Vorläufige Entscheidung
Trump darf Isaac Hayes Song "Hold On, I'm Coming" nicht mehr verwenden
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Symbolfoto. © Brett Sayles via Pexels
Der Song "Hold on, I'm Coming" wurde im Jahr 1966 gemeinsam von dem 2008 verstorbenen Isaac Hayes und David Porter geschrieben und von dem Soul-Duo Sam & Dave gesungen.
Die Erben von Isaac Hayes argumentieren, dass die Trump-Kampagne keine Berechtigung zur Nutzung des Songs hat, obwohl sie Lizenzen von der Verwertungsgesellschaft BMI eingeholt haben. Sie erklären, dass sie die Nutzung des Songs für politische Zwecke untersagt hätten. Ob eine solche Einschränkung allerdings rechtlich möglich ist, ist bisher ungeklärt.
Urteil des Richters
Der Richter untersagte der Trump-Kampagne in einer vorläufiger Entscheidung die zukünftige Nutzung des Songs, nachdem die Erben von Isaac Hayes Klage eingereicht hatten, lehnte jedoch den Antrag ab, der die Kampagne dazu verpflichtet hätte, alle bisherigen Verwendungen des Liedes zu entfernen.
Zu dieser Entscheidung äußerte sich Ronald Coleman, ein Anwalt der Trump-Kampagne:
"Die Kampagne hatte bereits zugestimmt, die weitere Verwendung einzustellen. Wir sind sehr erfreut, dass das Gericht die Problematik des ersten Verfassungszusatzes erkannt hat und nicht anordnete, die vorhandenen Videos zu entfernen."
Trump liebt diesen Song
Die Trump-Kampagne nutzte den betroffenen Song als Outro-Musik bei Wahlkampfveranstaltungen im Jahr 2020 und setzte ihn auch durchgehend im Präsidentschaftswahlkampf 2024 ein. Insgesamt soll Trump den Song in den letzten Jahren 134 mal genutzt haben.
Das ist kein Zufall. Trump ist bekannt dafür, sich persönlich um die Auswahl der Songs für seine Wahlkampfauftritte zu kümmern.
Gegensätzliche Ansichten
Nach der Behauptung von James Walker, Anwalt der Hayes-Erben, soll die Trump-Kampagne vor zwei Jahren nicht auf die Abmahnung der Anwälte geantwortet und den Song weiterhin genutzt haben, weshalb die Nachlassverwalter keine andere Wahl hatten, als vor Gericht zu gehen.
Die Anwälte der Trump-Kampagne behaupten jedoch, dass sie nach der Abmahnung die erforderliche Lizenz zur Nutzung des Songs eingeholt hätten. Sie argumentieren, dass sie die Rechte zur öffentlichen Aufführung des Songs basierend auf gültigen Pro-Lizenzen besitzen und die Erben von Hayes keine Rechte an dem Song hielten.
Hayes-Erben sind dankbar
Die Entscheidung des Richters ist vorläufig. Im Hauptsacheverfahren wird es darum gehen, ob das Verbot Bestand hat und ob die Trump-Kampagne nachträgliche Lizenzzahlungen und Schadensersatz an die Erben von Isaac Hayes zahlen muss.
Isaac Hayes III, Sohn des verstorbenen Sängers, äußerte sich zu der Entscheidung des Richters wie folgt:
"Wir sind sehr dankbar und glücklich über die Entscheidung von Richter Thrash. Ich möchte, dass dies als Gelegenheit für andere Künstler dient, sich zu melden, die nicht wollen, dass ihre Musik von Donald Trump oder anderen politischen Organisationen verwendet wird."
Einer macht Ernst
Die Entscheidung ist auch deshalb bemerkenswert, weil es sich um das erste von einem Richter ausgesprochene Verbot handelt, das die Nutzung eines Songs für eine Wahlkampagne zumindest vorläufig untersagt.
Bisher hatten sich zwar schon viele Künstler über die Nutzung von Songs durch Donald Trump beschwert, aber meist kam es zu außergerichtlichen Einigungen, einen bestimmten Songs nicht mehr zu nutzen.
In diesem Fall reichte diese Zusage den Erben nicht, sie streben eine gerichtliche Entscheidung an, die für die Zukunft von Songrechten in den USA und ihre Nutzung im politischen Kontext wichtig werden könnte.
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