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Sicherheit, Spaß und Inklusion

Mehr "Awareness": Coachella will 2019 verstärkt gegen sexuelle Belästigung vorgehen

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 14.01.2019

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Mehr "Awareness": Coachella will 2019 verstärkt gegen sexuelle Belästigung vorgehen

© Josh Sorenson via Pexels

Sexuelle Belästigung scheint gerade auf großen Musikfestivals traurige Realität für die Besucherinnen zu sein. Das amerikanische Festival Coachella will nun stärker gegen solche Fälle vorgehen.

Unter dem Namen "every one" stellt Coachella für 2019 ein Programm vor, dass für ein positiveres und sichereres Klima auf dem Musikfestival sorgen soll. Insbesondere sogenannte Awareness-Teams sollen Anlaufstellen für die Besucherinnen und Besucher schaffen. Diese unterscheiden sich insofern von den "normalen" Securitykräften, als sie speziell für Konfliktsituationen z.B. mit sexistischem oder diskriminierendem Hintergrund geschult sind. 

Securitys reagieren oft nur im Falle eines sichtbaren Konflikts, etwa einer Schlägerei. Awareness-Kräfte können im Idealfall bereits verhindern, dass ein solcher Konflikt entsteht. Außerdem sollen sie dafür sorgen, dass sich Opfer von Diskriminierung und Belästigung eher trauen, diese anzuzeigen. 

Besuchern, die wegen ihres Verhaltens negativ auffallen, droht dabei der Ausschluss vom Festival – ohne jegliche Rückerstattung der durchaus hohen Ticketpreise.

Wider die Kritik

Dabei kommt es nicht von ungefähr, dass ausgerechnet Coachella 2019 diese Maßnahmen erstmals in größerem Umfang einsetzt. Das Festival sah sich bei seiner letzten Ausgabe 2018 mit harscher Kritik bezüglich gehäuft auftretender Fälle sexueller Belästigung konfrontiert. 

Die Einsetzung von Awareness-Teams gerade in Live-Kontexten bzw. im Nachtleben hat in jüngster Zeit nicht nur im englischsprachigen Raum zugenommen. Auch in Deutschlands Clublandschaft zeigen sich ähnliche Bestrebungen: So gibt es Bremen etwa die Kampagne "Gemeinsam.Sicher.Feiern", in Heidelberg partizipieren Clubs und Spielstätten an der bundesweiten Awareness-Initiative "Luisa ist hier".

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