Erfolgsbilanz und Ausblick
MIDiA-Studie prognostiziert starken Anstieg der Einnahmen von Musikverlagen bis 2031
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Musikverlage, die zuvor eine eher bescheidene Rolle spielten, konnten im Streaming-Zeitalter durch gezielte Lobbyarbeit und optimierte Lizenzierungsstrategien ihren Marktanteil erheblich ausbauen, wie die Veröffentlichung zeigt.
Starkes Wachstum
Im Jahr 2023 erlebte das Musikverlagswesen einen signifikanten Umsatzsprung von 12,0 Prozent, wodurch die globalen Einnahmen der Musikverlage auf 10,1 Milliarden US-Dollar stiegen. Zum Vergleich: Die Plattenfirmen verzeichneten ein Umsatzwachstum von 9,1 Prozent im gleichen Zeitraum.
Das Musikverlagswesen wächst damit weiterhin schneller als die Einnahmen der Labels. Warner Chappell erzielte mit einem Anstieg von 16,6 Prozent auf 1,1 Milliarden US-Dollar das höchste Wachstum unter den Verlagen.
Sony Music Publishing bleibt der größte Musikverlag, während Universal Music Publishing mit einem Wachstum von 10,5 Prozent auf 2,1 Milliarden US-Dollar an Bedeutung gewinnt. Unabhängige Verlage verzeichneten ein Wachstum von 12,7 Prozent.
Erfolg durch neue Möglichkeiten
Musikverlage haben sich laut MIDiA mittlerweile erfolgreich in neuen Bereichen der Streaming-Wirtschaft etabliert und erhalten durch Verträge mit Plattformen wie TikTok, Meta und Snapchat höhere Tantiemenanteile als durch traditionelle Verträge.
Das schnellere Wachstum der Verlage im Vergleich zu Plattenfirmen lässt sich zum Teil auf ihre vorteilhafteren Einnahmequellen zurückführen. Damit sind beispielsweise die Einnahmen aus Live-Performances und Konzerten sowie das Streaming außerhalb der sozialen Medien gemeint.
Auch der Anstieg bei Video-on-Demand trägt zur Erhöhung der TV- und Videotantiemen bei und würde das zukünftige Marktwachstum weiter unterstützen.
Vielversprechende Prognose trotz Hindernisse
Allerdings weist die MIDiA-Studie auch darauf hin, dass nicht alle Bereiche der Musikverlage ungehindert wachsen. So sei durch veränderte Lebensgewohnheiten ein Rückgang der Einnahmen durch öffentliche Aufführung beispielsweise in Ladengeschäften zu erwarten.
Auch die Einnahmen aus der Live-Musik könnten bedingt durch Marktsättigung und steigende Ticketpreise bald ihren endgültigen Höhepunkt erreichen. Zudem sei zu erwarten, dass die traditionellen mechanischen Tantiemen zurückgehen werden, sobald die Nachfrage nach physischer Musik weiter nachlässt.
Das starke Wachstum im Streaming-Bereich werde aber diese Einbußen wettmachen. MIDiA rechnet mit einem Anstieg der Gesamteinnahmen der Musikverlage auf bis zu 16,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2031.
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