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Weniger Unterstützung für Musikschaffende

Haushaltsentwurf 2027 enthält drastische Kürzungen bei Musikförderung

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 10.07.2026

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Haushaltsentwurf 2027 enthält drastische Kürzungen bei Musikförderung

Wolfram Weimer (2025). © Jesco Denzel / Bundesregierung

Nach Informationen der Musikwoche plant die Bundesregierung massive Kürzungen von Musik-Förderprogrammen im Haushaltsjahr 2027. Betroffen könnten u.a. die Initiative Musik, das Reeperbahn Festival und der Amateurmusikfonds sein.

Der Musikwoche liegt offenbar eine Kabinettvorlage des Bundeshaushalts 2027 vor. Nach diesen Haushaltsunterlagen sollen 2027 mehrere Förderprogramme im Musikbereich drastisch weniger Mittel erhalten:

  • Die Förderung der Initiative Musik könnte von 19,25 Millionen Euro auf 15 Millionen Euro sinken, rund 22 Prozent weniger als im laufenden Haushaltsjahr.
  • Ebenfalls betroffen wäre das Reeperbahn Festival, dessen Fördermittel von 6,275 Millionen Euro auf 3 Millionen Euro verringert werden sollen.
  • Der Festivalförderfonds soll um 50 Prozent (!) auf 2 Millionen Euro gekürzt werden.
  • Weitere Einschnitte von rund 400.000 Euro sind beim Deutschen Musikrat vorgesehen. 
  • Die Mittel des Amateurmusikfonds sollen ab 2027 von 4,6 auf 3 Millionen Euro reduziert werden.
  • Für den Haushaltstitel "Einzelprojekte Musik" sind laut Entwurf 5,36 Millionen Euro vorgesehen, mehr als eine Million Euro weniger als bisher.

Doch nicht alle Projekte müssen Einsparungen verkraften. Eine solche Ausnahme bilden die Bayreuther Festspiele, deren Förderung laut Entwurf um rund eine Million Euro auf 5,267 Millionen Euro steigen soll.

Im laufenden Haushaltsjahr konnte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer noch mit mehr Geld planen als 2024, diese kleinen Erfolge drohen jetzt zunichtegemacht zu werden.

Höchste Gefahr für die Musikförderung

Der vorliegende Haushaltsentwurf ist noch nicht endgültig. Es ist beispielsweise nicht klar, ob es sich bei dem der Musikwoche vorliegenden Papier um die finale Beschlussvorlage handelt. Die Kürzungen wurden zudem noch nicht vom Kabinett beschlossen. Selbst wenn das der Fall wäre, muss der Haushalt letztlich vom Bundestag verabschiedet werden. Änderungen im parlamentarischen Verfahren können als sicher gelten.

Dennoch ist dieser Entwurf alarmierend, bedroht er doch zentrale Förderinstitutionen der deutschen Musikszene, insbesondere die Initiative Musik und den Festivalförderfonds. Sollten diese Kürzungen  umgesetzt werden, würden sie eine stark unter Druck stehende Musikbranche hart treffen, während der Nutzen für die Allgemeinheit aufgrund der im Vergleich zum Gesamthaushalt marginalen Summen gering bliebe.

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