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Lizenzierungsvereinbarungen mit allen Majors

Musik als Micro-Content: Messenger-App "Feels" testet neues Geschäftsmodell

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 26.03.2026

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Musik als Micro-Content: Messenger-App "Feels" testet neues Geschäftsmodell

© Akinyemi Gbadamosi

Sagt ein Song mehr als tausend Worte? Das könnte sich demnächst zeigen, denn mit Feels startet nun eine Messenger-App, die Musik direkt in alltägliche Kommunikation integrieren soll. Hinter dem Konzept steckt jedoch mehr als ein neues Social-Feature, denn auch die Musikindstrie testet hier neue Wege der Nutzung und Monetarisierung.

Die neue App bietet eine Plattform, die Musik direkt in alltägliche Kommunikation integriert. User können kurze Audio- und Videoclips, Songzeilen oder visuelle Elemente verschicken und das ähnlich einfach wie Emojis oder GIFs in anderen Messenger-Apps.

Mithilfe von Feels soll Musik nicht mehr nur gehört werden, sondern aktiv genutzt werden, um Gefühle und Stimmungen auszudrücken. Auf diese Weise soll Musik eine interaktive Rolle im Alltag der User zukommen.

Unterstützt wird das Unternehmen von Brancheninsidern wie Paul Rosenberg, dem langjährigen Manager von Eminem. 

Zugriff auf Millionen Songs 

Ein entscheidender Faktor für den Start der App sind umfassende Lizenzvereinbarungen mit den drei Major-Labels Universal Music Group, Sony Music Entertainment und Warner Music Group.

Dadurch erhält Feels Zugriff auf Millionen Songs, Videos und Songtexte. Anders als viele frühere Social-Plattformen startet Feels somit von Anfang an vollständig lizenziert.

Neue Erlösmodelle durch Micro-Usage

Ein zentrales Versprechen der App liegt im Geschäftsmodell. Jede versendete Musiknachricht kann potenziell Einnahmen für Künstler*innen generieren. Gleichzeitig werden User direkt zu vollständigen Songs oder offiziellen Videos weitergeleitet.

Damit entsteht ein neues Nutzungsszenario. Nicht der einzelne Stream steht im Fokus, sondern viele kleine Interaktionen im Alltag, sogenannte Micro-Usage-Momente.

Dieses Prinzip erinnert an Plattformen wie TikTok, wo kurze Musiknutzung oft massive Streaming Effekte auslöst. Feels jedoch integriert diese Nutzung jedoch anders als TikTok direkt in private Kommunikation.

Plattformökonomie: Musik wird Infrastruktur

Während klassische Streamingdienste wie Spotify oder Apple Music auf bewusstes Hören setzen, wird Musik bei Feels zum Teil von Gesprächen.

Für Labels stellt das einen strategischen Wandel dar. Musik wird kontextualisiert statt isoliert konsumiert. Die Nutzung findet dabei in sozialen Interaktionen statt, was wiederum dazu führt, dass Reichweite nicht nur durch Plays, sondern durch Kommunikation entsteht.

Die Technologie hinter der App

Technologisch setzt die App auf Machine Learning und KI, um Songs bestimmten Emotionen zuzuordnen. Nutzer*innen können gezielt nach Stimmungen, Situationen oder Lyrics suchen und passende Inhalte auswählen.

Ergänzt wird das durch Features wie eine integrierte Tastatur, die das Teilen direkt in Messenger oder Social Media ermöglicht. Auf diese Art und Weise soll Musik so schnell und intuitiv nutzbar sein wie jede andere digitale Ausdrucksform. 

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