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Ist euch das schon passiert?

7 Schlamassel auf der Bühne: Die kleinen und großen Peinlichkeiten bei Gigs

Tipps für Musiker und Bands von Franziska Doberauer
veröffentlicht am 10.05.2016

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7 Schlamassel auf der Bühne: Die kleinen und großen Peinlichkeiten bei Gigs

Die ein oder andere Panne auf der Bühne ist schnell passiert. © MKB

Samstagabend, 21 Uhr im Club: Du hast einen Gig, und dann passiert es… Franziska Doberauer listet ein paar typische Erfahrungen und Peinlichkeiten auf der Bühne auf, die manchem unter euch sicherlich bekannt sind.

Franziska startete ihre Musiklaufbahn an der Violine und ist heute musikalisch zwischen Smetana und In Flames zu Hause. Sie arbeitet für das Musikhaus Thomann und in ihrer Freizeit engagiert sie sich in allerlei Kulturbereichen und lebt ihre Leidenschaft – die Kunst – in all ihren Facetten.

1. Lampenfieber

Schweiß auf der Stirn, Herzklopfen und zitternde Hände: Ihr kennt bestimmt die Symptome von Lampenfieber. Diese selbst unter routinierten Musikern weitverbreitete Krankheit tritt meist unmittelbar vor dem Gig auf. Alkohol macht zwar lockerer, sich vor dem Auftritt Mut anzutrinken ist für eine gute Bühnenperformance nicht zu empfehlen. Dann lieber auf (das zugegeben von Oma angepriesene) Baldrian zurückgreifen, aber bitte nur in kleiner Dosis konsumieren.

  • Um Lampenfieber zu vermeiden, sind Vorbereitung und Zeitmanagement eine gute Grundlage:
  • Fünf Minuten bevor der „Tourbus“ abfährt alles noch fix einpacken lässt den Stresspegel unnötig steigen.
  • Regelmäßiges Üben gibt dir Sicherheit, Selbstzweifel haben wenig Chance.
  • Kurz vor dem Gig innehalten, durchatmen und sich auf seine Fähigkeiten zu besinnen – diese Dinge helfen mit Nervosität umzugehen.

2. Lyrics vergessen

Ein peinlicher Moment und auffällig, wenn du nicht gerade in einer Death-Metal-Band spielst. Blackouts passieren, wie ihr reagiert und damit umgeht, ist euch überlassen: Ob ihr nun etwas anderes singt (wer kennt denn im Publikum die Texte Wort für Wort ganz genau?) oder ein „stilles Päuschen“ einlegt.

Mit einer guten Vorbereitung und den Tipps von Punkt eins habt ihr schon einmal bestens vorgesorgt, um sprachlose Momente zu vermeiden. Ein weiterer Tipp: Notenständer.

3. Saite oder Fell gerissen

Murphy’s Law: Mitten im Chorus reißt die Saite deiner Klampfe. Eine Ersatzgitarre auf der Bühne ist hier eine gute Idee, Saiten zum Wechseln dabeihaben ebenfalls. Während der Sänger das Publikum „ablenkt“, spannt man die dann kurz drauf.

4. Ihr hört euch nicht

Ein allzu bekanntes Phänomen. Ihr hört euch selbst und/oder eure Kollegen nicht. Das ist ein riesiges Thema, worüber sich ganze Bände füllen lassen. An dieser Stelle habe ich ein paar simple Tipps für euch:

  • Stimmt euch mit euren Bandkollegen ab: Wer ist zu laut und warum? Eventuell übertönen nur einzelne Verstärker alles andere und es ist sinnvoller, die Problemverursacher leiser zu machen statt alles andere lauter.
  • Geht es explizit um Verstärker, reicht oftmals eine andere Positionierung beispielsweise das Anwinkeln oder Hochstellen des/der Amps für einen besseren Sound.
  • Als prima Helferlein, das für einen noch ausgewogeneren Sound sorgt und den Schall noch besser im Raum verteilt, erweist sich ein Deeflexx (hier im Thomann-Shop). Nicht nur du profitierst davon, auch Publikum und deine Bandkollegen.

5. Kabelsalat

Ob Equipment oder Instrumente – auf der Bühne kommen einige Meter an Kabel zusammen. Leicht verheddert man sich mit dem Bassisten oder zieht aus Versehen Stecker aus einer Buchse. Bei Kabeln handelt es sich um eine Stolperfalle, die ihr nicht unterschätzen solltet. Denn schnell passiert der nächste Punkt…

6. Kawumm!

Es ist verdammt peinlich, aber kein Weltuntergang. Ob ihr nun auf der Bühne hinfallt oder sogar von der Bühne. Um vorzubeugen, legen wir euch Kabelbinder ans Herz. Habt ihr keine dabei, dann ist Stage-Tape eine wunderbare Sache, genauso wie kabellose Funksysteme.

7. Schlechter Sound

Über dieses Thema ließe sich ewig diskutieren… Es ist erst einmal möglich, dass die akustischen Gegebenheiten der Location einfach – naja – nicht gut sind. Andererseits gibt es auch unzählige Möglichkeiten, selbst einen guten Sound zu vergeigen. Mit ein paar einfachen Tricks verhindert ihr das und wertet euren eigenen Sound auf:

  • Ein guter Sound ist vor allem eins: ausgewogen.
  • Ziel ist es, alle Instrumente und Stimmen hören zu können und jedes einzelne Instrument mit ausgewogenem Klangbild dem Publikum zu präsentieren.
  • Nehmt euch die Zeit und sorgt durch Absprache untereinander für ein angenehmes und ausgewogenes Klangbild (siehe Punkt vier) – und das bereits vor euren Auftritten! Klingt euer Equipment auf der Bühne nicht gut, hilft auch das beste Mischpult inklusive fähigem Mischer nicht viel.

Ein weiterer Tipp: Ein typisches Problem in kleineren Locations sind zum Beispiel zu laute Becken, die den Gesamtsound unausgewogen machen und unter anderem dafür sorgen, dass der Gesang nicht mehr verständlich ist. Schnelle Abhilfe schafft Abkleben der Becken mit Stage Tape, das wir ausdrücklich nur in Notsituationen empfehlen, dadurch wird die Ausschwingzeit verkürzt wird und die Höhen gedämpft. Wesentlich professioneller und mit besserem Ergebnis und leiserem Aufschrei des Schlagzeugers geht’s mit Cympads.

Und nie zu vernachlässigen: Vor dem Auftritt Instrumente nochmal kurz checken, damit ihr mit perfekter Stimmung das Publikum begeistert. Dafür eignen sich für Gitarristen Cliptuner und für Schlagzeuger Drum Tuner oder Stimmschlüssel.

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