Vielfältiges Programm überzeugt
Erster European Festival Summit in Karlsruhe: Veranstalter ziehen positives Fazit
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European Festival Summit 2024. © Stephan Faber
Auf dem Programm des European Festival Summits standen diverse Panels, aus denen die Delegierten einiges mitnehmen konnten.
So wurde etwa anhand eines fingierten Streitgesprächs erläutert, wie Künstliche Intelligenz im Festivalbereich zur Anwendung kommen könnte, während gleichzeitig die Vor- und Nachteile dieser Technologie beleuchtet wurden.
Herausfordernde Zeiten
Gut angenommen wurde auch ein Panel, in dem führende Festivalveranstalter den Blick auf zukünftige Herausforderungen der Branche richteten. So würden Festivals etwa durch Extremwetterereignisse wie Stürme und Starkregen, Kostensteigerungen sowie höhere Gebühren für Künstler belastet. Hinzu komme, dass immer mehr international erfolgreiche Headliner eigens organisierte Stadionshows Festivalauftritten vorzögen.
Um Festivals fit für die Zukunft zu machen, sei es außerdem wichtig, auch die junge Generation in den Blick zu nehmen, betont Arnaud Meersseman von AEG presents France.
Hilfreiche Tipps
Wie das gelingen kann, konnten die Teilnehmer in einer Session des Gen-Z-Marketing-Experten Julius Lutz mit dem Titel "Relevant bleiben" lernen. Laut ihm könne man die junge Generation am Besten über TikTok erreichen. Zudem müsse berücksichtigt werden, dass die Interessen sich auch innerhalb der Gen Z unterscheiden würden.
Im Panel "Unabhängige Festivals" trafen sich Vertreter diverser europäischer Festivals, die nicht zu großen Konzernen gehören, etwa das Summer Breeze Open Air oder das Ruisrock. Auch hier lag der Fokus auf aktuellen Herausforderungen. Thematisiert wurden aber auch die Vorzüge der Unabhängigkeit wie die Entscheidungsfreiheit und die Möglichkeit, mit Unternehmen aus der ganzen Welt zusammenzuarbeiten.
Aktuelle Themen im Blick
Andere Panels diskutierten, wie Festivals auf Cyberattacken und Bombendrohungen reagieren können, welche Effekte Musik auf uns hat, wie die Branche nachhaltiger werden kann oder wie die Fördermöglichkeiten der Europäischen Union aussehen. Daneben wurden die Ergebnisse der ersten gemeinsamen europaweiten Umfrage unter Festivalgängern vorgestellt.
Weiterhin bot das EFS interaktive Sessions und diverse Exkursionen. So erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Konstruktion einer Bühne oder konnten eine VR-Anwendung testen, die die Planung des unmittelbaren Bereichs um ein Festival herum vereinfachen soll.
Konferenz bildet Abschluss eines dreijährigen Projekts
Die Teilnehmer kamen dabei nicht nur aus der Festivalbranche, sondern auch aus weiteren relevanten Bereichen wie Ticketverkauf, Kulturförderung, Cybersecurity und Zukunftsforschung.
Die Konferenz war zugleich das Abschlussevent von "Future-Fit Festivals", einem Projekt des europäischen Festivalverbands Yourope, das von der EU unterstützt wird und im Dezember 2024 ausläuft. Organisiert wurde die Konferenz von Yourope in Kooperation mit der Karlsruhe Marketing und Event GmbH (KME).
Zufriedenheit bei den Organisatoren
Laut dem Yourope-Vorsitzenden Christof Huber war der European Festival Summit "ein großer Erfolg". Es sei nicht selbstverständlich, dass die erste Ausgabe direkt 200 Teilnehmer angezogen habe.
"Wir haben gezeigt, dass kleinere Konferenzen, die gut designt sind, für einen offeneren Austausch unter den Teilnehmenden sorgen", resümierte er.
Holger Jan Schmidt, Generalsekretär von Yourope, ergänzt:
"Ich bin ausgesprochen zufrieden damit, wie der European Festival Summit verlaufen ist. In einer Zeit, in der Festivals vor enormen Herausforderungen stehen, ist es uns gelungen, 200 Menschen in Karlsruhe zusammenzubringen, um gemeinsam über die Zukunft unserer Branche zu sprechen und Wege aufzuzeigen, wie wir diese am besten gestalten können."
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