Nach langem Ringen
GEMA-Mitgliederversammlung beschließt Reform der Kulturförderung
© Sebastian Riepp
Notwendig für die Annahme der Reform war eine Zwei-Drittel-Mehrheit in den drei GEMA-Kurien der Komponisten, Textdichter und Musikverleger.
Mit der Neuen GEMA Kulturförderung soll die bisherige Trennung der Förderung in die Bereiche E und U abgeschafft und eine genreübergreifende Förderung eingeführt werden. Gleichzeitig soll die Nachwuchsförderung gestärkt werden. Die Einführung der neuen Kulturförderung ist schrittweise bis 2030 vorgesehen.
Deutliche Mehrheiten
Während Textdichter und Musikverleger bereits am Mittwoch mit deutlichen Mehrheiten von über 90 Prozent für die Reform stimmten, verlief die Abstimmung bei den Komponisten enger.
Am Ende stimmten nach langer Diskussion aber mehr als 70 Prozent der Komponisten für die Reform, womit die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit übertroffen wurde, wie wir von Teilnehmern der GEMA-Mitgliederversammlung erfuhren.
Weitere Informationen
Im vergangenen Jahr war die Reform der Kulturförderung noch knapp an der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit unter den Komponisten gescheitert.
Dieser Artikel wird mit weiteren Informationen ergänzt, sobald diese vorliegen. Alle weitere Informationen zur Reform der Kulturförderung sind hier.
Stimmen zum Ergebnis
Georg Oeller, Mitglied des Vorstands der GEMA, will den Dialog mit allen Mitgliedern fortsetzen:
"Mit ihrer Kulturförderung will die GEMA gestalten, die Fördermittel gezielt wieder dort einsetzen, wo sie echte Wirkung entfalten: bei besonderem Repertoire in allen Genres, bei Innovation und beim Nachwuchs. Sie ermöglicht künstlerische Entwicklung, um Vielfalt auch langfristig zu sichern – gerade dort, wo Marktmechanismen allein zu kurz greifen. Uns ist bewusst, dass die vorgeschlagenen Veränderungen unterschiedlich bewertet werden. Umso wichtiger ist es, den weiteren Weg im Dialog mit allen Mitgliedern zu gestalten und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln."
Dr. Ralf Weigand, Aufsichtsratsvorsitzender der GEMA erklärt:
"Die Neue Kulturförderung der GEMA ist dabei im internationalen Vergleich einzigartig und ermöglicht weiterhin eine substanzielle Förderung kreativen Schaffens. Vielen Dank für das Vertrauen der Mitglieder, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen."
Insgesamt nahmen 1.200 GEMA Mitglieder an der Mitgliederversammlung in den Berliner Atelier Gardens teil. Neben der eigentlichen Versammlung bot die GEMA ein umfangreiches Programm aus Networking-Formaten, fachbezogenen Workshops und Panels und ein Mitgliederfest, in dessen Rahmen Sänger Jan Plewka mit dem Fred Jay Preis ausgezeichnet wurde.
Unternehmen
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