×

"Wer gleich klein bei gibt, kommt nicht weiter"

Dominik Hecker, Self-Made-Komponist von Trailer- und Production Music über sein Erfolgsrezept

Interview von Daniel Nagel
veröffentlicht am 21.02.2020

trailermusik production music musikbusiness berufswelt musikverlag

Dominik Hecker, Self-Made-Komponist von Trailer- und Production Music über sein Erfolgsrezept

Dominik Hecker (23), hier im Tonstudio Schraubfabrik in Mannheim, komponiert Trailermusik. © Manuel J. Gropp

Der 23-jährige Dominik Hecker aus Mannheim komponiert Musik für Trailer und Werbespots. Im Interview spricht er über seinen Weg zum Komponisten und berichtet, wie es dazu kam, dass seine Musik vom Weißen Haus verwendet wurde.

Backstage PRO: Dominik, du bist Composer für Motion Media. Was genau kann man sich darunter vorstellen?

Dominik Hecker: Composer für Motion Media bedeutet, dass ich Stücke in so gut wie allen Musikrichtungen komponieren oder produzieren kann. Der Fokus liegt bei mir aber auf Trailermusik bzw. auf Musik für Werbung und Promo-Kampagnen, die sogenannte Production Music. 

Backstage PRO: Für welche Arten von Trailern komponierst du Musik?

Dominik Hecker: Trailermusik wird vornehmlich im Kino eingesetzt, und zwar als Hintergrundmusik bei Filmvorschauen. Das ist die dramatische Musik, die man insbesondere bei Blockbustern hört. Trailermusik unterscheidet sich sehr stark von anderen Arten der Musik. Sie folgt immer einer sehr simplen Struktur: Es gibt immer ein Intro, dann einen Build-up, dann folgen Climax 1, Climax 2 und abschließend kommt ein Outro. Die Tracks sind meistens zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Minuten lang. 

Backstage PRO: Wie stark ist die Konkurrenz bei Trailermusik?

Dominik Hecker: Das ist ein sehr umkämpftes Business, weil es mittlerweile sehr viele Leute machen. Es ist allerdings möglich, einen Haufen Geld zu verdienen, wenn man seine Musik unterbringen kann. Die Lizenzgebühren starten bei 1.000€, aber nach oben gibt es keine Grenzen. Es gibt Komponisten, die verdienen 80.000€ für zwei bis drei Minuten Musik - und das möglicherweise mehrfach im Monat. Das ist für viele Leute gleichbedeutend mit einem Jahresgehalt oder sogar mehr.

Backstage PRO: Für die Trailer wird also nicht die Musik genommen, die auch im Film verwendet wird?

Dominik Hecker: Meistens wird die Trailermusik nicht von den Originalkomponisten geschrieben. In der Regel beauftragt das Filmstudio stattdessen eine Agentur, die das an ihre Komponisten weitergibt mit der Aufgabe, eine abgewandelte Version oder einen Remix der Originalmusik zu erstellen. 

"Es ist sehr schwer, die wirklich lukrativen Jobs zu bekommen"

Backstage PRO: Kannst Du beschreiben, wie das abläuft?

Dominik Hecker: Man erhält geheime Briefings, weil die Filmmusik meistens noch nicht veröffentlicht ist. Die Komponisten der Trailermusik wissen vorher auch nie ganz genau, wer die Musik tatsächlich geschrieben hat. Deshalb ist es auch sehr schwierig die wirklich lukrativen Jobs zu bekommen, weil die nur ausgewählte Leute erhalten, die seit mehreren Jahrzehnten in der Industrie aktiv sind. Aus diesem Grund bewegen sich die meisten Komponisten am Anfang in der Production Music und hoffen, dass sie irgendwann den Durchbruch schaffen.

Backstage PRO: Was ist der Unterschied von Trailermusik zur Production Music?

Dominik Hecker: Bei Production Music handelt es sich um Musik, die im TV, Radio oder im Internet genutzt wird. Der Komponist erhält dafür weniger Lizenzgebühren, aber die Musik wird häufiger genutzt. Vor allem wird jede Nutzung einzeln vergütet, auch wenn der einzelne Spot oder die Sendung mehrfach gesendet wird. Bei Trailermusik erhält der Komponist nur eine einmalige Vergütung.

Backstage PRO: Wie bist du zum Komponieren gekommen?

Dominik Hecker: Vor neun Jahren habe ich in Heidelberg an der VibrA School of DJing ein paar Kurse belegt. Damals hatte ich Julius von Jewelz & Sparks als Lehrer, der selbst Musik produziert. Das fand ich wesentlich interessanter als einfach nur an den Turntables rumzuspielen. Daher habe ich mir Freeware runtergeladen und einfach angefangen, meine eigene Musik zu komponieren. Anfangs hatte ich keinen Plan von der Materie, aber ich habe mich eingearbeitet und schließlich beschlossen, nach der 10. Klasse die Schule zu verlassen und ins Musikbusiness einzusteigen. Ich habe dann eine Ausbildung absolviert, die mir aber nicht so gelegen hat, weil ich ein Typ bin, der lieber sein eigenes Ding macht. Also habe ich mich hingesetzt, habe irgendwelche YouTube-Tutorials angesehen und angefangen Musik zu komponieren.

Backstage PRO: Du hast Dir alles alleine beigebracht?

Dominik Hecker: Nicht nur, ich habe auch eine weitere Ausbildung bei Jan Kalt im Tonstudio Schraubfabrik in Mannheim gemacht, in der ich essentielles Wissen über das Mixing & Mastering erworben habe. Zudem kann ich das Studio in Randzeiten für meine Zwecke nutzen, wofür ich ihm bis heute immer noch dankbar bin. Auch heute noch stehen wir in regen Kontakt und arbeiten zusammen an gemeinsamen Projekten.

Backstage PRO: Was hast du mit der Musik gemacht, die du komponiert hast?

Dominik Hecker: Soundcloud war zu dieser Zeit gigantisch groß. Ich bin dort zur rechten Zeit eingestiegen nach dem Motto: "Egal, ob es zu 100% perfekt ist, Hauptsache die Leute hören etwas von mir." Ich habe angefangen mit Progressive House, normalem House und Techno. Damit habe ich mir innerhalb von zwei Jahren eine relativ solide Fanbase von 18.000 Followern auf Soundcloud aufgebaut. Dadurch habe ich unglaublich viele Menschen kennengelernt und irgendwann auch den Einstieg zur Filmmusik gefunden. 

Backstage PRO: Wie genau ist das passiert?

Dominik Hecker: Ich fand die Musik zu James Camerons Film Avatar unglaublich inspirierend und habe ausprobiert, wie es wirkt, wenn ich einen harten cinematischen Touch in die EDM-Sachen einbaue. Das hat vorher nämlich noch niemand so gemacht. Die Leute sind förmlich ausgerastet und meinten, ich soll jetzt nur noch das machen. Gesagt, getan!

"Zum Netzwerken ist Facebook ideal"

Backstage PRO: Wie hast du eigentlich die ersten Kontakte in die Komponisten-Szene aufgebaut?

Dominik Hecker: Über Facebook! Viele Leute hassen Facebook, aber zum Netzwerken ist es das Beste. Es ist einfach sehr aufgeräumt, du weißt sofort, wie du Nachrichten schreibst und wo du Leute erreichen kannst. Außerdem gibt es Gruppen wie Scorecast, in denen viele Komponisten aktiv sind und in der ich viele Leute kennengelernt habe.

Backstage PRO: Wie ist es dir dann gelungen, in der Komponisten-Szene Fuß zu fassen?

Dominik Hecker: Zunächst habe ich House Tracks für das Label Philosophy Recordings produziert. Dabei stellte sich heraus, dass der Mixing&Mastering-Engineer des Labels einige seiner Kompositionen im Portfolio von Warner Chappell Production Music hat. Ich hatte Musik fertig und habe ihn gefragt: "Wie komme ich denn da rein?" Es hat sich herausgestellt, dass er an die Demo E-Mail von Warner geschrieben hat, da die eigentlich immer antworten. Das habe ich gemacht und wurde sofort genommen. Das hatte ich nicht erwartet. 

Backstage PRO: Kannst du erklären, was Warner Chappell Production Music eigentlich ist?

Dominik Hecker: Warner Chappell Production Music ist die Produktionsmusiksparte von Warner. Es gibt Warner Music das Label, den Musikverlag Warner Chappell und schließlich Warner Chappell Production Music. Dort sind ausschließlich Komponisten für Werbemusik, Trailermusik und TV-Musik unter Vertrag.

Backstage PRO: Und du hast denen dann ein Album geschickt?

Dominik Hecker: Kein vollständiges Album, es waren nur sechs Kompositionen, die nicht einmal komplett fertig waren. Ich habe Warner geschrieben: "Hier ist mein kleiner Ansatz, vielleicht habe ihr ja Lust, ein Album daraus zu machen." Kurze Zeit später meldeten sie sich total begeistert zurück, wir hatten ein Skype-Gespräch und dann war das Album auch schon im Kasten. Ich sollte das Ganze noch fertig machen, hab es Warner zum Mastern geschickt und dann war es auch schon draußen. Es heißt "Fantasy and Adventure Stories" und wird auch bis heute noch genutzt.

Backstage PRO: Wofür wurde es denn genutzt?

Dominik Hecker: Für alles Mögliche. Warner Chappell Production Music hat das Album in ihren Katalog aufgenommen und ihren Kunden angeboten. Die Kunden sind entweder Trailermusikhäuser oder Werbeagenturen. Wem die das genau anbieten, weiß ich als Komponist nicht. Die Komponisten wissen nur, wo es genutzt wird, in diesem Fall beispielsweise in TV-Spots für den "Hobbit". Andere Musik von mir wurde in einem Samsung-Werbespot verwendet. Es gibt wirklich viele Beispiele.

Backstage PRO: Wie bist du dann in diese Trailerwelt gekommen, die ja so schwer zugänglich ist?

Dominik Hecker: Es gibt ein französisches Komponisten-Duo, Gabriel Saban und Philippe Briand, die machen unglaublich hochwertige Trailermusik. Die wurden durch einen Track auf mich aufmerksam, der damals "Voyager" hieß. Sie haben ihn gehört und mich daraufhin angeschrieben, ich solle den sofort runternehmen, sie würden ihn gerne für ihr Label nehmen. 

Backstage PRO: Und was hast du gemacht?

Dominik Hecker: Ich habe genau das gemacht. Die haben ein paar Sachen geändert und ihn in "Worlds Explorers" umbenannt. Veröffentlicht wurde er 2019 auf dem Album "Overworld". Seitdem geht es ab. Teile von "Worlds Explorers" wurden für die All Elite Wrestling World Championships verwendet, im spanischen Fernsehen läuft das Stück bei Nachrichtensendungen im Moment rauf und runter. Inzwischen hat meine Musik mehr als 60 Millionen Streams.

Backstage PRO: Wird deine Musik auch häufig illegal verwendet?

Dominik Hecker: Ja, auf YouTube. Dann schreibe ich die Leute an und sagen denen, sie sollen die YouTube-Lizenz zahlen oder ich lasse das Video löschen. So einfach ist das. 

Backstage PRO: Was kostet eine YouTube-Lizenz?

Dominik Hecker: Vor vier Jahren habe ich meine Preise an die Lizenzgebühren der Seite eines anderen Publishers angepasst. Mit der Zeit habe ich sie aber hochgeschraubt, wenn jemand nämlich 10 Millionen Klicks für sein Video erhält, streicht der einen Haufen Geld dafür ein. Der kann dann auch für die Musik etwas abtreten. 

Backstage PRO: Du machst die Gebühren abhängig von der Größe des Kanals?

Dominik Hecker: Ja, auf jeden Fall. Wenn jemand 200 Abonnenten hat, verzichte ich auf eine Vergütung. Aber Leute, deren Kanal mehrere Millionen Abonnenten hat, dürfen mir nicht erzählen, sie würden die Musik nicht für kommerzielle Zwecke nutzen. Meine Musik wird sehr häufig von Motivationskanälen benutzt, da sie so aufbauend ist. Darunter befand sich ein Kanal, der vier oder fünf Millionen Abonnenten hatte und damals zu einem veralteten Preis YouTube-Lizenzen bestellen wollte. Ich habe erklärt, dass das nicht geht, da das Video durch die Decke gehen würde. Und habe Recht behalten, bis heute hat das Video acht Millionen Klicks. 

Backstage PRO: Zu deinen Kunden zählt auch das Weiße Haus. Wie kam es dazu?

Dominik Hecker: Das lief auch über das Album "Overworld". Gabriel Saban und Philippe Briand geben das an die in Hollywood ansässige Production Music Company APM Music weiter und die pitchen die Musik weiter an ihre Kunden. APM verfügt über einen riesigen Katalog und offenbar fanden die den Track ganz nice, sonst hätten sie ihn nicht genommen. Es ist im Endeffekt eigentlich nicht so schwierig. Entweder du hast einen Verlag oder ein Label, die deine Musik bei Kunden unterbringen oder du kennst die Kunden selber. Optimalerweise arbeitest du mit Leuten zusammen, die direkt in Los Angeles sitzen. Fakt ist, da reinzukommen ist unglaublich schwierig. Aber diese Leute haben direkten Kontakt zu Marvel, Disney, Pixar usw.

"Fast alle der angehenden Komponisten haben einen Nebenjob"

Backstage PRO: Verwertungsgesellschaften sind für dich vermutlich sehr wichtig.

Dominik Hecker: Ja, denn über diese fließt das Geld. Die meisten Deutschen sind natürlich bei der GEMA. Ich nicht. Da meine Musik hauptsächlich im amerikanischen Raum läuft, habe ich mich dann für die Broadcast Musical Corporation (BMI) entschieden. Dort sind fast alle Komponisten, die ich kenne. Das Problem ist: Zwischen Nutzung und Auszahlung an den Komponisten vergeht ein Jahr. 

Backstage PRO: Dafür kann man sich dann darauf freuen.

Dominik Hecker: Natürlich, aber man muss auch dafür sorgen, dass in der Zwischenzeit Geld reinkommt. Deshalb ist es auch so, dass fast 90 % der angehenden Komponisten einen Nebenjob haben, inklusive mir. Um von der Production Music gut leben zu können, solltest du ungefähr 500 bis 600 Tracks in soliden Music Libraries veröffentlicht haben. Und 500 bis 600 Tracks sind nicht einfach mal so gemacht. 

Backstage PRO: Und wie viele Tracks hast du bisher veröffentlicht?

Dominik Hecker: Fast 200.

Backstage PRO: Fast 200 Tracks mit 23!

Dominik Hecker: Genau, ich bin 23 Jahre alt, ich habe ja noch ein bisschen Zeit. Wie gesagt, ich probiere es, mich dieses Jahr an der Popakademie einzuschreiben. 

Backstage PRO: Warum die Popakademie? Man könnte ja sagen, du bist auf einem guten Weg, die Popakademie gar nicht zu brauchen.

Dominik Hecker: Das habe ich schon häufiger gehört. Ich denke aber, durch ein Studium kann ich noch einen wesentlich tieferen Einblick erhalten. Außerdem benötige ich einen Bachelor, wenn ich irgendwann mal in großen Filmkomponisten-Studios arbeiten möchte. Man braucht zwar die krassesten Musikcredits, die es auf dem Markt gibt, aber auch einen Bachelor. 

Backstage PRO: Eine Sache noch zum Netzwerk. Viele sagen "the music business is a people’s business", aber das ist ja bei dir nochmal zehnfach unterstrichen, da du einfach durch Beharrlichkeit und ein offensichtliches Talent sofort Anklang fandest. 

Dominik Hecker: Es ist wichtig, auf eine gewisse Art und Weise einzigartig zu sein und sich von den anderen abzuheben, entweder durch hervorragendes Mixing, einen eigenen Sound oder einen hohen Wiedererkennungswert. Wenn man denselben Einheitsbrei macht, den die anderen auch machen, will auch keiner mit einem arbeiten.

Backstage PRO: Aber Talent alleine reicht auch nicht.

Dominik Hecker: Genau, Netzwerken ist das Wichtigste. Es ist wichtig, auf die Leute zuzugehen, und Präsenz zeigen. Es schadet nicht, ein bisschen aufdringlich zu sein. Wer gleich klein beigibt und sagt: "Na gut, dann ist es halt so", kommt nicht weiter.

Backstage PRO: Wie genau ist deine Arbeitsweise beim Komponieren?

Dominik Hecker: Ich kann zwar Noten lesen, aber ich denke da nicht daran, wenn ich irgendwas mache. Ich arbeite rein intuitiv und denke nicht nach, ob ich jetzt eine Quarte nach oben gehe. Je mehr ich über eine Sache nachdenke, desto verzwickter wird die Lage und dann kommt nichts Gutes dabei heraus. Wenn man ein cooles Sample findet oder denkt: "Der Ton ist geil" sollte man einfach damit weitermachen und nicht noch darauf warten, etwas Besseres zu finden.

"Man muss sich stets weiterentwickeln"

Backstage PRO: Ist das eine Absage an den Perfektionismus?

Dominik Hecker: In gewisser Weise. Am Ende muss das Ergebnis natürlich trotzdem stimmen, aber zu Beginn ist es entscheidend, sich nicht zu sehr versteifen und für neue Dinge offen zu sein. Das ist ganz wichtig, denn in der Musikwelt gibt es einfach so unglaublich viele Möglichkeiten. Es hilft nicht weiter, immer nach demselben Schema zu arbeiten. Man muss sehr viel ausprobieren, um seinen eigenen Sound aufzubauen – zu Beginn und dann auch immer weiter. Sonst bleibt man nicht am Markt, das ist einfach ein Fakt. 

Backstage PRO: Wie sieht denn dein Setup aus?

Dominik Hecker: Zu Hause habe ich einen riesengroßen Tisch, darauf steht ein 88 Tasten-Keyboard von Native Instruments mit Hammermechanik. Das simuliert ein Klavier und verfügt über Touchdisplays, mit denen du alles steuern kannst. Außerdem habe ich natürlich Boxen und einen riesengroßen Widescreen-Monitor, damit ich die Audiospuren sehe. Darüber befindet sich ein Fernseher, um einen Film laufen zu lassen, je nachdem welche Projekte gerade anstehen. 

Backstage PRO: Du komponierst also zu dem, was du siehst?

Dominik Hecker: Wenn ich Trailermusik schreibe und die Leute mir ein Thema vorgeben, schaue ich mir Blockbuster an und komponiere dazu die Musik. Das macht es insbesondere dann leichter, wenn ich gerade eine Phase habe, in der ich nicht ganz so inspiriert bin. Ich besitze auch sehr viele Mikrophone, um Flächensounds, Perkussion-Sounds und Gesang aufzunehmen. Grundsätzlich erledige ich alles am PC mit Ableton Live – das funktioniert wunderbar für mich.

Backstage PRO: Wie viel arbeitest du am Tag? 

Dominik Hecker: Es kommt immer sehr darauf an. Generell arbeite ich pro Tag ungefähr 14 Stunden an der Musik, manchmal die ganze Nacht durch.

Backstage PRO: Mit anderen Worten, du verlangst dir einiges ab.

Dominik Hecker: Ja, aber solange ich noch jung bin, kann ich mir das so zumuten. Wenn man älter wird, dann geht das nicht mehr. Im Moment habe ich die Freiheit, da kann ich noch so exzessiv leben. 

Backstage PRO: Diese Arbeit verlangt ja eine enorme Selbstdisziplin. Du hast keine Vorgesetzten, keine Lehrer und keine Eltern, die dir sagen: "Jetzt mach mal!".

Dominik Hecker: Genau, das ist alles mein eigener Antrieb. Allerdings habe ich auch manchmal meine Downphasen und denke daran, dass andere, die später angefangen haben, schon viel weiter sind. Man darf sich von sowas aber nicht runterdrücken lassen, sondern sollte das eher als Antrieb verstehen, sich auf seinen Arsch zu setzen und einfach weiterzumachen. 

Backstage PRO: Vielen Dank für das Gespräch.

Auch interessant

Artists

Dominik A. Hecker

Ich suche nicht ewig nach dem perfekten Sound, da ich der Meinung bin das man selbst aus seinen Haushaltsutensilien hochwertige Musik produzieren kann. aus Mannheim

Ähnliche Themen

Yasmine Gallus von Budde Music über Music Sync und Lizensierung

"An Musikverlagen kommt man nicht vorbei"

Yasmine Gallus von Budde Music über Music Sync und Lizensierung

veröffentlicht am 07.06.2019   5

Wozu ein Musikverlag? Und was du wissen solltest, bevor du unterschreibst!

Diese Artikelserie beantwortet die wichtigsten Fragen

Wozu ein Musikverlag? Und was du wissen solltest, bevor du unterschreibst!

veröffentlicht am 12.10.2017

Checkliste: Die sechs wichtigsten Punkte, die du zu Musikverlagen wissen musst

Wozu ein Musikverlag? – Teil 3

Checkliste: Die sechs wichtigsten Punkte, die du zu Musikverlagen wissen musst

veröffentlicht am 11.10.2017   5

Was ein Musikverlag macht und warum Autoren mit verlegten Werken in der GEMA sein sollten

Wozu ein Musikverlag? – Teil 1

Was ein Musikverlag macht und warum Autoren mit verlegten Werken in der GEMA sein sollten

veröffentlicht am 10.10.2017