Bemerkenswerte Auswirkungen
Oasis und Black Sabbath-Reunion lassen Streaming-Zahlen explodieren
© Simon Emmett
Durch Reunion-Touren kehren legendäre Bands nicht nur live ins Rampenlicht zurück, sondern werden auch für eine neue Generation von Musikhörer interessant. Das zeigte sich 2025 gleich zweimal im Fall von Oasis und Black Sabbath.
In beiden Fällen stiegen durch Live-Events die Streaming-Zahlen der Bands stark an, wie eine Analyse von Chartmetric ergab, die auf Digital Music News veröffentlicht wurde.
Oasis: Das Comeback, das Millionen neue Streams brachte
Am 4. Juli traten Liam und Noel Gallagher in Cardiff erstmals seit 2009 wieder gemeinsam auf. Die "Live ’25"-Tour führte nicht nur zu ausverkauften Konzerten, sondern auch zu einem sprunghaften Anstieg der Spotify-Hörer.
Von rund 24 Millionen monatlichen Hörer stieg die Zahl innerhalb eines Monats auf 30,7 Millionen – ein Zuwachs von mehr als sechs Millionen Fans in nur vier Wochen. Täglich kamen im Schnitt über 100.000 neue hinzu, wobei die Hörerzahl sich dauerhaft über der Schwelle von 30 Millionen etablierte.
Zuwachs an jungen Hörern
Auch auf TikTok zeigte sich der Effekt: Die Followerzahl wuchs innerhalb eines Monats um 41,1 Prozent auf 1,2 Millionen. Besonders auffällig ist, dass mehr als die Hälfte der User zwischen 18 und 24 Jahre alt sind, eine Generation, die die großen Oasis-Alben wie "Definitely Maybe" oder "(What's The Story) Morning Glory?" ursprünglich gar nicht miterlebt hat.
Nicht nur die bekannten Hits profitieren: Klassiker wie "Wonderwall" legten im Tourmonat über 40 Millionen Streams zu, während weniger bekannte Songs wie "Shakermaker" oder "Hey Now!" ihre Zahlen teilweise mehr als verdoppelten. Das deutet darauf hin, dass Fans die Alben der Band insgesamt wiederentdecken.
Black Sabbath: Abschiedskonzert und Streaming-Boom
Parallel zu Oasis feierten Black Sabbath mit ihrem Abschiedskonzert "Back to the Beginning" am 5. Juli ein Comeback in Originalbesetzung – inklusive Ozzy Osbourne. Schon das Event selbst führte zu einem deutlichen Anstieg der monatlichen Spotify-Hörer von 16 auf 18,4 Millionen innerhalb einer Woche, ein Plus von 15 Prozent. Aktuell beträgt die Zahl der monatlichen Hörer sogar mehr als 19 Millionen. Auch auf YouTube verdoppelten sich die täglichen Aufrufe fast von 1,03 auf 2,14 Millionen.
Der Tod von Ozzy Osbourne am 22. Juli verstärkte den Effekt noch einmal, als Fans weltweit auf die Musik der Heavy-Metal-Pioniere zurückgriffen. Klassiker wie "Iron Man" und "War Pigs" erlebten ähnliche Zuwächse wie die Songs von Oasis – wenn auch in etwas geringerem Umfang.
Der "Reunion-Effekt" auf Streaming-Plattformen
Die Beispiele von Oasis und Black Sabbath zeigen, dass Reunion-Touren nicht nur für Konzertbesucher von Bedeutung sind: Solche Events kurbeln auch digitale Streams an. Klassiker werden wieder relevant, jüngere Hörer entdecken die Alben der Bands neu, und soziale Medien verstärken die Aufmerksamkeit zusätzlich.
Die Rückkehr der legendären Bands zeigt: Auch im Streaming-Zeitalter bleibt die Musik der vergangenen Jahrzehnte relevant – und kann durch Live-Erlebnisse neue Generationen erreichen.
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