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GEMA weist Kritik der Musikhochschulen an Reform der Kulturförderung zurück

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 16.03.2026

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GEMA weist Kritik der Musikhochschulen an Reform der Kulturförderung zurück

Georg Oeller, Vorstandsmitglied der GEMA. © Sebastian Linder

Nach dem Offenen Brief der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen (RKM) zur geplanten Reform der Kulturförderung nimmt die GEMA nun Stellung. In einem Schreiben an die RKM weist die Verwertungsgesellschaft zentrale Vorwürfe zurück und verteidigt die geplante Neuausrichtung ihres Fördersystems.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Georg Oeller weist darin den zentralen Vorwurf zurück, die Reform würde die musikalische Vielfalt gefährden oder Komponist:innen der Ernsten Musik strukturell benachteiligen.

Vielmehr argumentiert Georg Oeller, dass das bestehende System zu spezifisch sei, weil es die Förderung stark auf eine einzelne musikalische Richtung konzentriere.

Laut Oeller ist das Ziel der Reform, die Kulturförderung in Zukunft für alle Genres zu öffnen. Damit soll verhindert werden, dass bestimmte Stilrichtungen systematisch bevorzugt werden.

Mehr Geld für den Nachwuchs

Auch den Vorwurf einer unzureichenden Nachwuchsförderung weist die Georg Oeller zurück. Nach Angaben der GEMA fließen im derzeitigen System mehr als zwei Drittel der Fördermittel im Bereich der E-Musik an Personen über 60 Jahre oder deren Rechtsnachfolger. Auf diesen Umstand hatten auch wir bereits hingewiesen.

Der neue Reformantrag sehe eine gezieltere Förderung für jüngere Komponistinnen und Komponisten vor und stärke den Nachwuchs deutlich besser als das bisherige System. 

Wird die RKM ihrem Bildungsauftrag gerecht?

Zugleich äußert die Oeller Kritik an der Argumentation der Musikhochschulen. Diese hätten sich selbst in ihren Studienprogrammen zur Förderung musikalischer Vielfalt verpflichtet. Vor diesem Hintergrund sei es aus Sicht der GEMA überraschend, dass die Rektoren sich gegen eine offene Ausrichtung der Kulturförderung stellen.

Georg Oeller lädt die Musikhochschulen in dem Schreiben dazu ein, ihre Position noch einmal zu überdenken und "sich der Neuausrichtung der kulturellen Förderung der GEMA entlang auch ihrer eigenen Maßstäbe öffnen". Dafür stehe die GEMA als Gesprächspartner zur Verfügung.

Über die Neuausrichtung der Kulturförderung soll die Mitgliederversammlung der GEMA im Mai 2026 entscheiden.

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