Plattform kündigt weitere Maßnahmen an
KI-Musik macht auf Deezer erstmals mehr als die Hälfte neuer Uploads aus
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© Deezer
Die Zahl vollständig KI-generierter Musik auf Deezer steigt jeden Tag. Im Juni 2026 überschritt ihr Anteil an den täglichen Neuveröffentlichungen erstmals die Marke von 50 Prozent. An Spitzentagen wurden mehr als 90.000 entsprechende Tracks hochgeladen.
Damit setzt sich der starke Anstieg vollständig synthetischer Musik auf der Plattform fort. Im gesamten Jahr 2025 hatte Deezer bereits mehr als 13,4 Millionen KI-generierte Tracks erkannt und gekennzeichnet.
Deezer will KI-Tracks entfernen
Als Reaktion auf die Entwicklung kündigt Deezer neue Maßnahmen an. Vollständig KI-generierte Tracks, die für Streaming-Betrug genutzt werden, sollen künftig entfernt werden. Auch Songs, die seit mindestens sechs Monaten keine Streams mehr erhalten haben, sollen von der Plattform verschwinden.
Trotz der großen Zahl an Uploads werden KI-generierte Songs bislang vergleichsweise selten gehört. Ihr Anteil an den gesamten Streams auf Deezer liegt weiterhin zwischen 1 und 3 Prozent.
Problematisch ist dabei vor allem der hohe Anteil manipulierter oder betrüglicher Streams. Laut Deezer wurden 2025 bis zu 85 Prozent der Streams vollständig KI-generierter Tracks als betrügerisch eingestuft und erhalten keine Tantiemen.
Gemeinsames Vorgehen gegen KI
Deezer will seine Technologie zur Erkennung KI-generierter Musik weiterhin auch außerhalb der eigenen Plattform einsetzen. Seit Januar 2026 wird das System an Unternehmen aus der Musikbranche lizenziert.
Unter anderem soll die Technologie dabei helfen, KI-generierte Musik transparenter zu machen und Streaming-Betrug einzudämmen. Deezer-CEO Alexis Lanternier bekräftigt:
"Wir stehen an einem entscheidenden Wendepunkt, verfügen jedoch über die Technologie, um die Entwicklung im Blick zu behalten, und haben den Ehrgeiz, das Richtige zu tun. Wenn sich die Branche abstimmen und zusammenschließen kann, um gemeinsame Standards zu schaffen, können wir ein gesundes und nachhaltiges Musik-Ökosystem aufbauen, in dem großartige Musik den Vorrang hat."
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