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Konzertjahr 2023 in Zahlen

Song Economy: GEMA bietet Einblick in Daten über die deutsche Musikkultur

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 13.12.2024

gema liveszene

Song Economy: GEMA bietet Einblick in Daten über die deutsche Musikkultur

© Josh Sorenson via pexels.com

Die GEMA veröffentlicht eine neue Plattform, auf der sie Musikschaffende und die gesamte Branche mit Einblicken in die Musiknutzung unterstützt. Die Song Economy startet mit einem Rückblick auf die Konzerte im Jahr 2023.

Die GEMA erfasst als Verwertungsgesellschaft die Musiknutzungen in Deutschland in diversen Bereichen. Darunter fällt die Verbreitung im Rundfunk, Live-Musik oder das Streaming. Diese Daten werden künftig auf der Seite Song Economy veröffentlicht.

Mit den dadurch entstehenden Daten wolle die GEMA die Branche unterstützen, erklärt CEO Tobias Holzmüller und erläutert:

"Als eine der weltweit größten Verwertungsgesellschaften verfügen wir über einen einzigartigen Datenschatz. Mit der regelmäßigen Veröffentlichung von Kerndaten verdeutlichen wir den besonderen Stellenwert der Musik in Deutschland."

Konzertbranche von Corona erholt

Der erste Datensatz, den die GEMA in ihrer Song Economy veröffentlicht hat, gibt Einblicke in das Konzertjahr 2023. Insgesamt fanden deutschlandweit 217.999 Konzerte statt – das umfasst hauptsächlich Konzerte der Unterhaltungsmusik. Konzerte der ernsten Musik sind nicht berücksichtigt, ebenso nicht Veranstaltungen mit Livemusik, bei denen der musikalische Auftritt nicht im Vordergrund steht.

Die Gesamtzahl der Konzerte erreichte 2023 nahezu wieder das Niveau vor der Corona-Pandemie: 2019 fanden deutschlandweit 223.633 Konzerte statt, ehe die Zahlen zunächst drastisch zurückgingen. 2022, als in den ersten vier Monaten noch Corona-Einschränkungen gab, lag der Wert bei 187.794 Konzerten. Die Zahl der Konzerte stieg also binnen eines Jahres um 30.000.

Der Monatsvergleich

Die meisten der Veranstaltungen fanden im Herbst statt: Im Zeitraum von Oktober bis Dezember war die Konzertdichte 2023 am höchsten. Vor allem im Dezember fanden zahlreiche Events statt: 23.600 Konzerte protokollierte die GEMA in diesem Monat. Mit 11.100 Konzerten schnitt der Januar am schwächsten ab.

Hinsichtlich der Besucherverteilung ergibt sich allerdings ein anderes Bild: Die höchste Zahl der Besucher wurde im 2023 registriert. Im Zeitraum von Juni bis August betrugt die Zahl der Konzertbesuche 21,4 Millionen. Grund dafür sind natürlich die großen Stadion-Konzerte, Open-Air-Shows und Festivals.

Bayern dominiert

Im Jahr 2023 fanden die meisten Konzerte in Bayern statt: 39.667 Veranstaltungen wurden in diesem Bundesland gezählt. Nordrhein-Westfalen (34.960) und Baden-Württemberg (31.963) komplettieren die Treppchen-Plätze. 

Die hohe Konzertanzahl in Bayern liegt nicht an großen Spielstätten, sondern an den vielen bayerischen Kurbädern. Der Veranstaltungsort mit den meisten Konzerten in 2023 war mit 612 Konzerten das Kleine Kurhaus in Bad Füssing.

Das Münchner Olympiastadion und die benachbarte Olympiahalle führen dafür eine weitere Kategorie der GEMA-Daten an: 1.090.125 Menschen besuchten ein Konzert in den für die Olympischen Spiele 1972 erbauten Veranstaltungsorten. Die Lanxess-Arena in Köln verzeichnete 990.513 Besucher, in der Uber Arena in Berlin waren es 700.450 Zuschauer.

Konzertvielfalt im Osten Deutschlands

Die GEMA hat das Konzertjahr 2023 auch für die einzelnen Städte errechnet. Sowohl im Bereich der Veranstaltungen als auch hinsichtlich der Zuschauer führen Berlin, Hamburg und München das Ranking an.

Berlin dominiert zwar in beiden Kategorien, der Vergleich der drei Städte verdeutlicht aber auch, dass es in der Hauptstadt mehr kleine Veranstaltungen gibt – 2023 verzeichnete Berlin (5.336.036) circa 1,7 mal so viele Besucher wie München (3.314.668) bei 2,5 mal so vielen Konzerten.

Da es in anderen östlichen Städten wie Leipzig und Dresden ähnliche Tendenzen gibt, deutet die GEMA diese Werte als "Hinweis für musikalische Vielfalt" im Osten Deutschlands.

Wird die durchschnittliche Anzahl der Konzertbesuche pro Person im Jahr 2023 berechnet, dominieren die Stadtstaaten Hamburg (1,74), Berlin (1,41) und Bremen (1,14) das Ranking.

GEMA will Branche unterstützen

Ähnlich wie die Aufarbeitung der Konzertdaten aus 2023 sind weitere Einblicke in die GEMA-Daten in der Song Economy zu erwarten.

So erklärt Markus Zachai, Head of Data Governance, den Wert des neuen Projekts:

"Wir wollen der Branche etwas zurückgeben, indem wir unsere Daten transparent und nutzbar machen. Die Plattform bietet Einblicke in die Welt der Musikkultur und kann dabei helfen, neue Trends zu erkennen."

Unternehmen

GEMA

Verwertungsgesellschaft für Werke der Musik

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