Positive Geschäftsentwicklung
In den schwarzen Zahlen: Warner Music meldet starkes drittes Quartal
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Robert Kyncl (2024). © Warner Music
Der Musikkonzern erzielte in den drei Monaten bis zum 30. Juni einen Umsatz von 1.864 Millionen US-Dollar und steigerte sich somit um rund 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Nettoergebnis erreichte in diesem Quartal 200 Millionen US-Dollar. Besonders das operative Ergebnis wuchs stark um nicht weniger als 80,5 Prozent von 169 auf 305 Millionen US-Dollar.
Auch die beiden großen Geschäftsbereiche des Konzerns legten zu. Das Geschäft mit Tonträgern und Musikaufnahmen, das in WMG Recorded Music gebündelt ist, erzielte 1,488 Milliarden US-Dollar und wuchs damit um 10 Prozent. Der Umsatz des Musikverlags Warner Chappell Music stieg derweil um 12 Prozent auf 377 Millionen US-Dollar.
Streaming ist wichtiger Wachstumstreiber
Für WMG Recorded Music stiegen die digitalen Umsätze um 10,5 Prozent. Dabei stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum das digitale Wachstum durch die Streaming-Umsätze um 12 Prozent an.
6 bis 7 Prozentpunkte sind auf Einnahmen aus Streaming-Abonnements zurückzuführen, 3,5 Prozent auf verbesserte Lizenzvereinbarungen mit digitalen Streaming-Partnern und rund 1 Prozent auf einen gestiegenen globalen Marktanteil.
Auch bei Warner Chappell Music entwickelten sich die digitalen Einnahmen mit 15,2 Prozent Steigerung zum Vorjahreszeitraum stark. Die Streaming-Umsätze des Musikverlags legten um 14,4 Prozent zu.
CEO Robert Kyncl hob im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen die neuen Vereinbarungen mit den großen Streaming-Plattformen hervor. Warner konnte mit vielen wichtigen Streaming-Partnern verbesserte Verträge abschließen, zuletzt auch mit Apple. Diese Vereinbarungen sollen zukünftig zur weiteren Verbesserung der Streaming-Erlöse beitragen.
Zuwachs auch in anderen Bereichen
Auch abseits des Streamings konnte WMG Recorded Music im dritten Quartal zulegen. Die Einnahmen aus "Künstlerdienstleistungen und erweiterte Rechte" stiegen um 14,9 Prozent. Dazu zählen unter anderem Einnahmen aus Konzertpromotion und Produktverkäufen. Besonders die Konzertpromotionen entwickelten sich positiv und WMG meldete vor allem höhere Einnahmen in Japan.
Auch die Umsätze durch physische Tonträger legten um 15,1 Prozent zu. Zu den Künstlern die in diesem Quartal besonders zu diesen Einnahmen beitrugen, gehören unter anderem Bruno Mars, Don Toliver, sombr, Alex Warren und Madonna.
Prognose für das Gesamtjahr
Im Rahmen der Veröffentlichung der Quartalszahlen erklärte CEO Kyncl, dass Warner Music bereits im fünften Quartal in Folge seine eigenen Ziele übertroffen habe. Für das Gesamtjahr hält Warner Music daher an seiner bisherigen Prognose fest.
An der Börse gewann die Aktie von Warner Music zunächst deutlich, verlor aber anschließend einen Großteil der Gewinne wieder und notiert aktuell bei ca. 25,50 US-Dollar.
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