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Die Besitzer geben nicht auf

Clubsterben: KitKat und Sage-Club in Berlin müssen 2020 voraussichtlich schließen

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 29.11.2019

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Clubsterben: KitKat und Sage-Club in Berlin müssen 2020 voraussichtlich schließen

KitKatClub und Sage in Berlin. © "Ceremonies" via Flickr (https://flic.kr/p/Sj3BxB) / Lizenz: CC BY-ND 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/)

Das KitKat und der Sage-Club in Berlin, die sich die Räumlichkeiten teilen, müssen schließen: Beiden Clubs wurde zum Juni 2020 gekündigt. Doch die Betreiber geben die Hoffnung nicht auf.

Der KitKatClub lockte bisher wochenends das Fetisch-Publikum in die Räumlichkeiten Köpenicker Ecke Brückenstraße; unter der Woche nutzte der Sage Club das Gebäude für seine eigenen Veranstaltungen. Nun wurden den Clubs die geteilten Räumlichkeiten von Seiten des privaten Investors zum Sommer 2020 gekündigt

Ungewisse Zukunft

Die Informationen zur Weiternutzung des Areals, auf dem KitKat und Sage beheimatet sind, sind widersprüchlich: Während Lukas Drevenstedt, Geschäftsführer der Clubcommission, gegenüber der Berliner Zeitung angibt, dass es keine Pläne zur Weiternutzung gebe, fürchtet der Sage-Betreiber Sascha Disselkamp die Errichtung von Neubauten auf dem Gelände.

Im Tagesspiegel wiederum heißt es, dass auf dem Areal ein Hotel errichtet werden solle. Die Räumlichkeiten von KitKat und Sagen blieben dabei zwar unberührt, der Clubbetrieb werde so jedoch verunmöglicht.

Drevenstedt hofft weiterhin auf eine gütliche Einigung mit den Hauseigentümern, wenngleich es bisher noch nicht gelungen sein, Kontakt mit diesen herzustellen. Auch der Eigenankauf des Gebäudes sei durchaus eine Option. 

Clubs und Spielstätten in Berlin

Erst kürzlich hatte die Berliner Clubcommission in einer Studie die Bedeutung der Berliner Clubszene als schützenswerter Wirtschaftsfaktor und Kulturgut herausgearbeitet: Gut ein Viertel der Touristinnen und Touristen besuchen die Stadt wegen ihrer Clubkultur und sorgen damit für rund 1,5 Milliarden Euro Einnahmen bei den Hotels, im Nahverkehr und im Einzelhandel

Um die Clubszene in Berlin zu schützen, stellten die Bundestagsfraktionen der Linken und der Grünen Anträge, zukünftig Musikclubs aus der Vergnügungsstättenverordnung herauszulösen.

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