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Gekaufte Erfolge

James Blake kritisiert Musikbusiness: "Kein einziger Teil des Systems ist nicht gefälscht."

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 03.07.2026

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James Blake kritisiert Musikbusiness: "Kein einziger Teil des Systems ist nicht gefälscht."

James Blake will auf vault.fm unveröffentlichte Musik unter die Leute bringen (2024). © Josh Stadlen

James Blake teilte vor einigen Tagen ein paar Zeilen in seiner Instagram-Story, in denen er das System der aktuellen Musikindustrie kritisierte. Kommentarspalten, Streamingzahlen und Rezensionen seien häufig gefälscht und gekauft.

In seiner Story schrieb James Blake: "Im Jahr 2026 gibt es keinen einzigen Teil des Systems, der nicht gefälscht ist." Er spricht von Kommentarspalten, YouTube-Zahlen und Streaming: "Du kannst YouTube-Zahlen nicht trauen, weil Plattenfirmen sie kaufen".

Streaming werde durch Bot-Farmen gepusht und Kommentarspalten seien voll von Fake-Fan-Accounts, die Kommentare wie "omg, diese Stimme" schrieben, um einen sog. Bandwagon-Effekt herzustellen. Durch den Bandwagon-Effekt schließen sich Menschen der vermeintlichen Meinung der Massen an, weil es sich um die populärste Meinung handelt.

Unabhängiger Journalismus in der Musikindustrie?

Blake kritisiert außerdem gekaufte Rezensionen: "Du kannst einer Rezension nicht trauen, weil Blogs und Magazine kein Geld mehr verdienen und Journalisten nun von Plattenfirmen bezahlt werden." Später spezifiziert er die Erklärung: "Ich habe nicht von *allen Journalisten gesprochen – es gibt natürlich Journalisten, die weder für ihre Kritiken bezahlt werden noch Vergünstigungen erhalten." 

Er habe Mitleid mit den zunehmend unterbezahlten Kritikern und Journalisten mit Integrität, gleichzeitig sieht er eine Veränderung: "Ich beobachte, wie ihr einer nach dem anderen durch Personen ersetzt werdet, die genau das sagen, was von ihnen verlangt wird."

Ermutigende Worte an Künstler

Sogar bei Songs könne man sich wegen der fortschreitenden Entwicklung von KI nicht darauf verlassen, dass sie von einem echten Menschen kämen. Damit stehe jeder Artist heute vor einzigartigen Herausforderungen, wenn es darum geht, sich eine eigene Karriere aufzubauen.

Anderen Künstler:innen will Blake Mut machen. Seine Stellungnahme beendet er mit: "Wenn du ein Künstler bist, denk daran [...] Du machst das wahrscheinlich besser, als du denkst."

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