Transparenz im Streaming
"Made With AI": Apple Music will KI-Musik künftig von Labels und Vertrieben kennzeichnen lassen
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© Brett Jordan via Unsplash
In einer Mitteilung vom 20. August informierte Apple Music seine Branchenpartner über die geplante Einführung der neuen Kennzeichnung. Demnach sollen die "Made With AI"-Labels in den nächsten Monaten für die Nutzer des Streamingdienstes sichtbar gemacht werden. Ein konkretes Startdatum wurde bislang jedoch nicht genannt.
Bereits im März hatte Apple Music die "AI-Transparency Tags" eingeführt. Damit können Plattenlabels und Musikvertriebe angeben, ob hochgeladene Inhalte wesentlich mit Hilfe von KI generiert wurden. Diese Kennzeichnung basierte aber bis dato auf Freiwilligkeit.
Labels und Vertreiber sollen KI-Inhalte melden
Nun sollen die "KI-Transparency Tags" zu einer Verpflichtung werden. Den vorliegenden Informationen zufolge will Apple Music die Erkennung der KI-Musik nicht selbst übernehmen. Stattdessen liegt die Verantwortung bei den Plattenlabels und Vertreibern. Der Streamingdienst betonte, dass Inhaltsanbieter in diesem Prozess wichtige Partner seien, da "sie am besten wissen, wie ihre Inhalte entstanden sind".
Apple Music erklärt, dass die Tags anzubringen sind, wann immer KI zur Erstellung eines wesentlichen Teils des Inhalts verwendet wurde, darunter auch Songs, die von KI-Plattformen wie Suno und Udio generiert wurden. Suno hatte vor einigen Tagen selbst die Kennzeichnung von auf der Plattform entstandener Musik bekanntgegeben.
Kennzeichnungen im Vergleich
Die KI-Kennzeichnung bei Apple Music basiert somit ausschließlich auf Informationen, die von Labels und Vertreíber bereitgestellt werden. Andere Streaming-Dienste verfolgen einen anderen Ansatz. Deezer setzt beispielsweise eigene Technologien ein, um mutmaßlich generierte Tracks zu erkennen und von der Plattform zu entfernen.
Spotify hat hingegen eine freiwillige Kennzeichnung durch die Funktion "KI-Songinfos" eingeführt, bei denen Künstler angeben können, wie sie KI bei der Herstellung ihrer Musik genutzt haben.
Um offenzulegen, hinter welchen der Künstler-Profile keine reale Person, sondern eine KI-erstellte Identität steht, hat Spotify außerdem den "AI-Persona"-Badge angekündigt. Dabei will sich Spotify aber nicht alleine auf Selbstauskünfte verlassen, sondern verdächtige Profile eigenständig überprüfen.
Hintergrund: Neue Vorgaben
Die Einführung der KI-Kennzeichnungen steht im Zusammenhang mit den neuen Transparenzvorgaben für Generative KI. Seit dem 2. August gelten im Rahmen des EU AI Act entsprechende Regeln, nach denen Anbieter generativer KI-Systeme maschinenlesbare und für Menschen gut sichtbare Kennzeichnung in generierten Inhalten hinterlegt werden müssen
Zudem kündigten die RIAA und die IFPI im Juli eine Initiative der Musikindustrie an, die sicherstellen soll, dass KI-generierte Titel auf den weltweit beliebtesten Streaming-Diensten eindeutig gekennzeichnet werden.
Diese Maßnahmen basierten unter anderem auf den zunehmenden Veröffentlichungen von KI-generierter Musik auf den Plattformen sowie Diskussionen über Streaming-Betrug und Manipulation.
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