Zuversichtlicher Blick auf 2025
Live Nation Umsatz sinkt im 3. Quartal 2024, Aktie steigt dennoch
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© Aditya Chinchure via unsplash.com
Im dritten Quartal sank der Umsatz von Live Nation laut Quartalsbericht auf 7,7 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Sowohl der Ticketing- wie auch der Konzertbereich verzeichnete Rückgänge, während der Umsatz der Sponsoring-Sparte wuchs.
Live Nation erzielte im dritten Quartal ein Betriebsergebnis von 640 Millionen US-Dollar, während das bereinigte Betriebsergebnis (AOI) 910 Millionen US-Dollar betrug – ein Wachstum von 4 Prozent. Kurz zusammengefasst bedeutet das einen geringeren Umsatz und einen höheren Gewinn.
Mehr Besucher bei Konzerten
Die Ursache des gesunkenen Umsatzes lag laut Live Nation an einem Rückgang der Besucher von Stadionkonzerten um 30 Prozent, der durch den Anstieg der Gesamtbesucherzahlen um 3 Prozent auf 112 Millionen jedoch ausgeglichen wurde.
Aufgrund des zweistelligen Anstiegs der Besucherzahlen von Arena und Hallenshows spricht Live Nation vom "bisher aktivsten Konzertsommer".
Aktienkurs steigt
Die Aktie von Live Nation stieg nach Bekanntgabe der Zahlen auf knapp 130 US-Dollar und notiert aktuell bei 127 US-Dollar. Das liegt vermutlich auch daran, dass Live Nation vermochte die Gewinnmarge von Konzerten auf 7,2 Prozent zu steigern.
Das zeigt sich auch im Gewinn: Der Konzertbereich verzeichnete ein bereinigtes Betriebsergebnis von 474 Millionen US-Dollar und damit eine Steigerung von 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Dazu trugen auch die höheren Pro-Kopf-Ausgaben der Fans bei Konzerten und Festivals bei. In den von Live Nation betriebenen Veranstaltungsorten (Venue Nation genannt) stiegen die Ausgaben der Besucher*innen bei Festivals mit mehr als 100.000 Besuchern um mehr als 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und um 9 Prozent bei Amphitheater-Shows.
Sponsoring und finanzielle Sicherheit
Die Sponsoring-Einnahmen stiegen im dritten Quartal um 6 Prozent, wobei die Anzahl an strategischen Partnern, die jährlich über eine Million US-Dollar zum Umsatz beitragen, um 20 Prozent zunahm. Für den Ausbau des Sponsoring-Portfolios nutzt Live Nation globale Festivals, die zunehmend Mode- und Beauty-Marken wie American Eagle und Ulta Beauty anziehen.
Mit einem freien Cashflow von 1,3 Milliarden US-Dollar und einer Bargeldreserve von 5,5 Milliarden US-Dollar, darunter 2,6 Milliarden US-Dollar an eventbezogenen Einnahmen, sieht sich das Unternehmen finanziell gut aufgestellt. Diese Stabilität wird durch eine strategische revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar zusätzlich gestützt.
Positiver Blick in die Zukunft
Für das Jahr 2025 plant Live Nation ein noch umfangreicheres Veranstaltungsprogramm in Stadien, Arenen und Amphitheatern. Schon jetzt sind mehr als 20 Millionen Tickets verkauft. Zudem berichtet das Unternehmen von einem zweistelligen Zuwachs bei neuen Veranstaltungen und Ticketverkäufen, unter anderem für große Acts wie Coldplay, Rüfüs Du Sol und Shakira.
Um die steigende Nachfrage zu bedienen und das Fan-Erlebnis weiter zu verbessern, setzt Live Nation auf die Modernisierung und Erweiterung seiner Veranstaltungsorte. Aktuell plant Venue Nation die Eröffnung oder Renovierung von 14 neuen Veranstaltungsorten bis 2025, was die Kapazität um acht Millionen zusätzliche Fans erhöhen soll.
Fokus auf Superfans und VIP-Erlebnisse
In einem zugehörigen Earning-Call erklärte Live Nation-CEO Michael Rapino im Rahmen der Renovierung "normale" Sitzplätze in bessere Premium-Sitzplätze ändern zu wollen. Für neue Veranstaltungsorte sei von Anfang an festgelegt, dass diese unter anderem über einen höheren Anteil an Premium-Sitzen und Lounges verfügen sollen. Auf diese Art und Weise verstärkt Live Nation seinen Fokus auf Superfans bzw. Premium Fans, die ein VIP-Erlebnis bei den Shows haben möchten.
"Wir sehen dieses Segment noch immer als unterversorgt an. In der Vergangenheit haben wir Prozentsätze verwendet: Zwei, vier, sechs Prozent der Show sind Premium. Wir denken, dass dieser Prozentsatz auf bis zu 20 Prozent und mehr wachsen kann."
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