Forderung nach mehr Unterstützung
Clubcommission stellt neues Konzept für Live-Flächen in Berlin vor
© Marvin Meyer via unsplash.com
Das Konzept zur Stärkung der Berliner Free-Open-Air-Szene (nicht-kommerzielle Open-Air-Veranstaltungen) hat der Clubverband im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gemeinsam mit Vertretern der Szene, der Verwaltung, der Stadtplanung und der Zivilgesellschaft sowie der Raumsonde Berlin erarbeitete.
Mehr Platz für kulturelle Freiräume
Ausgewertet wurden darin die Erfahrungen mit den Initiativen und Projekten seit dem ersten Round Table im Jahr 2013. Die zentralen Forderungen der Clubcommission beinhalten mehr Raum für nicht-kommerzielle Kunst und Kultur, eine Vereinfachung der Genehmigungsverfahren und eine Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen.
Auf politischer Ebene fordert die Clubcommission u. a. die Einrichtung einer überbezirklichen fachübergreifenden Stelle, den Abbau bürokratischer Hürden und eine konsequente Umsetzung der Ziele im Koalitionsvertrag 2023-2026 zur Stärkung der Szene. Ebenfalls strebt sie eine langfristige und nachhaltige Nutzung von Freiflächen für kulturelle Zwecke an.
Potenzial in Zwischennutzung
Zusätzlich schlägt die Clubcommission eine Änderung der Veranstaltungslärm-Verordnung vor, wodurch auch an kulturell relevanten Tagen wie dem 2. Oktober oder im Rahmen der Fête de la Musique Veranstaltungen mit höherem Geräuschpegel länger durchgeführt werden können. In der Änderung sollen auch Free-Open-Air-Veranstaltungen in den Katalog der genehmigungsfreien Veranstaltungen aufgenommen werden.
In einer Pressemeldung zieht die Clubcommission eine positive Bilanz über die Modellfläche TXL, die sich seit 2023 auf dem ehemaligen Flughafen Tegel befindet und weiterhin fortgeführt wird. Demnach hätte die Fläche zahlreiche Besucher angezogen und das Potenzial in kreativer Zwischennutzung unter Beweis gestellt.
Emiko Gejic, die Pressesprecherin der Clubcommission e. V., sagt in der Pressemeldung:
"Die Open-Air-Szene trägt seit Jahren zur kulturellen Vielfalt Berlins bei – oft unter schwierigen Bedingungen. Umso wichtiger ist es, dass Politik und Verwaltung jetzt spürbar mehr Rückenwind geben. Diesen Schwung müssen wir jetzt gemeinsam nutzen, um Freiräume verlässlich zu sichern."
Das gesamte Konzeptpapier kann hier eingesehen werden.
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