Einer der größten Katalog-Deals aller Zeiten
Für über 300 Mio. US-Dollar: Warner Music erwirbt Masterrechte der Red Hot Chili Peppers
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© Pavel Suslov
Die 1983 gegründeten Red Hot Chili Peppers gehören zu den wohl bekanntesten Vertretern der US-amerikanischen Alternative-Rock-Szene.
Mit ihrem ganz eigenen Sound und Songs wie "Give it Away", "Scar Tissue" oder "Under the Bridge" konnte sich die Gruppe rund um die Schulfreunde Anthony Kiedis und Michael "Flea" Balzary schnell eine große, treue Fangemeinde erspielen.
Einer der größten Deals der letzten Jahre
Nun haben The Red Hot Chili Peppers durch ihre Transaktion mit Warner Music nun einen der größten Musikrechte-Deals der letzten Jahre abgeschlossen. Wie The Hollywood Reporter berichtet, umfasst der Deal die Rechte an den Studioaufnahmen der Red Hot Chili Peppers und damit insgesamt 13 Alben.
Darunter befinden sich Millionenseller wie "Californication", "Blood Sugar Sex Magik" oder "By the Way". Billboard schätzt, dass der Katalog jährlich rund 26 Millionen Dollar vor allem durch Streaming, Radioeinsätze, Werbung und Lizenzierungen einspielt.
Teil einer Songrechte-Strategie
Die Wahl des Major-Labels ist für Red Hot Chili Peppers eine naheliegende Entscheidung, schließlich steht die Gruppe seit den frühen 90er-Jahren bei Warner Records unter Vertrag.
Für Warner Music wiederum ist die Übernahme Teil einer größeren Strategie. Gemeinsam mit der Investmentgesellschaft Bain Capital hat das Unternehmen einen milliardenschweren Fonds aufgebaut, um lukrative Musikkataloge zu erwerben. Musikrechte gelten inzwischen als vergleichsweise sichere Anlageform, weil bekannte Songs über Jahrzehnte stabile Einnahmen generieren.
Finanziert durch Fremdkapital
Insgesamt macht die Transaktion etwa die Hälfte der 650 Millionen US-Dollar aus, die Warner Music laut Quartalsbericht im Rahmen eines Joint-Venture-Katalogerwerbs mit Bain Capital ausgegeben hat.
Bereits im Jahr 2021 hatten die Red Hot Chili Peppers ihre Verlagsrecht an Hipgnosis (jetzt Recognition Music Group) verkauft. Der aktuelle Deal betrifft dagegen die Eigentumsrechte an ihren Tonaufnahmen. Damit kontrolliert Warner künftig einen großen Teil des musikalischen Erbes der Band.
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