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Ausgabe #10 2019: Plug and Play

#Backstagestories: Mit Crekko im Süd Sindelfingen

Interview von Reinhard Goebels
veröffentlicht am 22.10.2019

backstage pro könig & meyer #backstagestories crekko

#Backstagestories: Mit Crekko im Süd Sindelfingen

Die Qual der Wahl: Crekko-Frontmann Marco mit seinem gut bestückten Gitarrencase. © Reinhard Goebels

Backstage PRO und König & Meyer blicken hinter die Kulissen: Jeden Monat besuchen wir eine Band Backstage bei einer Show und berichten hautnah über ihren Live-Alltag. Diesmal besuchen wir die Rockband Crekko im Süd in Sindelfingen.

Keine Frage: Ohne eine überzeugende Show lässt sich wohl kaum eine erfolgreiche Musikerkarriere bestreiten. Doch was spielt sich alles vor der Show ab? Bei den #Backstagestories wollen wir gemeinsam mit König & Meyer herausfinden, wie Musiker sich vorbereiten, wie sie den Live-Alltag abseits der Bühne erleben und welche besonders einprägsamen Erfahrungen sie dabei gesammelt haben.

Zu diesem Zweck besuchen wir Bands vor ihrem Auftritt, lassen sie nicht aus den Augen und sprechen mit ihnen über alles rund um die Show, von dem Zuschauer gewöhnlich nichts zu sehen bekommen. Weitere Bilder, Videos und Infos findet ihr bei König & Meyer auf Instagram sowie auf der #Backstagestories-Kampagnenseite!

Ihr wollt, dass wir euch vor der Show besuchen? Dann ladet uns unter folgendem Link ein: https://www.backstagepro.de/backstage-stories-2019

Unabhängig davon bietet euch König & Meyer die Chance auf ein Bandwochenende plus Equipment im Wert von 500 €. Was ihr dafür tun müsst, erfahrt ihr in unserem #Backstagestories Best-Of!

Ausgabe #10 2019: Mit Crekko im Süd Sindelfingen

Bereits seit 2003 machen Crekko mit ihrer Mischung aus Rock, Alternative und Metal unzählige Bühnen in Deutschland und darüber hinaus unsicher. Mehr als 260 Shows hat das Trio aus dem Schwarzwald bereits hinter sich, unter denen sich auch Supportauftritte für Acts wie Revolverheld, Wirtz, Die Happy, Mia, Jennifer Rostock, Clawfinger und 4LYN befinden.

11 Songs befinden sich auf ihrem aktuellen, selbstbetitelten Album aus dem Jahr 2016, unter denen sich so einiges tummelt, das – meist hart, aber auch mal zart – jede Menge Potential zur Live-Hymne in sich birgt.

Aufbauen, einstecken, fertig

Vor ihrer Show im Jugendhaus Süd in Sindelfingen macht sich die reichliche Live-Erfahrung schnell bemerkbar. Bereits um 15.30 Uhr ist die Band vor Ort. Im Nu ist alles aufgebaut, auch der anschließende Soundcheck dauert kaum länger als ein Line-Check, denn die Jungs sind heute selbst für die gesamte Backline und die Technik verantwortlich.

In der Küche des Süd wird Kochen gerne mit Rocken verbunden.

In der Küche des Süd wird Kochen gerne mit Rocken verbunden., © Reinhard Goebels

"Das bedeutet, dass man weiß was man hat, und dann passiert da auch nicht viel" verrät uns Philipp Wolff. "Wir haben unsere PA dabei, einen Mischer und einen Lichttechniker", so der Schlagzeuger. "Wir bereiten uns schon in der Probe zusammen mit unserem Mischer so vor, dass live nichts anbrennen kann", ergänzt Frontmann Marco Seiter. "Wir stecken eigentlich nur ein, passen Nuancen an, und das war's."

Die Technik macht's möglich

Diese Vorbereitung findet nicht etwa im klassischen Proberaum statt. "Wir haben uns ein schönes, kleines Studio aufgebaut", freut sich Marco. Dank moderner Technik kein Problem: "Ein eigenes Studio zu haben war ein richtig großes Thema, als wir angefangen haben. Heutzutage braucht man dafür nicht mehr zwei Wohnzimmer Platz", findet Bassist Klaus Asbach, und Phil pflichtet augenzwinkernd bei: "Ja, wir haben drei Wohnzimmer."

Trotz aller Professionalität darf natürlich auch mal kurz etwas schiefgehen. So wundert sich Marco beim Soundcheck, dass er seiner Gitarre zunächst keinen Ton entlocken kann, bis er schließlich feststellt, dass die zuletzt verwendeten Batterien seines Senders genau diesen Moment erwählt haben, um den Geist aufzugeben. "Der Klassiker", erklärt der Sänger und Gitarrist lachend.

Wohin mit all den Gitarren?

Uns sticht derweil sofort Marcos Case ins Auge, das er aufgrund der Optik liebevoll "Sarg" getauft hat. Darin begraben liegen gleich fünf Gitarren für die heutige Show. Wir wollen natürlich wissen, ob die auch alle zum Einsatz kommen. "Wahrscheinlich werde ich drei davon spielen, zwei sind spare", verrät uns Marco. Natürlich seien einige seiner Schätze dabei, die Auswahl habe er jedoch auch anhand der Erfordernisse der Songs getroffen, da zuweilen z.B. auch eine Baritongitarre zum Einsatz komme.

Dabei handelt es sich jedoch – ist ja klar – nicht um seine ganze Sammlung. Diese habe er teilweise auslagern müssen, gesteht er uns lachend. "Ein paar stehen zu Hause, ein paar im Studio, ein paar im Lager des Studios." Über die Jahre sammele sich da eben so manches an, so der Frontmann weiter. "Wichtig ist aber letztendlich, was du mit der Gitarre machst, und nicht wie viele du hast." Im ausführlichen Interview erhalten wir viele weitere Einblicke in den Live-Alltag der Band.

Jetzt wird abgestempelt: Asbach hat die Kasse übernommen. Wer traut sich?

Jetzt wird abgestempelt: Asbach hat die Kasse übernommen. Wer traut sich?, © Reinhard Goebels

"Die Kraft sollte für die Live-Show da und nicht schon durch die Vorbereitung verbraucht sein"

Backstage PRO: Eure Band existiert bereits seit 15 Jahren. Haben sich eure Gewohnheiten in Bezug auf Shows oder wenn ihr auf Tour seid im Laufe der Zeit geändert?

Marco: In 15 Jahren lernt man schon einiges dazu. Die Ansprüche steigen auf jeden Fall mit der Erfahrung und auch mit dem technischem Wissen. Wir arbeiten mit einer tollen Crew zusammen. Hier steht uns auch unser Mischer Raif schon seit Beginn an professionell zur Seite. Durch den Platz und die Technik im Studio können wir ganze Liveshows auch direkt in Showaufstellung proben.

Wenn es dann auf Tour geht, sind wir seit Jahren so eingespielt, das alles Hand in Hand geht. Manchmal wundern sich Außenstehende, wie geschmeidig und ruhig bei uns alles abläuft. Das ist unserer Meinung nach aber sehr wichtig, da die Kraft für die Liveshow da sein und nicht schon durch Einladen, Fahrt, Aufbau und Soundcheck verbraucht sein sollte.

"Wir lassen uns durch die Stars nicht aus dem Konzept bringen"

Backstage PRO: Ihr seid im Vorprogramm einiger großen Acts aufgetreten. Was geht vor einer solchen Show in euch vor?

Marco: Es ist immer aufregend für bekannte Bands einzuheizen. Der enge Kontakt, der dann stattfindet, ist für uns ja auch nicht alltäglich. Trotzdem sind wir da immer bei uns. Soll heißen, wir ziehen unser Ding durch und lassen uns durch die Stars nicht aus dem Konzept bringen. Wir wissen: Die Show ist geprobt, wir haben eine Menge Bühnenerfahrung und rocken jetzt die Meute. Unser internes Ziel, das wir immer mit einem Augenzwinkern kurz vor der Show aussprechen, ist, so gut zu sein, dass der Hauptact nervös wird (lacht).

Backstage PRO: Was sind die wichtigsten Voraussetzungen vor einer Show, damit ihr später auf der Bühne das Beste aus euch herausholen könnt?

Marco: Etwas Platz, die Möglichkeit sich zurückzuziehen, beispielsweise zum Einsingen. Die Crew ist dann auch bereits da, damit wir uns alle zusammen eingrooven können. Unsere Frauen sind auch sehr wichtig. Wir haben sie immer gerne Backstage, da sie uns Ruhe und zugleich Energie für die Bühne mitgeben.

Erst mal die neuesten #Backstagestories checken!

Erst mal die neuesten #Backstagestories checken!, © Reinhard Goebels

"Warmspielen auf den Instrumenten gibt's bei uns nicht"

Backstage PRO: Wie bereitet ihr euch Backstage auf eure Performance vor?

Marco: Jeder hat da so seinen eigenen Ablauf. Aber Warmspielen auf den Instrumenten gibt’s bei uns nicht – das hat sich irgendwie nicht etabliert. Früher haben wir das schon gemacht, aber jetzt ist es uns wichtiger, ruhig und konzentriert in die Show zu gehen. Ich selbst singe mich etwa 20 Minuten vor der Show ein. Zu diesem Zeitpunkt bin ich ohnehin nicht ansprechbar. Zwei Minuten vor der Show laufen die Motoren bei uns drei heiß, die Show beginnt und wir explodieren auf der Bühne.

Backstage PRO: Was nervt euch Backstage am meisten?

Marco: Wir sind immer Fans davon mit anderen Bands einen Abend zu rocken. Nervig ist es nur, wenn einige davon sich verhalten wie Kindergartenkinder oder prollige Rockstarallüren an den Tag legen, dann aber live versagen. Wir sind eher der Wolf im Schafspelz. Im Backstage ruhig, aber dann die Bühne auseinander nehmen.

"Wir haben gelacht, bis uns die Bäuche schmerzten"

Backstage PRO: Was war euer einprägsamstes Backstage-Erlebnis?

Marco: Wir haben mal im Winter mit den Schweizer Jungs von Second Function ein Konzert im tiefsten Schwarzwald gespielt. Ich meine, dass die Hälfte der Fans, die an diesem Abend kommen wollten, es nicht geschafft haben, weil es geschneit hatte, als ob es zum letzten Mal Weihnachten wäre.

Nach dem Konzert saßen wir dann mit unseren Musikerkollegen Backstage. Da kamen wir auf die glorreiche Idee, dass die Schwarzwälder Crekkos einen schweizerdeutschen Ausdruck von Second Function nachsprechen mussten. Die Schweizer mussten im Gegenzug ein ur-schwäbisches Wort nachsprechen. Und das Ganze dann immer wieder von vorn. In Kombination mit dem ein oder anderen “Erfrischungsgetränk” war das richtige Nachsprechen herrlich unmöglich und wir haben gelacht, bis uns die Bäuche schmerzten. Ein geniales, nachtfüllendes Backstage Erlebnis.

Backstage PRO: Vervollständige folgenden Satz: “Mit Backstage verbinde ich…”

Marco: ... viele tolle Geschichten, spontane Bekanntschaften und einen Ort, der für kurze Zeit zu deinen Privatgemächern wird.

Ihr wollt eure Stories auch mit uns teilen? So geht ihr vor!

Steht bei euch der ein oder andere coole Gig an? Dann checkt jetzt, ob ihr euer Bandprofil bei Backstage PRO mit euren neusten Bandinfos, Fotos und Songs versehen und natürlich eure bevorstehenden Gigs eingetragen habt. Alles auf dem neusten Stand? Dann könnt ihr uns ganz einfach hier zu euren Shows einladen. Unter allen teilnehmenden Bands wählen wir jeden Monat eine für ein Feature aus. Seid dabei!

Stage Time im Süd Sindelfingen für Crekko.

Stage Time im Süd Sindelfingen für Crekko., © Reinhard Goebels

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