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Aufhebung von "E" und "U"

Reform der GEMA-Kulturförderung: Composers Club begrüßt Pläne

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 23.04.2026

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Reform der GEMA-Kulturförderung: Composers Club begrüßt Pläne

GEMA-Mitgliederversammlung 2025. © Manuel Vescoli

Kurz vor der Entscheidung über die Reform der Kulturförderung bei der GEMA bezieht der Composers Club, der Berufsverband der Auftragskomponisten, klar Stellung. Der Verband kritisiert den momentanen Zustand und unterstützt die Neuausrichtung grundsätzlich, sieht aber weiteren Handlungsbedarf, z. B. bei den Verteilungsplänen.

Im Mai 2026 entscheidet die Mitgliederversammlung der GEMA über eine umfassende Reform der Kulturförderung. Ziel ist es, die bisherige Bevorzugung der sogenannten E-Musik zu beenden und die Fördermittel breiter auf alle Genres zu verteilen.

Künftig sollen 70 Prozent der Mittel in eine allgemeine Förderung für alle Mitglieder fließen, während 30 Prozent gezielt über eine Fokusförderung vergeben werden. Die Umstellung ist schrittweise bis 2030 geplant.

Kritik an überholten Strukturen

In einer von dem Vorstandsvorsitzendem Dr. Anselm Kreuzer verfassten Stellungnahme weist der Composers Club, der hauptsächlich Komponisten aus den Bereichen Film, Fernsehen und Werbung vertritt, darauf hin, dass die bisherige Trennung zwischen E- und U-Musik aus einer anderen Zeit stamme und der heutigen vielfältigen Musiklandschaft nicht mehr gerecht werde. 

Die Fördergelder konzentrieren sich derzeit auf eine vergleichsweise kleine Gruppe von Urheberinnen und Urhebern aus der E-Musik, während viele Komponistinnen und Komponisten aus der U-Musik trotz ihres wirtschaftlichen Beitrags kaum davon profitieren.

Zustimmung mit Vorbehalten

Der Composers Club sieht daher im Reformvorschlag einen Fortschritt:

"Der Reformansatz bricht mit der alten Dichotomie und zielt auf eine offenere, gerechtere Förderung. Mehr Genres sollen berücksichtigt werden, mehr junge Urheber:innen, mehr tatsächlich aktive Kreative. Förderung soll nicht länger an historischen Kategorien hängen, sondern an künstlerischer Relevanz und aktueller Praxis."

Der Widerstand der betroffenen E-Komponisten sei verständlich, aber kein Argument gegen die Reform an sich. Sie sei hingegen ein "notwendiger Schritt, um die GEMA als Solidargemeinschaft zukunftsfähig und geschlossen zu halten".

Der vorliegende Vorschlag setze an den richtigen Prinzipien an, müsse aber im Zuge der Umsetzung nachgebessert werden. Ebenso müsse die GEMA das Vorgehen auf "andere Sektoren der Verteilung mit teils antiquierten Umverteilungen und Gewohnheitsrechten" ausweiten.

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