Große Erwartungen
Live Nation erwartet "historisches Jahr" für Live-Musik trotz Umsatzrückgang im 1. Quartal
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Michael Rapino, Präsident und CEO von Live Nation (2022). © Live Nation
Im Vergleich zum 1. Quartal 2024 ging der Umsatz von Live Nation laut Quartalsbericht um 8 Prozent auf 3,3 Milliarden US-Dollar zurück. Der bereinigte Betriebsgewinn ging um rund 6 Prozent auf 341 Mio. US-Dollar zurück.
Viel in der Pipeline
Dennoch blickt Live Nation optimistisch auf das Gesamtjahr. Sowohl hinsichtlich der verkauften, aber noch nicht durchgeführten Veranstaltungen, als auch hinsichtlich der Ticketverkäufe verzeichnet der Entertainment-Gigant ein zweistelliges Wachstum.
Insgesamt belaufen sich die ausstehenden Konzert-Einnahmen auf mehr als 5,4 Milliarden US-Dollar – eine Zunahme von 24 Prozent. Auch die Einnahmen durch Sponsoring wuchsen zweistellig.
Steigende Nachfrage nach Tickets
Zudem sieht Live Nation kein nachlassendes Interesse an Konzerten oder wachsende Zurückhaltung bei der Kaufbereitschaft für Tickets. Für die von Live Nation veranstalteten Konzerte hat das Unternehmen ca. 95 Mio. Tickets verkauft – ein zweistelliger Zuwachs.
Die zu Live Nation Entertainment gehörende Firma Ticketmaster erzielte einen Rekordumsatz in Höhe von 270 Mio. US-Dollar (Anstieg um 13 Prozent).
Run auf die Stadien
Verantwortlich dafür sind vor allem Stadionkonzerte. Die Ticketverkäufe für diese Konzerte stiegen um über 80 Prozent. Insgesamt werden 2025 60 Prozent mehr Stadionkonzerte stattfinden als 2024. Auch die Nachfrage nach Festivals sei hoch. Zahlreiche große Festivals wie Lollapalooza in Chicago oder das englische Isle of Wight Festival seien ausverkauft.
Die Abverkaufsquoten für Shows an den großen Spielstätten in der ersten Woche liegen laut Live Nation auf dem Niveau des vergangenen Jahres. Auch die Ausgaben vor Ort sind stabil, während die Umsätze in deren Veranstaltungsstätten auf oder über dem Niveau des Vorjahres liegen.
Gleichzeitig seien die durchschnittlichen Ticketpreise in den USA gesunken: Durch die Schaffung zusätzlicher Preiskategorien sei es gelungen, die Ticketpreise für "schlechtere Plätze" zu senken und auch die Durchschnittspreise für Stadionkonzerte zu reduzieren. Diese betrugen in den USA 60 US-Dollar, 8 Prozent weniger als 2024.
Gutes Omen für das restliche Jahr?
Michael Rapino, Präsident und Geschäftsführer von Live Nation, sagt zu den Quartalszahlen:
"2025 entwickelt sich zu einem historischen Jahr für Live-Musik. Nach einem starken Start sind wir auf dem besten Weg, in diesem Jahr ein zweistelliges Wachstum bei Betriebsergebnis und AOI [vereinfacht: Gewinn] zu erzielen. Da immer mehr Künstler auf Welttournee gehen, erreicht die Nachfrage der Fans neue Höchststände bei Ticketverkäufen, Showbesuchen und Ausgaben vor Ort. Die Ticketverkäufe laufen deutlich schneller als im letzten Jahr, wobei die abgegrenzten Einnahmen sowohl für Konzerte als auch für das Ticketing ein Rekordniveau erreichen. Um noch mehr Fans die Möglichkeit zu geben, ihre Lieblingskünstler zu sehen, bauen wir unser globales Veranstaltungsnetzwerk weiter aus und erweitern es bis 2026 um 20 weitere große Veranstaltungsorte. Mit dem Wachstum der globalen Erlebniswirtschaft ist die Live-Musikbranche führend, und wir sind in der Lage, über viele Jahre hinweg zweistellige Wachstumsraten zu erzielen."
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