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Streaming-Betrug im Visier

SII: Internationale Initiative der Musikbranche zur Bekämpfung von Streaming Betrug startet

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 14.09.2026

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SII: Internationale Initiative der Musikbranche zur Bekämpfung von Streaming Betrug startet

© Antoni Shkraba via pexels.com

Die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) und zahlreiche Unternehmen der Musikbranche wollen gemeinsam gegen manipulierte Streams vorgehen. Die neue Streaming Integrity Initiative (SII) soll einheitliche Mindeststandards schaffen, um die Bekämpfung von Streaming Fraud international zu koordinieren und Künstler zu schützen

Unter Streaming Fraud versteht man die Manipulation digitaler Musikdienste, um Einnahmen aus nicht legitimen Streams zu generieren. Die Folgen betreffen dabei nicht nur die Streamingplattformen selbst. Manipulierte Wiedergaben können die Verteilung von Streaming-Einnahmen beeinflussen und damit Künstler, Songwriter, Labels und weitere Akteure der Musikwirtschaft treffen.

Gemeinsame Standards

Die Streaming Integrity Initiative (SII) konzentriert sich insbesondere auf Musikvertriebe, da sie Inhalte von Kunden an Streamingplattformen weiterleiten. Musikvertriebe haben die einzigartige Gelegenheit, betrügerische Inhalte zu identifizieren und einzudämmen, bevor sie verbreitet werden. Teilnehmende Vertriebspartner verpflichten sich im Rahmen der SII zu fünf branchenweiten Maßnahmen.

Dazu gehört die Überprüfung der Rechteinhaberschaft und der Kundenidentitäten. Mithilfe verlässlicher Verfahren zur Rechteüberprüfung und Kundenidentifizierung ("Know Your Customer", KYC) soll verhindert werden, dass sich Betrüger unerkannt Zugang zum digitalen Musik-Ökosystem verschaffen. 

Darüber hinaus werden Inhalte mit geeigneten Tools und Verfahren geprüft, um Rechtsverletzungen, betrügerische Aktivitäten und KI-bezogene Risiken zu erkennen.

Informationsaustausch vereinbart

Ein weiterer Bestandteil ist das Erkennen, Untersuchen und Eindämmen von Betrugsverdachtsfällen. Auch gegen Personen oder Unternehmen, die wiederholt gegen entsprechende Regeln verstoßen, wird vorgegangen. 

Soweit rechtlich zulässig, wollen die teilnehmenden Unternehmen untereinander Informationen teilen. Dies verhindert, dass Kriminelle, die wegen Streaming Fraud auffällig geworden sind, zwischen verschiedenen Diensten und Plattformen wechseln können. 

Schließlich vereinbaren die Beteiligten die regelmäßige Bewertung und kontinuierliche Stärkung von Systemen zur Betrugsbekämpfung, um neuen Bedrohungen entgegenzuwirken.

BVMI begrüßt gemeinsame Standards

Der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) begrüßt die Initiative, wie der Vorstandsvorsitzende Dr. Florian Drücke erklärt:

"Streaming Fraud ist ein zentrales Problem für die gesamte Musikwirtschaft und bekanntermaßen eine zentrale Priorität des BVMI: Manipulation und Betrug im Streamingbereich verzerren den Wettbewerb und entziehen Künstlerinnen und Künstlern sowie ihren Partnern Einnahmen und untergraben das Vertrauen in das Streaming-Ökosystem. Da Streaming-Plattformen globale Akteure sind, muss dieses Problem auch auf globaler Ebene entschlossen angegangen werden, um die betrügerischen Aktivitäten erfolgreich einzudämmen. Die Streaming Integrity Initiative setzt genau hier an: Gemeinsame Mindeststandards, wirksame Prävention und Erkennung sowie der Austausch von Informationen sind wichtige Voraussetzungen, um Betrug wirksam einzudämmen. Es ist wichtig, dass alle beteiligten Akteure über Länder- und Unternehmensgrenzen hinweg hier gemeinsam Verantwortung übernehmen."

Liste der unterstüzenden Labels

ADA, AWAL, CDBaby, CmdShft, Ditto Music, FUGA, GoDigital, HYBE, IDOL, IMPALA, InnerCat Music Group, Merlin, Redeye, Revelator, RouteNote, Secretly Distribution, Symphonic, Sony Music Group, The Orchard, Too Lost, Universal Music Group, Virgin Music Group und Warner Music Group

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