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Große Veränderungen stehen bevor

DEAG reduziert Verlust im 1. Halbjahr 2026 – Apeiron vor Mehrheitsübernahme

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 01.09.2026

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DEAG reduziert Verlust im 1. Halbjahr 2026 – Apeiron vor Mehrheitsübernahme

DEAG-CEO Detlef Kornett (2024). © DEAG

Die DEAG hat im ersten Halbjahr 2026 ihren Umsatz leicht gesteigert und den Verlust reduziert. Gleichzeitig steht beim Live-Entertainment-Konzern ein Wechsel der Mehrheitsverhältnisse bevor: Ankeraktionär Apeiron will im Zuge einer Kapitalerhöhung seine Beteiligung auf mehr als 50 Prozent ausbauen.

Die DEAG Deutsche Entertainment AG hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 157,4 Millionen Euro erzielt. Gegenüber den 155,4 Millionen Euro des Vorjahres entspricht das einem leichten Plus von 1,3 Prozent. Das EBITDA blieb mit 6,5 Millionen Euro nahezu unverändert (Vorjahr: 6,6 Millionen Euro).

Unter dem Strich verbuchte die DEAG im ersten Halbjahr einen Konzernverlust von 4,7 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus noch 6,5 Millionen Euro betragen. Der Verlust verringerte sich damit um rund 28 Prozent.

Belastet wird das Ergebnis unter anderem durch Abschreibungen und das negative Finanzergebnis. Nach Abschreibungen in Höhe von 6,8 Millionen Euro erreichte die DEAG ein EBIT von minus 0,3 Millionen Euro, nach minus 1,3 Millionen Euro im Vorjahr. Das Finanzergebnis lag bei minus 3,9 Millionen Euro.

Bessere Entwicklung im zweiten Quartal

Deutlich stärker entwickelte sich das zweite Quartal. Zwischen April und Juni steigerte DEAG den Umsatz um 7,7 Prozent von 88,4 auf 95,2 Millionen Euro. Das EBITDA erhöhte sich von 3,1 auf 4,4 Millionen Euro und damit um rund 42 Prozent. Auch das Nettoergebnis verbesserte sich, blieb jedoch negativ. DEAG-CEO Detlef Kornett erklärt:

"Unsere Entwicklung im ersten Halbjahr entsprach vollends unseren Erwartungen. Mit einer sehr gut gefüllten Event-Pipeline und hoher Visibilität für die kommenden Quartale blicken wir zuversichtlich nach vorn und sehen uns auf einem guten Weg, unsere langfristigen Ziele zu erreichen."

Für das Gesamtjahr erwartet DEAG weiterhin einen Umsatz von deutlich mehr als 400 Millionen Euro. Der Rekordwert von 490 Millionen Euro aus dem Jahr 2025 soll aufgrund des diesjährigen Veranstaltungskalenders allerdings nicht erreicht werden. Ab 2027 rechnet das Unternehmen wieder mit steigenden Umsätzen und will mittelfristig auch seine EBITDA-Marge erhöhen.

Apeiron soll Mehrheit an DEAG übernehmen

Parallel zu den Halbjahreszahlen steht bei DEAG eine wichtige Veränderung der Eigentümerstruktur bevor. Der bisherige Ankeraktionär Apeiron Investment Group, die dem deutschen Investor Christian Angermayer gehört, hat zugesagt, eine geplante Barkapitalerhöhung über 10 Millionen Euro vollständig zu zeichnen. Dafür sollen 2,5 Millionen neue Aktien zu einem Preis von jeweils 4 Euro ausgegeben werden.

Nach Abschluss der Transaktion würde die Beteiligung von Apeiron und verbundenen Unternehmen von derzeit rund 48,4 Prozent auf mehr als 50 Prozent steigen. Apeiron würde damit die Mehrheit an DEAG übernehmen. Den Nettoerlös will der Konzern für weiteres organisches und anorganisches Wachstum einsetzen.

Die Transaktion ist allerdings noch an Bedingungen geknüpft. Da das Überschreiten der 50-Prozent-Schwelle gemäß den Bedingungen der DEAG-Anleihe 2025/2029 einen Kontrollwechsel ("Change of Control") darstellt, müssen die Anleihegläubiger einem Verzicht auf die daraus entstehenden Rechte zustimmen.

Die schriftliche Abstimmung darüber läuft vom 1. bis 15. September 2026. Als Gegenleistung bietet DEAG den Anleihegläubigern eine Einmalzahlung in Höhe von 0,1 Prozent des Nominalwerts der ausstehenden Anleihen an.

Forsetzung der Übernahmestrategie

Die DEAG selbst setzt unterdessen ihre Buy-&-Build-Strategie fort. Im laufenden Jahr übernahm der Konzern unter anderem die Mehrheit am Dortmunder Juicy Beats Festival und erhöhte seine Beteiligung am Airbeat One Festival von 55 auf 75 Prozent. Zudem übernahm DEAG die verbliebenen Minderheitsanteile an Wizard Live und beteiligte sich mehrheitlich an conneccted: Events & Live Marketing.

Daneben investiert der Konzern nach eigenen Angaben weiter in Ticketing-Technologien, datenbasierte Zielgruppenanalysen und die Automatisierung von Geschäftsprozessen. Bis Ende Juni waren bereits mehr als sechs Millionen Tickets für Veranstaltungen in den Jahren 2026 und 2027 verkauft. Der Großteil davon wurde laut DEAG über die konzerneigenen Ticketing-Plattformen abgesetzt.

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