Schwieriges Marktumfeld
DEAG Halbjahreszahlen 2024: Steigender Umsatz, rückläufiger Gewinn
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Detlef Kornett und Peter Schwenkow (2024). © DEAG Deutsche Entertainment AG
Für das Gesamtjahr 2024 plant die DEAG weiteres Umsatzwachstum. Die hohe Anzahl an Veranstaltungen in den kommenden Quartalen spiegelt sich in den Vertragsverbindlichkeiten wieder, die mit 103 Millionen Euro um 50 Prozent höher waren als im Jahr davor.
Mit einer hohen Anzahl an kommenden Veranstaltungen und einer verfügbaren Liquidität von 97 Millionen Euro zum Ende des ersten Halbjahres 2024 hat die DEAG eine solide Finanzbasis für eine erfolgreiche, expansive Entwicklung.
Rückläufiger Gewinn
Das EBITDA (vereinfacht gesagt: der Gewinn) betrug 3,1 Millionen Euro im Vergleich zu 5,1 Millionen Euro im Vorjahr. Die DEAG erklärt, dass der deutlich gesunkene Gewinn im Rahmen der Planungen liege.
Als Gründe für den Rückgang nennt das Unternehmen die Aufwendungen für den Vorstandsumbau und die Integrationskosten für übernommene Unternehmen aus dem ersten Halbjahr 2024. Zusätzlich fielen in der Berichtsperiode Investitionen in Digitalisierung und IT-Infrastruktur, vor allem im Bereich Ticketing an.
Das bereinigte EBITDA lag dabei im ersten Halbjahr 2024 bei über 4 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet die DEAG ein bereinigtes EBITDA auf dem Niveau des Vorjahres.
Wenig Bedarf
In der Wirtschaftsleistung hingegen gab es in der Berichtsperiode einen Rückgang, der auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist.
Außerdem führte die Fußball-Europameisterschaft dazu, dass während des Tuniers wenig Nachfrage nach anderen Freizeitgestaltungen bestand, da das Event die Aufmerksamkeit der Menschen stark auf sich zog.
Europaweit war zudem eine Marktbereinigung im Festival- und Open-Air-Markt zu beobachten, die hunderte Festivals zur Aufgabe zwang.
Schlechtes Wetter
Des Weiteren war die Festival-Saison von schlechtem Wetter geprägt, was dazu führte, dass zahlreiche Events wetterbedingt abgesagt oder mit geringerer Kapazität durchgeführt werden mussten, so beispielsweise das Elektro-Festival Nature One.
Dennoch konnten sich die Festivals der DEAG, vor allem im Bereich EDM, erfolgreich am Markt behaupten. Dazu äußert sich Detlef Kornett, CEO der DEAG:
"Wir haben im ersten Halbjahr dem schwierigen Marktumfeld getrotzt. Leider hat das schlechte Wetter einige unserer Veranstaltungen getroffen, was sich auch in unseren Finanzkennzahlen niederschlägt. Wir sind für das zweite Halbjahr und das Gesamtjahr 2024 jedoch weiter zuversichtlich."
Wachstum im Ticketing
2024 hat die DEAG zum Ziel, die Hälfte ihres Konzernumsatzes mit eigenen Veranstaltungsformaten zu erzielen, für die ein immer größerer Anteil an Tickets über konzerneigene Ticketing-Plattformen wie myticket.de, myticket.at, myticket.co.uk, gigantic.com und tickets.ie verkauft wird.
Im ersten Halbjahr 2024 stieg die Anzahl an verkauften Tickets für Konzerte und Events in den Jahren 2024 und 2025 auf 5,8 Millionen, ein Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Für das Gesamtjahr 2024 erwartet die DEAG sogar einen Anstieg auf 11 Millionen, nach ca. 10 Millionen Tickets im Jahr 2023.
Internationaler Wachstumskurs
Im ersten Halbjahr 2024 hat die DEAG ihre Event-Formate ausgebaut und ihre Buy & Build Strategie weiter fortgesetzt. 2024 übernahm DEAG mehrheitlich die Veranstalter "black mamba", "How To Academy" und "ShowPlanr".
Darüber hinaus investierte das Unternehmen in District Live, einer auf Hip-Hop spezialisierten Booking-Division der DEAG, und erweiterte damit seine Kompetenzen im Bereich HipHop.
Auch für den Rest des Jahres plant die DEAG seine M&A Aktivitäten zu erweitern, wobei der Fokus auf dem Bereich Ticketing und der Expansion ins europäische Ausland liegen wird.
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