Ausbau der Tech-Sparte
Konzentrationsprozess geht weiter: Warner Music übernimmt Indie-Plattform Revelator (Update!)
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Das Warner-Gebäude in Burbank. © Downtowngal - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32849479
Bisher wurden noch keine finanziellen Details zu dem am 1. April bekanntgemachten Deal veröffentlicht. Der Abschluss der Transaktion wird im kommenden Quartal erwartet.
Bei Revelator handelt es sich um eine 2012 gegründete cloudbasierte Plattform für Musikdistribution, Rechteverwaltung sowie Abrechnungs- und Analyse-Tools. Zu den Kunden des Unternehmens zählen unabhängige Labels, Distributoren und Rechteinhaber, die ihre Kataloge über digitale Plattformen auswerten.
Nach Angaben von Warner soll Revelator weiterhin als eigenständige Plattform operieren und auch bestehende Kunden unabhängig vom Major-Geschäft betreuen.
Fokus auf Technologie und Services
Mit der Übernahme will Warner gezielt sein Angebot im Bereich Label Services und digitale Infrastruktur stärken. Der Konzern betont, dass die Technologie von Revelator dazu beitragen soll, Prozesse rund um Distribution, Royalty Accounting und Datenanalyse effizienter und skalierbarer zu gestalten.
Außerdem sichert sich Warner mit Revelator Zugang zu einer etablierten Infrastruktur, die bereits von zahlreichen unabhängigen Marktteilnehmern genutzt wird. Die Entscheidung, die Plattform eigenständig weiterzuführen, deutet darauf hin, dass Warner die bestehende Position im Independent-Segment erhalten und ausbauen will.
Update: Kritik von Branchenverband Impala
Kritik kommt unterdessen vom europäischen Branchenverband Impala, der die Interessen unabhängiger Musikunternehmen vertritt. In einer Stellungnahme bezeichnet die Organisation die Übernahme als "schlechte Nachricht für Künstler, Fans und die Vielfalt in Europa insgesamt".
Zwar sei der Deal ein Beleg für die Innovationskraft des Independent-Sektors, da mit Revelator ein unabhängiger Technologieanbieter für einen Major attraktiv geworden sei, gleichzeitig sieht Impala jedoch einen anhaltenden Trend zur Konsolidierung kritischer Infrastruktur.
Unabhängige Labels und Künstler, die bewusst mit unabhängigen Partnern arbeiten wollten, würden so nachträglich in Strukturen der Major-Konzerne überführt.
Der Verband betont, dass unabhängige, eigenständige Distributions- und Serviceangebote eine zentrale Rolle für Wettbewerb und kulturelle Vielfalt spielen. Vor diesem Hintergrund fordert Impala erneut bessere Rahmenbedingungen und stärkere Unterstützung für unabhängige Marktteilnehmer.
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