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Macht euer Ding, aber macht es gut

10 gute Angewohnheiten, um ein professioneller Musiker zu werden

Tipps für Musiker und Bands von Backstage PRO
veröffentlicht am 05.05.2017

thomann berufswelt musikbusiness

10 gute Angewohnheiten, um ein professioneller Musiker zu werden

Ihr wollt so richtig durchstarten und möchtet Profimusiker werden? Auf eurem Weg in die Hall of Fame warten einige Challenges auf euch.

Unser Autor Dominic hat als E-Gitarrist einer Alternative-Rockband etliche Clubs im deutschsprachigen Raum unsicher gemacht (die wenigsten davon mussten anschließend zu machen). Mit seiner Unplugged-Band steht er auch heute noch regelmäßig auf der Bühne.

Dominic arbeitet für das Musikhaus Thomann und hat sich für diesen Artikel genau angeschaut, welche Herausforderungen auf dem Weg zum Musiker-Profi auf euch warten. Die folgenden guten Angewohnheiten können euch dabei helfen, diese zu bewältigen und euer Ziel schneller zu erreichen:

1. Üben, üben, üben

Ihr möchtet Highspeed-Gitarrist werden, aber eure Shred- und Sweep-Übungen klingen wie lahme Etüden? Ihr seid Drummer und ein paar wirklich vertrackte Paradiddles führen in euren Händen einfach nur zu Stocksalat? Das ist kein Grund zum Verzweifeln. Egal, ob ihr Anfänger oder Fortgeschrittene seid:

Regelmäßige Übungseinheiten, die systematisch aufgebaut sind – und von einem erfahrenen Musiklehrer kontrolliert werden – bringen euch immer nach vorn. Beschäftigt euch mit Tipps und Tricks zum Thema und lest Fachliteratur.

2. Geduld haben

In den seltensten Fällen gelingen schwierige Melodieläufe, vertrackte Akkordfolgen oder anspruchsvolle Grooves auf Anhieb. Deshalb zahlt es sich aus, wenn ihr Geduld mitbringt… vor allem mit euch selbst!

Das beginnt im Kleinen bei langweiligen Fingerübungen und geht vom hundertsten Anlauf ein Solo fehlerfrei zu spielen bis hin zum x-ten Take, das ihr beim Recording vergeigt. Denkt daran: Im Radio hört ihr all diejenigen Profis, die Geduld mit sich hatten.

3. Durchhaltevermögen

Das führt uns nahtlos zu einer weiteren guten Profi-Angewohnheit, dem Durchhaltevermögen. Dazu gehört, dass ihr euch nicht von euren Zielen abbringen lasst, sondern auch mal stoisch euren Weg geht.

Setzt euch Ziele und verfolgt sie motiviert, aber ohne verbissen zu sein. Profis werfen die Flinte nicht ins Korn, wenn Hürden auftauchen. Während andere an Problemen wie Bandauflösungen scheitern, sucht ihr Lösungen, an denen ihr wachsen könnt. Geht durchs Feuer!

4. Kritikfähig sein

Als angehender Profi solltet ihr nicht nur ein "dickes Fell" haben, sondern geradezu scharf auf die Kommentare eurer Fans und Kritiker sein. Denn jede Menge Leute haben eine Meinung zu eurer Musik. Okay, nicht jede davon schmeckt euch vielleicht.

Aber Profis nutzen nicht nur die konstruktive Kritik von Mitmusikern, sondern auch Verrisse in der Presse und idiotische Kommentare zu Soundcloud-Tracks, um die eigene Musik einzuschätzen und weiterzuentwickeln.

5. Mentor suchen

Dieser Tipp ist genau das Richtige für euch, wenn eure Lernkurve in Sachen Musik und Business noch lange nicht am Ende ist und ihr das entscheidende bisschen Mehr erreichen wollt. Denn auf dem Weg zum Profi geht es nicht immer nur auf eigene Faust voran.

Ein Mentor kann euch nicht nur helfen, die richtigen Kontakte zu knüpfen. Er kann euch nicht nur sagen, was auf der Bühne und im Studio funktioniert, sondern weiß auch bereits, worauf es beim Musikerleben ankommt. So bewahrt er euch vor Karriere-Sackgassen.

6. Streben nach mehr

Nicht nur in Sachen Fingerfertigkeit und Musiktheorie gibt es eine Menge zu lernen und zu entdecken. So solltet ihr euch als Profi zumindest auch grundlegendes Wissen in Technik- und Businessfragen aneignen. Denn auch wenn ihr euer Equipment lieber vom Fachmann reparieren lasst und bei Rechtsfragen besser einen Anwalt fragt:

Mit ein bisschen Know-how habt ihr Musikeralltag und Karriere deutlich besser in der Hand. Praxistipps, Fachbücher und Interviews mit gestandenen Profis geben euch viel Input!

7. Sorgsamkeit

Eure Mutti hat es euch schon immer gesagt: Geht pfleglich mit euren Sachen um, dann habt ihr länger etwas davon. Dazu gehört auch, dass ihr euer Equipment mit kleinen Helferlein pflegt, damit es stets einsatzbereit ist und euch lange Zeit gute Dienste leistet.

Ein kostengünstiges Produkt wie "GHS Fast Fret" (6,60€ bei Thomann) kombiniert beispielsweise Griffbrettpflege und Flitzefinger-Öl. Es hält das Holz "lebendig", dient als Schmutz- und Korrosionsschutz für die Saiten und hilft euch ganz nebenbei auch noch eure Finger zu schonen.

8. Be prepared!

Wenn ihr stets gut vorbereitet zum Üben, Proben, zu Gigs und beim Aufnehmen erscheint, dann denkt und handelt ihr schon wie ein Profi. Denn auch wenn sich im Musikerleben nicht alles im Voraus planen lässt, ist Vorausschau doch oftmals die halbe Miete.

Seid ihr für die Tour gerüstet? Liegt ein Satz neuer Gitarrensaiten im Proberaum bereit? Habt ihr beim Auftritt Ersatzbatterien für euer Funkmikrofon dabei? Fürs Studio seid ihr bestens vorbereitet? Dann seid ihr auf einem guten Weg.

9. Pünktlichkeit

Pünktlichkeit ist eine echte Profi-Tugend. Seid ihr stets vor der Zeit im Proberaum, zeigt ihr, dass ihr es mit euren Profi-Ambitionen "ernst" meint. Erscheint ihr rechtzeitig zu Auftritten, rettet das den Bandhaussegen und sichert euch euren Soundcheck.

Plant deshalb beispielsweise bei Ankunftszeiten am Club, Festival oder Studio eine halbe Stunde früher ein als vereinbart. Die freie Zeit könnt ihr dann ggf. für Trockenübungen, Lektüre oder einen Plausch unter Musikern nutzen.

10. Mut zum Risiko

Tja, und bei allem Üben, Planen und Vorbereiten solltet ihr immer auch bereit sein, ein gewisses Risiko einzugehen. Ihr müsst ja nicht gleich beim Live-Gig von der Lichttraverse springen. Aber ein bisschen Kopf ausschalten und einfach mal Gas geben macht vieles einfacher.

Baut etwa Improvisationsparts in eure Soli ein, besucht offene Jam-Sessions und lasst eurem musikalischen Gefühl beim Spielen mit anderen Muckern einfach freien Lauf. Macht euer Ding!

 

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