Neues Konzept für die Live-Branche
Startschuss für den Live Music Fund beim Reeperbahn Festival 2025
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© Noah Carter via unsplash.com
Die Vorstellung erfolgte im Rahmen des Panels "Imagine Togetherness! – Wie wir die Zukunft der Livemusik sichern", das beim Reeperbahn Festival im East Hotel Hamburg stattfand.
Vertreter*innen aus Politik, Musik und der Veranstaltungsbranche diskutierten dort, wie sich eine solidarische Finanzierungskultur in der Musikbranche aufbauen lässt.
Anlass für die Finanzierung
Clubs, Festivals und Veranstalter*innen sehen sich seit Jahren mit steigenden Kosten, fehlender Planungssicherheit und einem unsicheren Marktumfeld konfrontiert. Der Fonds soll gegen diese Entwicklungen ankämpfen und die Grundlage für eine vielfältige Livemusikkultur sichern.
Dabei geht es insbesondere um den Erhalt kleiner Konzerte, die für Nachwuchskünstler*innen entscheidend sind, um Erfahrungen zu sammeln und den Schritt auf die größeren Bühnen vorzubereiten.
Das Finanzierungsmodell
Der Fonds basiert auf drei geplanten Einnahmequellen und startet ab 2026 mit der ersten Quelle:
- Freiwillige Spenden beim Ticketkauf. Besucher*innen können beim Ticket-Checkout freiwillig kleine Beträge spenden.
- Ticketing-Anbieter*innen und Spielstätten ergänzen über Micro-Funding und sichern über ihre Vertragsgestaltungen die Solidarität des Fonds ab
- Solidarische Abgaben der Branche: Veranstalter*innen und Spielstätten sollen feste Anteile als freiwilligen Ticket-Override abführen.
Was passiert mit dem Geld?
Die Einnahmen werden in drei Branchen investiert:
- Nachwuchs- und Clubförderung: Zuschüsse für kleine Spielstätten, Nachwuchskünstler*innen auf Erst-Tourneen und innovative Formate sowie Festivalförderung.
- Fehlauslastungsausgleich für mittlere Konzerte: Veranstaltende mittlerer Kapazität (bis 2.000 Personen) können bei defizitären Konzerten pauschale Zuschüsse ("Auslastungsversicherung") beantragen.
- Strukturelle Fördermaßnahmen für Nachhaltigkeit, Inklusion und Ausbildung: Unterstützung für ökologische und soziale Initiativen, Barrierefreiheit, Fachkräfteentwicklung und Diversität.
Umsetzung und Gründungspartner
Zu Beginn erfolgt die Umsetzung über eine Spendenfunktion beim Ticketkauf, die ab 2026 bei teilnehmenden Plattformen verfügbar sein soll. Mehr als 30 Gründungspartner*innen haben ihre Unterstützung zugesagt. Diese sind:
- Cassiopeia, Berlin
- Club Bahnhof Ehrenfeld, Köln
- deinetickets.de
- Delta Konzerte
- Feierwerk, München
- FreeFlow Festival
- FZW, Dortmund
- halle02, Heidelberg
- Im Wizemann, Stuttgart
- Knust, Hamburg
- Kulturquartier, Stuttgart
- Kulturclub schon schön, Mainz
- Musik- und Kongresshalle Lübeck
- München Ticket
- Olympiapark München
- Pro Musik - Verband freier Musikschaffender
- Proton The Club, Stuttgart
- Rausgegangen
- Reeperbahn Festival, RBX GmbH
- Reservix
- Stager
- stagedates
- ticket i/O
- Tollhaus, Karlsruhe
- Uebel & Gefährlich, Hamburg
- XCEED
- Zoom, Frankfurt
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