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Das t.blog-Team sucht die ideale Lösung

Online-Probe in Corona-Zeiten: Tools für die musikalische Videokonferenz

News von Musikhaus Thomann
veröffentlicht am 14.01.2021 | Gesponserter Inhalt

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Online-Probe in Corona-Zeiten: Tools für die musikalische Videokonferenz

© Musikhaus Thomann

Corona erschwert gemeinsame Sessions. Dieses Problem soll nun durch verschiedene Tools für virtuelle Musikkonferenzen gelöst werden. Das t.blog-Team stellt euch geeignete Programme vor und erklärt euch, was ihr dafür braucht.

Die Corona-Pandemie verlangt uns einiges ab. Sessions mit mehreren physisch anwesenden Musikern sind gegenwärtig nicht möglich. Aber es wäre doch gelacht, wenn das Virus unsere Kreativität und gemeinsame Proben vollkommen ausbremsen würde. Die Lösung: Wir begeben uns in die virtuelle Welt und vernetzen uns online. Immerhin gibt es Plattformen, die exakt für die musikalische Video- und Streaming-Schalte konfektioniert sind.

Mit unbedarften Kenntnissen könnte man glauben, ein simples Tool wie Skype, Zoom oder TeamSpeak, Jitsi Meet oder Discord, FaceTime oder WhatsApp genüge, um gemeinsam online zu jammen. Ganz so simpel ist es nicht. Bei mehreren Teilnehmern kommen diese Lösungen aufgrund der zu hohen Verzögerungszeiten und eingeschränkten Funktionen an ihre Grenzen.

Jamkazam – speziell für Musiker entwickelt

Jamkazam wurde von Anfang an speziell für die Anforderungen von Musikern konzipiert. Das Programm überzeugt durch niedrige Latenz und hohe Audioqualität. Zudem sind etliche nützliche Features wie der umfangreiche Mixer, das Screen- und Filesharing und auch das Metronom integriert. Jamkazam arbeitet ausschließlich auf 64-Bit-Betriebssystemen.

Wer auf die kostenpflichtigen Backing- und Jam-Tracks verzichtet, kann das Programm unentgeltlich nutzen. Jamkazam muss detailliert eingestellt werden, damit es gut und mit möglichst wenig  Verzögerung funktioniert. Die Interaktion erfolgt nicht über einen Server, stattdessen Peer-to-Peer zwischen den Rechnern der teilnehmenden Musiker. Gerade deshalb ist die Installation anspruchsvoll, aber solche Hürden nehmen wir Musiker im Vorübergehen.

Jamulus – Open-Source-Plattform kontinuierlich weiterentwickelt

Bei Jamulus handelt es sich um eine kostenloses Open-Source-Programm. Das Online-Tool für das gemeinsame Jammen, Proben oder das Veranstalten von virtuellen Konzerten ist keinesfalls neu. Die User profitieren davon, dass diese bereits seit Jahren existierende Plattform kontinuierlich von der Online-Crowd weiterentwickelt und verbessert wird.

Der Nachteil: Jamulus bietet keine Videoübertragung; allerdings lässt sich dieses Manko dadurch umgehen, indem man beispielsweise Zoom mit deaktiviertem Audio nebenbei nutzt. Wie bei den meisten anderen Tools entscheidet sich die Übertragungsqualität am genutzten Server, der leistungsfähiger sein muss als herkömmliche Web-Hosting-Server.

Steinberg VST Connect – die Lösung vom Software-Profi 

Erst kürzlich haben die Software-Spezialisten von Steinberg mit VST Connect 5 ihr neuestes Update ihrer Online-Kollaborationssoftware präsentiert. Steinberg VST ist eine Add-on-Software, bei der Gesangstimmen und Instrumente mit exaktem Timing aufgenommen werden und Keyboarder MIDI-Noten unmittelbar zum Song einspielen können.

In der aktuellen Version können Cubase oder Nuendeo als Kommunikationszentrale genutzt werden. Die neue Videostreaming-Funktion lässt euch mit euren Bandkollegen oder Musikgästen in der virtuellen Ferne nah zusammenrücken. Eigentlich so, als spielt die Musik in einem einzigen Raum, obschon der eine vielleicht in Buxtehude, die anderen in Paris, New York und sonst wo sitzen.

Sofasession wieder zum Leben erweckt 

Sofasession war von den Betreibern aus Liquiditätsgründen bereits eingestellt worden. Die Nutzung der Kollaborationsplattform ist für die User kostenlos, was dazu führte, dass die Serverkosten von den Betreibern nicht mehr gestemmt werden konnten. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Tools zum Online-Musizieren gerade in Corona-Zeiten wurde es wieder neu aus dem Boden gestampft.

Etliche Musiker hatten sich an die Plattform gewandt, die sich im Zuge der „Stay at home“-Bedingungen eine Möglichkeit zum Online-Musizieren wünschten. Sofasession ist in seinen Funktionen ziemlich eingeschränkt, hat eine mittlere Audioqualität und Latenz, überträgt außerdem ausschließlich Audio. Gerade weil mit Hochdruck an Verbesserungen gearbeitet wird, sollte man das Tool im Auge behalten.

Und was sonst noch benötigt wird 

Allemal sinnvoll ist ein Audiointerface. Das muss nicht zwangsläufig teuer sein, sollte aber unbedingt die benötigt niedrige Latenzzeit abbilden. Eine gute Lösung dafür ist das Steinberg UR242 USB 2.0 Audiointerface. Mit an Board hat es verzögerungsfreie Effekte und ein DSP-basiertes und somit latenzfreies Monitoring. Kleiner Vorteil am Rande: Die Cubase AI Software von Steinberg ist als Software-Version inklusive.

Natürlich müsst ihr selbst gesehen und gehört werden. Verwenden könnt ihr dafür zunächst die Webcam am Laptop. Besserer Resultate werdet ihr vermutlich mit einer externen Kamera erzielen. Schließlich wollt ihr auch optisch überzeugen. Wichtig dabei ist die Full-HD-Auflösung. Frisch auf dem Markt ist die Swissonic Webcam 2 Full-HD AF, die ein Mikrofon gleich mit an Bord hat. Kompatibel ist die Webcam mit Mac OS und Windows.

Sofern ihr die Stimme oder akustische Instrumente aufnehmen wollt, benötigt ihr bekanntlich ein Mikrofon. Letztlich reden wir hier von der online gestreamten Variante des Home-Recording.  Gute Ergebnis lassen sich dabei mit Studio-Großmembranmikrofonen erzielen. So etwa mit dem t.bone SC-450, sinnvollerweise gleich im Set mit Popp-Killer.

Unbedingt nützlich ist ein Kleinmixer. Das muss kein bühnenreifes Monstrum sein. Weitaus wichtiger ist die integrierte USB-Soundkarte. Auch sollte das Pult selbstredend genügend Kanäle zur Verfügung stellen und eine vernünftig konzipierte Equalizer- und Effektsektion besitzen. Bewährt hat sich das Behringer Xenyx X1204 USB-Mischpult. Als Bundle gewählt, kommt es im praktischen und stabilen Case.

Wollt ihr mit mehreren Musikern online gemeinsam proben, ist die Übertragung mit minimaler Latenz zwingend nötig. Andernfalls holpert alles fröhlich durcheinander. Gleichermaßen wichtig wie die Software ist die genutzte Hardware. Insbesondere der möglichst leistungsfähige Server, sofern nicht Port to Port übertragen wird. Und ebenso klar ist: Wenn eure eigene Internetverbindung zu lahm ist, ist dies die erste Stellschraube, an der ihr drehen müsst. Aber die Zeiten dürften ja selbst hierzulande bald vorüber sein, hoffentlich.

Na dann, hoffentlich konnte dieser Artikel euch an paar Inspirationen an die Hand reichen. Bei Backstage PRO findet ihr weiteres dazu.

 

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