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Zurück zu alter Größe?

Amerikanischer Musikmarkt wächst weiter, Downloads weniger beliebt als physische Formate

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 18.04.2018

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Amerikanischer Musikmarkt wächst weiter, Downloads weniger beliebt als physische Formate

Der amerikanische Musikmarkt im Jahr 2017. © RIAA

Die RIAA stellt die Zahlen zum amerikanischen Musikmarkt 2017 vor. Das kontinuierliche Wachstum des Marktes wird nach wie vor von Streaming-Plattformen angetrieben, die Bedeutung physischer Medien und insbesondere von Downloads nimmt ab.

Bereits 2016 konnte die RIAA (Recording Industry Association of America) einen deutlichen Wachstumstrend auf dem amerikanischen Musikmarkt feststellen. Dieser Trend setzt sich auch 2017 fort, wie die neusten Jahreszahlen zeigen. 

Kontinuierliches Wachstum

Die Einnahmen der Musikunternehmen im Bereich "recorded music" stiegen (nach Endverkaufspreisen) im Jahresvergleich um 16,5% auf 8,7 Milliarden Dollar. Nach Großhandelspreisen ließ sich ein Umsatzwachstum um 12,6% auf 5,9 Milliarden Dollar feststellen. 

Laut RIAA ist dies das erste Mal seit 1999, dass der amerikanische Musikmarkt zwei Jahre in Folge ein erhebliches Wachstum aufweist. Mit den derzeitigen Umsätzen liegt der Markt etwa auf einem Level mit den Umsätzen im Jahr 2008, jedoch immer noch gut 40% unter den einstigen Spitzenwerten.

Ganz Amerika streamt

Auch 2017 ist Musikstreaming wieder der hauptsächliche Wachstumsmotor. Der Erfolg von Spotify, Amazon, Apple Music etc. ist verantwortlich für fast 65% der Jahresumsätze. Der Gesamtumsatz des Streaming-Segments stieg um 43% auf 5,7 Milliarden Dollar an. 

Insbesondere kostenpflichtige Abo-Modelle trugen einen Großteil zum Marktwachstum bei. Gut 56% mehr Abonnements sorgten für eine Umsatzwachstum um über 56% auf mehr als 4 Milliarden Dollar. Damit stellen Abos derzeit das bedeutendste Format auf dem amerikanischen Musikmarkt dar.

Downloads büßen Popularität ein

Einhergehend mit der noch immer steigenden Popularität des Audio-Streamings sinken Downloads weiter in der Gunst der Musikfans. Deren Umsätze fielen um weitere 25% auf 1,3 Milliarden Dollar. Erstmals seit 2011 wurde mit physischen Medien (also CDs, Vinyl, etc.) wieder mehr Umsatz generiert als durch Downloads. 

Zwar sanken auch die Umsätze durch physische Formate weiterhin (-4% auf 1,5 Milliarden Dollar), dennoch konnte die RIAA gerade in der ersten Jahreshälfte eine leichte Abschwächung der Umsatzeinbrüche feststellen. Daran dürfte auch das kontinuierliche Umsatzwachstum der Schallplatte (+10% auf 395 Millionen Dollar) einen Anteil haben.

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