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Sorge um Zukunftschancen junger Musiker/innen

Deutscher Musikrat setzt sich für die Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs an Musikhochschulen ein

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 13.04.2021

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Deutscher Musikrat setzt sich für die Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs an Musikhochschulen ein

© Michel Catalisano via Unsplash

Der Deutsche Musikrat und die Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen fordern von den Bildungsminister/innen der Länder mehr Präsenzbetrieb für die Musikhochschulen.

Obwohl Präsenzunterricht an Musikhochschulen auf der rechtlichen Grundlage des Bund-Länder-Beschlusses vom 25. November 2020 durchgeführt werden darf, fehlen vielen Musikhochschulen die finanziellen Mittel, um die geforderten Hyginiekonzepte umzusetzen.

Der daraus resultierende Verzicht auf den Präsenzbetrieb hat laut des Deutschen Musikrats zur Folge, dass die Qualität der Ausbildung der Studierenden seit Ausbruch der Corona-Pandemie massiv leidet. Dadurch seien junge Musiker/innen "in Bezug auf ihre Zukunftschancen und Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft geschädigt".

Laut einer Pressemitteilung des Deutschen Musikrats und der deutschen Musikhochschulen handelt es sich derzeit um etwa 17.000 Studierende,

„die seit einem Jahr auf wesentliche Bereiche in ihren Studiengängen, vor allem auf Ensemble- und Orchesterspiel, Projektarbeit und Auftrittserfahrungen verzichten müssen. 20% von ihnen erwägen derzeit einen Abbruch ihres Studiums."

Forderungen an die Politik

Im Zuge dessen fordert der Deutsche Musikrat von den Bildungsministerinnen und -ministern der Länder eine Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs an Musikhochschulen, sowie unbürokratische finanzielle Hilfen für Musikhochschulen.

Dies sei laut Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates, nötig, um Corona-Schnelltests, das Anmieten von Räumlichkeiten, sowie Lüftungstechniken für die Hochschulräume zu finanzieren. Vor der Unterlassung dieser Hilfeleistungen warnt Höppner mit drastischen Worten: „Dies wäre ein Verrat an den Bildungschancen einer ganzen Generation von Musikerinnen und Musikern.“

Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann, Vorsitzende der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen, welche sich an den Forderungen des Deutschen Musikrats beteiligt, zieht die Landesminister/innen ebenfalls in die Verantwortung. Die Minister/innen müssten aktiv unterstützend handeln, um in ihrer Verantwortung für die Bildungschancen der jungen Generation eine schrittweise Erweiterung der Präsenzlehre an den Musikhochschulen zu ermöglichen.

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