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Berechtigte Sorgen

Songwriter-Verband SONG e.V. befürchtet negative Folgen für Kreative durch Rundfunkreform

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 12.12.2025

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Songwriter-Verband SONG e.V. befürchtet negative Folgen für Kreative durch Rundfunkreform

© Artem Podrez via Pexels

Der Berufsverband Songwriting (SONG e.V.) kritisiert die im Zuge des Reformstaatsvertrags geplanten Streichungen von ARD-DAB+-Hörfunkprogrammen und warnt vor massiven Folgen für musikalische Vielfalt und Musikurhebern in Deutschland.

Seit dem 1. Dezember 2025 ist der Reformstaatsvertrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk formal in Kraft.

Sender vor dem Aus

Infolge der Reform planen die Sendeanstalten, insbesondere bei der ARD, zahlreiche bislang über DAB+ terrestrisch verbreitete Hörfunkprogramme einzustellen. Zu den betroffenen Sendern zählen unter anderem PULS, BR Schlager, MDR Klassik, MDR Schlagerwelt, NDR Blue, NDR Schlager, WDR Event und WDR Die Maus.

Der Berufsverband Songwriting (SONG e.V.) äußert daran deutliche Kritik und warnt vor einer weiteren Verarmung der Musik- und Radiolandschaft. Vor allem Kultur-, Jugend- und Spartenprogramme seien für viele Genres wie Schlager, Jazz, Indie, Singer/Songwriter sowie Kinder- und Jugendmusik oft die einzige Radio-Plattform. Ihr Wegfall gefährde die wirtschaftliche Grundlage zahlreicher deutscher Musikautor:innen, Verlage und weiterer Akteur:innen der heimischen Musikindustrie.

Verantwortungsvolle Umsetzung gefordert

SONG e.V. fordert die öffentlich-rechtlichen Anstalten auf, den Reformstaatsvertrag verantwortungsvoll umzusetzen und ihrem kulturpolitischen Auftrag gerecht zu werden. Besonders unverständlich sei die geplante Streichung mehrerer Schlager-DAB+-Programme, so Vizepräsident Tobias Reitz.

Diese erreichten ein wachsendes, treues Publikum und gehörten zugleich zu den kostengünstigsten Angeboten der ARD. Zudem erschwere der Wegfall ganzer Programmsegmente bestimmten Bevölkerungsgruppen den Zugang zu öffentlich-rechtlichen Informationsangeboten.

Kulturelle Vielfalt sichern

Zur Begründung verweist der Verband auf den GEMA Radio-Report 2025: Während private Radiosender im Schnitt nur rund 2.300 Titel pro Jahr senden – davon lediglich drei Prozent deutschsprachig –, bieten öffentlich-rechtliche Programme über 10.000 Titel jährlich, mit einem Anteil von etwa zehn Prozent deutschsprachiger Musik.

Gerade für Newcomer und Nischenkünstler:innen seien Radioeinsätze ein zentraler Bestandteil der Wertschöpfung und Grundlage wichtiger GEMA-Einnahmen.

SONG e.V. schließt sich daher dem Appell der GEMA und weiterer Organisationen an, die kulturelle Vielfalt und die Abbildung deutschsprachiger Musik im öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Zuge der Reform zu sichern.

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