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Streaming weiterhin Zugpferd

Der amerikanische Musikmarkt 2018: Konstantes Wachstum, keine Überraschungen

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 06.03.2019

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Der amerikanische Musikmarkt 2018: Konstantes Wachstum, keine Überraschungen

© pixabay.com / Pexels

Laut eines neuen Reports der Recording Industry Association of America (RIAA) ist der Umsatz im recorded music-Segment der amerikanischen Musikwirtschaft 2018 zum dritten Mal in Folge gestiegen.

Wie die RIAA in ihrem "Year-End Music Industry Revenue Report" (PDF) berichtet, ist der Umsatz des amerikanischen Musikmarktes 2018 um 12 Prozent auf 9,8 Milliarden Dollar gestiegen. 

Keine Überraschungen

Zentraler Wachstumsmotor ist erneut das Audiostreaming: Der Streaming-Umsatz steigt um 30 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar. Damit macht er nicht nur 75 Prozent des Gesamtumsatzes der Branche aus, sondern ist auch nahezu vollständig verantwortlich für ihr Umsatzwachstum. 

Den größten Anteil des Streaming-Wachstums machen wiederum kostenpflichtige Abos aus. Diese steigen um 32 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar und machen damit erstmals mehr als die Hälfte des gesamten Branchenumsatzes aus. Die Zahl derjenigen Musikhörerinnen und Musikhörer, die ein solches kostenpflichtiges Abo abgeschlossen haben, steigt um 42 Prozent auf über 50 Millionen. 

Die Einnahmen aus werbefinanzierten Streaming-Angeboten (YouTube, Vevo, Spotifys kostenloses Angebot etc.) wuchsen um 15 Prozent auf 760 Millionen. Obwohl diese kostenlosen Angebote für mehr als ein Drittel der gesamten Streams verantwortlich sind, tragen sie nur 8 Prozent zum Umsatz bei.

Kontinuierlicher Abstieg

Der Umsatz der Musikdownloads fällt bereits im sechsten Jahr und beträgt nur noch 1,04 Milliarden Dollar. Einnahmen durch Albendownloads fielen um 25 Prozent auf 500 Millionanen Dollar, einzelne Song-Downloads brachten nur noch 490 Millionen Dollar ein – 28 PRozent weniger als im Vorjahr. 

2018 machten Downloads damit nur noch elf Prozent des Branchenumsatzes aus, 42% weniger als noch vor fünf Jahren.

Auch der Verkauf physischer Tonträger sank erneut, diese brachten 2018 mit 1,15 Milliarden Dollar 23 Prozent weniger ein als im Vorjahr. Einnahmen durch CDs (zu Einzelhandelspreisen) sanken um 34 Prozent – zum ersten Mal seit 1986 auf unter eine Milliarde Dollar (698 Millionen Dollar).

Einzig Vinyl stellt hier eine Ausnahme dar: Die Einnahmen für die nie so recht ausgestorbenen Tonträger stiegen um 8 Prozent auf 419 Millionen Dollar, ihr höchster Wert seit 1988 – im Gegensatz zu Deutschland, wo der Vinyl-Hype 2018 schon wieder abflaute

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