Kooperation statt Konfrontation
Neue Wege für KI-Musik: BMG und Suno schließen Partnerschaft
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Thomas Coesfeld, CEO von BMG. © Bertelsmann
Die Kooperation der beiden Unternehmen steht im Zusammenhang mit der Entwicklung eines neuen Musikmodells von Suno. Dabei handelt es sich um das erste Modell, das gemeinsam mit der Musikindustrie entwickelt wird und auf lizenzierten Trainingsdaten basiert.
Die Partnerschaft umfasst auch die bisherige Nutzung von Tonaufnahmen und Verlagswerken durch Suno. Zu den finanziellen Aspekten des Deals machten die Unternehmen keine Angaben.
Künstler und Songwriter entscheiden selbst
Laut BMG können die unter Vertrag stehenden Künstler und Songwriter freiwilig an dem neuen Angebot teilzunehmen. Wer sich für eine Teilnahme entscheidet, soll für die Nutzung der eigenen Musik vergütet werden.
Celine Joshua, EVP Global Marketing & Streaming bei BMG, bezeichnet die Wahlfreiheit der potenziellen Teilnehmer als Leitprinzip der Vereinbarung. Die Partnerschaft soll zudem Rahmenbedingungen und Schutzmaßnahmen für die Beteiligten schaffen.
Neue Musikerlebnisse für Künstler und Fans
Neben der Entwicklung des neuen KI-Modells wollen BMG und Suno gemeinsam neue Musikerlebnisse entwickeln. Diese sollen nach Angaben der Unternehmen neue Möglichkeiten schaffen, wie Künstler und Fans miteinander in Kontakt treten können.
Suno-CEO und Mitgründer Mikey Shulman erklärt:
"Wir sind davon überzeugt, dass die Zukunft der Musik interaktiver sein wird und völlig neue Möglichkeiten für den Austausch zwischen Künstlern und Fans schaffen wird. [...] Gemeinsam mit BMG können wir neue Erlebnisse entwickeln, die Künstlern und Songwritern echte Wahlmöglichkeiten bieten, neue Einnahmequellen erschließen und Musik zu einem noch wichtigeren Bestandteil des Lebens der Menschen machen."
Welche konkreten Produkte oder Funktionen aus der Zusammenarbeit entstehen werden, wurde bislang nicht bekannt gegeben.
Suno verschärft Schutzmaßnahmen
Das Unternehmen hatte Anfang August seine aktualisierten Richtlinien für die Gestaltung der Zukunft der Musik und kündigte dabei auch zusätzliche Maßnahmen zur Kennzeichnung der auf Suno erzeugten KI-Musik an. Dazu gehören Audio-Wasserzeichen und Fingerprinting-Technologien, mit denen sich von Suno erzeugte Musik leichter identifizieren lassen soll.
Außerdem möchte das Unternehmen den Missbrauch von Suno durch massenhafte Produktion und Verbreitung von KI-generierten Songs eindämmen. Diese Richtlinien sollen auch bei den gemeinsamen Entwicklungen mit BMG berücksichtigt werden.
Partnerschaften und Rechtsstreitigkeiten
BMG ist nach der Warner Music Group (WMG) das zweite große Musikunternehmen, das eine Partnerschaft mit Suno eingeht. WMG hatte zuvor bereits einen Lizenzdeal mit der Plattform abgeschlossen.
Gleichzeitig sieht sich Suno weiterhin mit Klagen wegen Urheberrechtsverletzungen konfrontiert. In Deutschland hatte die GEMA in erster Instanz gegen das Unternehmen gewonnen, während die Rechtsstreitigkeiten mit der Universal Music Group und der Sony Music Group in den USA noch andauern.
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