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Stirbt die CD aus?

Die US-amerikanische Kette Best Buy wird in Zukunft keine CDs mehr verkaufen

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 26.02.2018

musikmarkt cds vinyl

Die US-amerikanische Kette Best Buy wird in Zukunft keine CDs mehr verkaufen

© Wokandapix auf Pixabay / Lizenz: CC0

Große Kaufhäuser in den USA verändern ihre Verkaufsstrategie hinsichtlich CDs. Best Buy plant, sie ganz aus dem Sortiment zu nehmen, während Target die Labels nur noch für tatsächlich verkaufte Exemplare bezahlen möchte.

Die US-amerikanische Kette Best Buy (etwa vergleichbar mit Saturn oder Media-Markt) plant laut Billboard, ab dem 1. Juli 2018 keine CDs mehr im Sortiment zu führen. Vinyl soll hingegen weiterhin verkauft werden – mindestens bis 2020. Das Unternehmen, das vor allem Unterhaltungselektronik anbietet, besaß lange Zeit eine breit gefächerte CD-Auswahl, bietet jedoch schon länger nur noch ein zusammengeschrumpftes Angebot. 

Grund für diese drastischen Maßnahmen ist der Umsatzrückgang der CD-Verkäufe. Insbesondere der US-amerikanische Markt ist mit einem Rückgang um 18,5% betroffen.

Auch Target ist skeptisch

Auch der amerikanische Discounter Target will seine Verkaufsstrategie der kleinen Silberscheiben ab 2018 anpassen: Diese sollen zwar im Sortiment verbleiben, jedoch sollen in Zukunft nur noch tatsächlich verkaufte CDs auch bezahlt werden. Bisher musste Target komplette Lieferungen im Voraus bezahlen und ging somit ein gewisses finanzielles Risiko ein.

Target ist hier jedoch abhängig von Zugeständnissen der jeweiligen Plattenlabels. Billboard zufolge soll mindestens eines der "Big 3"-Labels den neuen Konditionen nicht zugestimmt haben, was bedeutet, dass deren CDs in Zukunft wohl nicht mehr bei Target erhältlich sein werden.

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