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Unter dem Motto "Imagine Togetherness"

20. Reeperbahn Festival: Starker Appell für mehr Zusammenarbeit in der globalen Musikindustrie

Spezial/Schwerpunkt von BackstagePRO
veröffentlicht am 22.09.2025

reeperbahn festival

20. Reeperbahn Festival: Starker Appell für mehr Zusammenarbeit in der globalen Musikindustrie

Reeperbahn Festival (2025). © Christian Hedel

Hamburg feiert 20 Jahre Reeperbahn Festival: Über 43.000 Besucher:innen, 635 Konzerte von rund 450 Acts aus 30 Nationen. Unter dem Motto "Imagine Togetherness" rückten Themen wie faire Vergütung, Clubsterben und Nachhaltigkeit in den Fokus. Dazu gab es zahlreiche Überraschungsauftritte und Preisverleihungen.

Neben dem vielfältigen Musikprogramm nahmen 5.000 Fachbesucher:innen an einem Konferenzprogramm teil, das mehr als 200 Programmpunkte mit über 350 internationalen Sprecher:innen aus 25 Nationen bestand. 

Gemeinsam für ein faires und nachhaltiges Musik-Ökosystem

Von der Eröffnungsshow bis zu den letzten Panels zog sich das diesjährige Motto durch das gesamte Festival. Die Frage, wie die globale Musikwirtschaft fairer, nachhaltiger und widerstandsfähiger gestaltet werden kann, stand im Zentrum zahlreicher Sessions, Panels und Workshops.

Vertreter:innen aus Kultur, Musikbranche und Politik diskutierten Lösungsansätze, die sowohl den Erhalt kleiner Clubs als Orte der Nachwuchsförderung als auch faire Vergütungsmodelle für Künstler:innen berücksichtigten. Außerdem standen die wachsende Rolle von Algorithmen und Künstlicher Intelligenz und deren Einfluss auf die Wahrnehmung im Fokus.

Ein weiterer zentraler Punkt war die Gründung des Live Music Fund Germany, einer neuen Brancheninitiative zur Sicherung der Livemusik-Kultur.

Überraschungs-Auftritte als Botschaft

Auch auf den Bühnen zeigte sich, wie wichtig kleine Spielstätten für die Szene bleiben. Kraftklub spielte im Rahmen ihrer "Kiez-Tour 2025" gleich 15 Kurzauftritte in kleinen Clubs. Dazu kamen weitere Surprise-Auftritte von Nina Chuba, Zsá Zsá und Jolle im Festival-Village.

Musik und Kultur erwiesen sich erneut als verbindendes Element im menschlichen Miteinander. Die diesjährige Ausrichtung des Reeperbahn Festival stieß dabei besonders bei internationalen Fachbesucher:innen auf große Resonanz.

Richard Burgess, Präsident der American Association: "Das Reeperbahn Festival hat sich mittlerweile zum weltweit wichtigsten Event für unsere Branche entwickelt."

Auszeichnungen und Reeperbahn Festival Collide

Auch in seiner Jubiläumsausgabe blieb das Reeperbahn-Festival ein wichtiger Ort für Auszeichnungen. Traditionell fanden auch in diesem Jahr mehrere Preisverleihungen statt. 

Am Freitagabend wurde im St. Pauli Theater zum 10. Mal der Anchor International Award verliehen. Die Jury, besetzt mit Persönlichkeiten wie Tayla Parx, Laurie Anderson, Suzi Quatro, Bazzazian und Max Giesinger, zeichnete die US-amerikanische Musikerin Me Semones aus. 

Im Schmidtchen wurde zum 13. Mal die VIA – VUT Indie Awards des Verbands unabhängiger Musikunternehmer:innen vergeben. Als bester Act wurde Masha Qrella und als bestes Label Grand Hotel Van Cleef ausgezeichnet.

Beim Helga! Festival Award standen nationale Festivals in verschiedenen Kategorien im Mittelpunkt, ausgezeichnet teils durch eine Fachjury, teils durch ein Public Voting. Den Award für das beste Festival erhielt in diesem Jahr das Open Flair Festival in Eschwege. Das Summertime Festival erhielt den Preis für das "Feinste Booking" und das Ab geht die Lutzi! Festival wurde in der Kategorie "Größtes Glück für den kleinsten Geldbeutel" ausgezeichnet.

Darüber hinaus würdigte der International Music Journalism Award (IMJA) bereits zum achten Mal herausragende Arbeiten im Musikjournalismus, darunter ein Bericht von Cristina Plett mit dem Thema "Berliner Clubszene im Wandel" für den Tagesspiegel und eine Reportage von Alana Tongers über den Open Ground Club mit dem Titel "Der beste Klub Europas ist in – Wuppertal?" für den Spiegel.

Auch das Festival-Format Collide war in diesem Jahr Teil des Programms. Am Mittwoch- und Donnerstagabend erfolgte die Aufzeichnung der neusten Folge mit Live-Auftritten von Sofie Royer, The Caveman, Gizmo Varillas und Kelvin Jones pres. MUPANI.

Ausblick 2026

Auch über das Jubiläumsfestival hinaus bleibt der Dialog mit der Hamburger Musikszene zentral. Ziel ist es, Musikakteur:innen stärker einzubinden und gemeinsam neue Formate sowie Beteiligungsmodelle zu entwickeln.

Gleichzeitig hat der Vorverkauf für das Reeperbahn Festival 2026 begonnen.

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