekannt, dass der Vermieter Max Maier nicht bereit ist, den Mietvertrag der Rock-Disco zu verlängern.

Fans der Rockfabrik initiierten daraufhin eine an Maier adressierte Petition, die derzeit (Stand: 27.6.2019) 26.952 Stimmen vorweisen kann. Lokalpolitiker wie der Ludwigsburger Oberbürgermeister Werner Spec, Musiker von bekannten deutschen Bands, darunter Primal Fear und Destruction, und auch Musikmagazine wie Deaf Forever und Rock Hard solidarisierten sich mit der Spielstätte. 

Der Vermieter schweigt

Diese Solidaritätsbekundungen reichen offenbar nicht aus, Max Maier umzustimmen. Nach Berichten der Stuttgarter Nachrichten beharrt dieser auf einer Schließung der Rofa bis Ende 2019.

Dabei gibt sich Maier unnahbar: Die Kommunikation erfolgt über seine Anwälte, die Betreiber der Rockfabrik bemühen sich seit Monaten vergeblich um ein Gespräch. Man respektiere die Entscheidung Maiers und hätte keinerlei Absicht, diese anzufechten – jedoch wolle man den Grund für seine plötztliche Meinungsänderung wissen. Bisher habe es zwischen dem Vermieter und den Geschäftsführern der Rockfabrik nie Streit gegeben. 

Spekulationen

In den Kommentaren der Petition zum Erhalt der Rofa wird spekuliert, dass angebliche Verschmutzung des Geländes um die Rockfabrik und des benachbarten Kauflandes ein Grund sei. Die Gäste der Diskothek seien auch für Urinlachen und Lärmbelästigung verantwortlich. 

Johannes Rossbacher, einer der drei Geschäftsführer der Rockfabrik, gibt an, um diese Probleme zu wissen. Bereits jetzt sei man darum bemüht, den anfallenden Müll so gut es geht zu beseitigen – sollte dies tatsächlich ein Problem sein, wolle man gemeinsam eine Lösung finden. Dies ginge jedoch nur, wenn sich Vermieter Maier endlich zu einem Gespräch bereit erkläre.

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Grönerstr. 25, 71636 Ludwigsburg

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