Starke Ablehnung von reiner KI-Musik
Umfrage: Zwei Drittel fordern klare Kennzeichnung von KI-Musik
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Zwei Drittel der Bevölkerung ab 16 Jahren sprechen sich für eine eindeutige Kennzeichnungspflicht von KI-generierter Musik aus. Das geht aus der repräsentativen Umfrage "Musikmonitor Deutschland" hervor, die vom Institut für Demoskopie Allensbach für das Deutsche Musikinformationszentrum (miz) durchgeführt wurde.
Klare Meinung bei Transparenz
Die Bewertung von KI geht stark von dem konkreten Anwendungsbereich aus. Als unterstützendes Werkzeug oder zur Generierung von Hintergrundmusik findet KI in der Umfrage Akzeptanz. 85 Prozent der Befragten finden es aber nicht akzeptabel, wenn KI menschliches Schaffen komplett ersetzt.
Bei rein durch KI generierten Gesangsstimmen liegt die Zustimmung lediglich bei 16 Prozent. Die Imitation von Stimmen bekannter Künstler stößt sogar nur auf Zustimmung bei 10 Prozent der Befragten. 22 Prozent stören sich nicht an KI-Musik bei Streaming Diensten, im Radio sinkt die Akzeptanz auf 15 Prozent.
Menschliche Kreativität bleibt Trumpf
Mittlerweile geben 40 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren an, bewusst KI-generierte Musik gehört zu haben. Unter den 16 bis 29 Jährigen ist diese Erfahrung mit 63 Prozent sogar weit verbreitet. Von denen, die KI-Musik bewusst gehört haben, gefiel knapp die Hälfte der Songs gut oder sogar sehr gut.
Dennoch verlieren in den Umfragen Künstler nicht an Wert. 42 Prozent der KI-erfahrenen Hörer halten menschliche Kreativität dennoch für eine notwendige Voraussetzung guter Musik. Unter den Befragten ohne entsprechende Hörerfahrung sind es sogar 51 Prozent. Die allerwenigsten Befragten, nur 4 Prozent, haben schon mal eigene Musik mithilfe von KI erstellt.
Stephan Schulmeistrat, Leiter des Deutschen Musikinformationszentrums, äußert sich zur Auwertung der Studie:
"Unsere Umfrage zeigt keine pauschale Zustimmung oder Ablehnung von KI. Die Bevölkerung unterscheidet deutlich danach, wofür sie eingesetzt wird: Als unterstützendes Werkzeug findet KI eher Akzeptanz; wo sie menschliche Kreativität ersetzt, überwiegen die Vorbehalte. Zugleich sprechen sich klare Mehrheiten für die Kennzeichnung KI-generierter Musik und für eine Vergütung der Kreativen aus."
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