Ergebnis besser als Prognosen
DEAG steigert Umsatz und reduziert Verlust in den ersten neun Monaten 2025
DEAG-CEO Detlef Kornett (2024). © DEAG
Insgesamt stieg der Umsatz der DEAG in den ersten neun Monaten von 2025 auf 322,8 Mio. Euro und lag damit 27,7 Prozent über dem Vorjahreswert von 252,8 Millionen Euro. Das EBITDA erhöhte sich auf 18,8 Millionen Euro nach 5,3 Millionen Euro im Vorjahr. Der Nettoverlust verringerte sich im gleichen Zeitraum von 12,61 Millionen Euro auf 8,84 Millionen Euro.
Im dritten Quartal 2025 fiel die Entwicklung laut Geschäftsbericht besonders positiv aus: Der Umsatz lag bei 167,4 Millionen Euro (+ 39,4 Prozent), das EBITDA bei 12,2 Millionen Euro (+ über 400 Prozent). Der Nettoverlust sank von 3,39 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,32 Millionen Euro.
Leichte Steigerung der Ticketverkäufe
Bis zum Bilanzstichtag wurden rund neun Millionen Tickets verkauft. Für das Gesamtjahr 2025 erwartet die DEAG etwa zwölf Millionen verkaufte Tickets, nach elf Millionen im Vorjahr.
Ein Großteil der Verkäufe erfolgt über die eigenen Ticketing-Plattformen des Konzerns, was die Unabhängigkeit der DEAG stärkt und die Margen verbessert.
Strategie und Zukäufe
Die DEAG setzt weiterhin auf ihre "Buy & Build" Strategie. Dazu gehören der Erwerb des Rockharz Festivals und die vollständige Übernahme des britischen Veranstalters Fane Productions Ltd.
Fane gilt als marktführend im Bereich Spoken Word & Literary Events in Großbritannien und ist international aktiv. Die vollständige Übernahme trägt zur Reduzierung von Minderheitsanteilen bei und wurde unter anderem über die neue Unternehmensanleihe finanziert.
Veranstaltungshighlights im Berichtszeitraum
Im laufenden Jahr wurden bereits zahlreiche Konzerte mit Künstlern wie Sam Fender, Lenny Kravitz, Andrea Bocelli, Andreas Gabalier, Marilyn Manson und Judas Priest durchgeführt. Darüber hinaus verzeichnete das Unernehmen einen starken Festival-Sommer in den Bereichen EDM, Rock/Pop und Classic & Jazz, der mehrere hunderttausend Besucher und Besucherinnen anzog.
In die Ergebnisse noch nicht eingeflossen sind Konzerte in den letzten verbleibenden Monaten 2025 ab Oktober, darunter unter anderem von Ed Sheeran, Tream, Soprano und Till Lindemann.
Positiver Ausblick
Für 2026 plant das Unternehmen Veranstaltungen mit Zucchero, den Toten Hosen, Gorillaz, Nena und Foreigner, das Classic Open Air am Gendarmenmarkt sowie Kinderkonzerte von Simone Sommerland.
Konzernchef Detlef Kornett betont, dass die DEAG mit einer stabilen Finanzstruktur und einem diversifizierten Event-Portfolio gut aufgestellt sei, um den Wachstumskurs fortzusetzen. Das Unternehmen erwartet, dass das Umsatzwachstum 2025 über den bisherigen Prognosen liegen wird.
Der Aktienkurs der DEAG gewann zwischenzeitlich fast 6 Prozent, büßte die Gewinne aber in der Folge wieder ein. Im Verlauf des Jahres hat die DEAG-Aktie mehr als 20 Prozent ihres Werts verloren.
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