Mehr Transparenz
Sony entwickelt Technologie zur Erkennung von Anteilen geschützter Werke in KI-Musik
Künstliche Intelligenz hat große Auswirkungen auf den Kulturbetrieb. © Steve Johnson via unsplash.com
Mit der zunehmenden Verbreitung generativer KI nehmen auch die Bestrebungen der Musikindustrie zu, den Einsatz geschützter Inhalte nachzuvollziehen.
Nach einem Report von Nikkei Asia, haben Forscher von Sony daher eine Technologie entwickelt, die analysiert, ob KI-generierte Musik auf bestehenden Kompositionen basiert oder von ihnen beeinflusst wurde.
Neue Technologie soll Anteile sichtbar machen
Das System vergleicht KI-erzeugte Songs mit bestehenden Musikkatalogen und kann den Einfluss einzelner Werke quantifizieren. Berichten zufolge lassen sich sogar konkrete Anteile bestimmen, etwa wie stark die Musik bestimmter Künstlerinnen und Künstler oder Songs das Ergebnis geprägt haben.
Ziel ist es Rechteinhabern eine Beteiligung an Einnahmen zu ermöglichen, wenn ihre Werke beim Training oder bei der Erzeugung von KI-Musik verwendet wurden.
Zwei Wege der Analyse
Die Technologie arbeitet laut Berichten auf unterschiedliche Weise, abhängig davon, ob KI-Entwickler koopierieren.
Bei einer Zusammenarbeit kann Sony auf die zugrundeliegenden KI-Modelle zugreifen und analysieren, welche Werke in welchem Umfang Anteil an der Generierung des Outputs hatten. Falls kein Zugang besteht, vergleicht das System die generierten Songs mit bestehenden Werken und schätzt deren Einfluss.
Beide Ansätze sollen helfen, Urheberanteile zu bestimmen und die Basis für mögliche Lizenz- oder Vergütungsmodelle zu schaffen.
Reaktion auf wachsende Konflikte zwischen KI und Musikindustrie
Die Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Konflikte zwischen Musiknternehmen und KI-Anbietern. Die Musikindustrie und viele Künstler werfen KI-Unternehmen vor, urheberrechtlich geschützte Inhalte ohneZustimmung für das Training ihrer Modelle zu nutzen.
Gleichzeitig ermöglicht generative KI inzwischen die automatische Produktion vollständiger Songs per Texteingabe, eine Entwicklung, die Plattformbetreibende und Rechteinhaber vor neue rechtliche Herausforderungen stellt. Die neue Sony-Technologie könnte daher ein wichtiger Baustein für transparentere Lizenzmodelle und eine stärkere Kontrolle über Trainingsdaten werden.
Langfristig könnte das System die Grundlage für ein Modell schaffen, bei dem Einnahmen aus KI-Musik anteilig an ursprüngliche Urheber verteilt werden. Entscheidend wird jedoch sein, wie zuverlässig die Technologie arbeitet und ob es gelingt, KI-Unternehmen zur Zusammenarbeit zu bewegen.
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