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SoundCloud-Nutzer wehren sich erfolgreich gegen neue Einschränkungen für Free-User

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 11.12.2019

soundcloud streaming

SoundCloud-Nutzer wehren sich erfolgreich gegen neue Einschränkungen für Free-User

© Jan Michalko / droidconglobal (https://www.flickr.com/photos/droidcon/27815925725/in/album-72157670057736215/) / Lizenz: CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)

Mit einem neuen Update versprach die Streaming-Plattform SoundCloud den Nutzerinnen und Nutzern erweiterten Funktionsumfang – schränkte jedoch gleichzeitig Free-User erheblich ein. Die Nutzer/innen wehrten sich prompt.

SoundCloud versprach den Nutzerinnen und Nutzern des kostenlosen Angebots in einer Ankündigung vom 2. Dezember 2019 u.a. die Möglichkeit, hochgeladene, hochauflösende Originale auch wieder herunterzuladen – dieses Backup-Feature stand bisher nur Premium-Usern zur Verfügung. 

Eingeschränkt

Gleichzeitig kündigte der Streaming-Dienst an, das maximale Limit für hochgeladene Musik für Free-User einzuschränken – ausgerechnet also das Feature, das SoundCloud gerade unter jungen Musikerinnen und Musikern so populär macht. 

Während den Nutzer/innen weiterhin drei Stunden Upload-Zeit zur Verfügung stehen sollten, kündigte das Unternehmen an, die maximale Zahl der hochgeladenen Stücke auf 15 abzusenken. Bisher konnten Musikerinnen und Musiker auf SoundCloud unbegrenzt viele Stücke hochladen, das Limit war lediglich die Gesamtspielzeit. 

Postwendend reagiert

Die Nutzerinnen und Nutzer von SoundCloud reagierten mit sofortigem Protest auf die vorgeschlagene Änderung: In einem Reddit-Thread beklagten sie sich, dass bei der durchschnittlichen Länge eines Pop-Songs wohl nur noch hartgesottene Experimentalmusiker die drei Stunden mit 15 Titeln ausnutzen könnten. Von Eli Piccarreta, A&R bei Atlantic Records, hieß es:

"Gerade bei der heutigen Spielzeit von Musik passen oft über 50 Songs in eine Spielzeit von drei Stunden. Ich möchte nicht, das Künstler/innen – insbesondere Newcomer – durch die neue Maßnahme entmutigt werden, ihre Musik auf SoundCloud hochzuladen."

Die Nutzerinnen und Nutzer kritisierten die Einschränkung als eine direkte Behinderung ihres potentiellen Wachstums – und erreichten damit tatsächlich eine prompte Reaktion SoundClouds: Das Unternehmen gab nur wenige Tage später bekannt, die Limitierung doch nicht umzusetzen und bat die User, auch weiterhin um Feedback bezüglich kommender Neuerungen.

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