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Fair-Use soll noch fairer werden

Für mehr Transparenz im Umgang mit KI: US-Senatoren stellen "COPIED Act" vor

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 19.07.2024

künstliche intelligenz musikbusiness urheberrecht

Für mehr Transparenz im Umgang mit KI: US-Senatoren stellen "COPIED Act" vor

© cottonbro studio via pexels.com

Drei US-Senatoren und Senatorinnen haben einen Gesetzentwurf vorgestellt, der die unkontrollierte Nutzung urheberrechtlich geschützten Materials durch KI einschränken und mehr Transparenz gewährleisten soll.

Der am 11. Juli 2024 vorgestellte COPIED Act (Content Origin Protection and Integrity from Edited and Deepfaked Media Act) enthält neue US-Transparenzrichtlinien für die Kennzeichnung,  Authentifizierung und Erkennung von KI-generierten Inhalten. 

Neue Richtlinien für KI

Laut der Pressemitteilung der US Senatorinnen und -Senatoren Maria Cantwell (Demokraten), Marsha Blackburn (Republikaner) und Martin Heinrich (Demokraten) verlangt der COPIED Act vom National Institute of Standards and Technology (NIST) die Entwicklung von Richtlinien und Standards für Informationen über die Herkunft von Inhalten, Wasserzeichen und die Erkennung synthetischer Inhalte.

Außerdem wird das NIST dazu angewiesen Cybersicherheitsmaßnahmen zu entwickeln, um die Manipulation von Herkunftsinformationen und Wasserzeichen auf KI-Inhalten zu verhindern. 

Der COPIED Act verpflichtet Anbieter von KI-Tools, die zur Erstellung kreativer oder journalistischer Inhalte genutzt werden, den Eigentümer*innen dieser Inhalte zu ermöglichen, Herkunftsinformationen (provenance information) an diesen anzubringen, deren Entfernung verboten ist.

Damit wäre der COPIED Act das erste Gesetz, das das Entfernen, Deaktivieren oder Manipulieren von Herkunftsinformationen für Inhalte ausdrücklich verbietet.

Kein KI-Training ohne Erlaubnis

Weiter stellt der COPIED Act klar, dass die unbefugte Nutzung dieser Inhalte zum Trainieren von KI-Modellen oder der Erstellung von KI-Inhalten verboten ist und ermächtigt die Federal Trade Commission (FTC) und die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten dazu, die Bestimmung des Gesetzes durchzusetzen.

Zeitungen, Rundfunkanstalten, Künstler*innen und andere Inhalteigentümer*innen erhalten zudem das Recht, vor Gericht gegen diejenigen vorzugehen, die ihre Inhalte ohne Erlaubnis verwenden. 

Laut Senatorin Maria Cantwell schafft der COPIED Act dringend benötigte Transparenz in Bezug auf KI-generierte Inhalte und auch den Urheber*innen die Kontrolle über ihre Inhalte zurückgeben. Geschehen soll dies durch den erwähnten Provenienz- und Wasserzeichenprozess. 

Mehr Absprache, mehr Klarheit

Wie Complete Music Update feststellt, bietet der COPIED Act, sollte er verabschiedet werden, einen zusätzlichen Schutz für Urheberrechtsinhaber*innen. Die Einschränkung der Nutzung von Inhalten durch Anbringen von Herkunftsinformation würde bedeuten, dass KI-Unternehmen die Erlaubnis von Kreativen und Urheberrechtsinhaber*innen einholen müssten. 

Eine Berufung auf die Fair-Use-Doktrin des US-Copyrights-Laws, auf die sich auch die KI-Plattform Udio beruft, die von den großen Plattenfirmen wegen unerlaubter Nutzung urheberrechtlich geschützter Musik verklagt worden ist, wäre dann nicht mehr ohne weiteres möglich. 

Zu den Unterstützenden des COPIED Act zählen die Nashville Songwriters Association International, die Recording Academy, die National Music Publisher's Association, die Artist Rights Alliance, die Society of Composers & Lyricists, die Songwriters Guild Of America und Music Creators North America, die Darstellergewerkschaft SAG-AFTRA, die Human Artistry Campaign sowie verschiedene Organisationen, die Nachrichten- und Medienunternehmen vertreten.

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